Die Reformierten: gemeinsam auf Gott hören – und leben

Reformierte Kirchen gibt es - neben lutherischen und katholischen Kirchen - auf allen Kontinenten. Die Zahl der Christinnen und Christen mit reformiertem Bekenntnis wird auf rund 75 Millionen geschätzt.

Gemeinsamer Nenner dieser Kirchen sind ihre historischen Wurzeln: reformatorische Aufbrüche im 16. Jahrhundert. Für die Schweiz bestimmend wurden Huldrych Zwingli, sein Nachfolger Heinrich Bullinger und Jean Calvin.

Die Reformierten sind stark föderalistisch und basisdemokratisch organisiert. Die wichtigsten Einheiten sind Kirchgemeinde und Kantonalkirche. Es gibt zwar Zusammenschlüsse wie den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund, dem sämtliche Kantonalkirchen angehören. Kompetenzen und Finanzen allerdings liegen in den Händen der Kantonalkirchen und der Kirchgemeinden.

Der Hang zur Basisdemokratie und zur Selbstverantwortlichkeit ist kein Zufall. Er hat gute historische Gründe. Die Reformierten kennen nämlich kein Lehramt (keinen Papst, keine institutionelle Instanz, die über wahr und falsch entscheidet). Einzige Richtschnur ist den Reformierten das Evangelium, und dieses Evangelium ist keiner Lehr- und Auslegungsinstanz zu unterwerfen.

Portal der Reformierten Kirchen der Deutschschweiz:
www.ref.ch
Reformiertes Portal mit Hintergrundinformationen:
www.reformiert-online.net

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