Das Kreuz mit dem Kreuz

Das Kreuz und seine Deutungen im Neuen Testament

Einleitung


von Hanspeter Schmutz*

 „The Passion of the Christ“, der Film des katholischen Hollywood-Regisseurs Mel Gibson, wurde zumindest in den USA zu einer der erfolgreichsten Produktionen im vergangenen Jahr. Er fand grösstenteils begeisterte Zustimmung und wurde unter Christen als Mittel der Evangelisation verstanden.

In Europa stiess die schonungslose filmische Darstellung des Leidensweges Christi dage­gen meist auf teilweise heftige Kritik. Einzelne Exponenten aus kirchlichen Kreisen distanzierten sich von einem Gott, der seinen Sohn am Kreuz grausam sterben lässt.

Im vorliegenden Bulletin nimmt der Theologe Martin Forster Stellung zu dieser grundle­genden Debatte. Er zeigt dabei verschiedene Facetten der biblischen Darstellung des Todes Jesu, die je einen Aspekt des Todes Jesu deutlich machen und erst zusammen ein vollständiges Bild ergeben.
So gesehen ist der Film von Mel Gibson zwar einseitig, kann aber gerade in seiner Einsei­tigkeit deutlich die Solidarität Christi mit den Leidenden dieser Welt deutlich machen. Der Film war ein Brutalo-Streifen, aber einer, der seine wichtige Berechtigung hatte.

Wie wir diesen Film auch immer beurteilen mögen, für uns ist es entscheidend zu verstehen, was die Passionszeit Jesu mit unserm persönlichen Leben zu tun hat. Dabei helfen die vielschich­tigen Deutungen des Kreuzes im Neuen Testament.

The Passion of the Christ

Der Film von Mel Gibson hat die Gemüter sehr erhitzt. Die einen sahen in diesem Film eine gute Gelegenheit, um mit Zeitgenossen über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Die anderen waren entsetzt über die dargestellte Gewalt und sahen in diesem Film einen Rückfall ins Mittel­alter. Nach meinem Urteil hat Mel Gibson einen Kreuzweg mit seinen 14 Stationen verfilmt. Hier kommt auch das Schweisstuch der Veronika vor. Die heutige Form der Kreuzwegsandacht mit den entsprechenden Stationen stammt aus der katholischen Frömmigkeit des 18. Jahrhun­derts. Natürlich gab es schon viel früher Vorstufen davon. „The Passion“ stellt eine Form der Passionsfrömmigkeit dar. Grob gesagt kann man folgende Passionsfrömmigkeiten unterscheiden:- die Alte Kirche hat stärker Ostern als Karfreitag betont und damit die Freude

- das Mittelalter sah eine intensive Leidensmystik
- in der Reformationszeit wurde vor allem der Tod Jesu für uns betont
- in der Befreiungstheologie hat man in allem ungerechten Leiden für eine gerechte Sache das Kreuz gesehen.

In dieser Einteilung gehört „The Passion“ ins Mittelalter. Das sollte aber keine Wertung sein. Alle Formen der Passionsfrömmigkeit haben wichtige Aspekte der biblischen Botschaft gesehen. Sie sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Ich will in diesem Artikel nicht den Film von Mel Gibson analysieren, sondern die Ereignis­se von den biblischen Texten her beleuchten. Wenn wir nach dem Kreuz Jesu fragen, dann haben wir es mit einer historischen und einer theologischen Frage zu tun. Wir müssen beide Fragen beantworten, um die biblische Botschaft verstehen zu können. Die erste Frage lautet: Was ge­schah damals am Kreuz? Die Kreuzigung spielte sich in einer Welt ab, in der die Menschen wussten, was ein Kreuz ist. Nach der Niederschlagung des Spartacus-Aufstandes (73 - 71 v.Chr.) wurden 6000 gefangene Sklaven an der Via Appia gekreuzigt1. Die Kreuzigungsstrafe wurde erst vom römischen Kaiser Konstantin um 315 n. Chr. abgeschafft2. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es tausende von Kreuzen auf römischem Boden. Zur Zeit Jesu war das Kreuz noch kein christliches Symbol. Die zweite Frage lautet: Was bedeutet dieses Ereignis? Jesus und die ersten Christen mussten sich nach dem Sinn hinter dem Kreuzestod fragen. Wir richten unser Augenmerk vor allem auf Jesus nach dem Zeugnis der Evangelien und auf Paulus, so wie er sich in seinen Brie­fen äussert. Seit Jahrhunderten versuchen Theologen, den Sinn des Kreuzes zu erfassen. Christen stehen in einer „Interpretationstradition“, die ihre Vorstellungen prägt. Wir wollen deshalb nach den Wurzeln fragen. In den nachfolgenden Zeilen kann ich nicht die ganze Diskussion zu diesem Thema entfalten, sondern nur einige Hinweise geben.

Die Evangelien

Wir haben nur über die Evangelien Zugang zum „historischen Jesus“. Aller Kritik zum Trotz stehen wir hier auf solidem Boden. So weit ich sehe, würde niemand den Kreuzestod Jesu leugnen. Alle vier Evangelien berichten sehr ausführlich von der Leidensgeschichte Jesu. Dieser Teil des Lebens Jesu war für die Evangelisten entscheidend. Wie kam es historisch gesehen zu diesem Ende am Kreuz?

Aus römischer Sicht war das ein vorstellbarer Ausgang einer „Terroristenkarriere“. Die Römer wandten diese schreckliche Todesstrafe bei staatsgefährdenden Verbrechern an. Sie empfanden die Kreuzigung als grausamste Hinrichtungsart, deshalb eignete sie sich nach römi­schem Verständnis zur Abschreckung3. Der römische Jurist Cicero (106 - 43 v.Chr.) erwähnt in seiner Rede für Rabirius den Schrecken des Kreuzes.

„Wenn vollends der Tod angedroht wird, so wollen wir in Freiheit sterben, doch der Henker,
die Verhüllung des Hauptes und die blosse Bezeichnung „Kreuz“ sei nicht nur von Leib und Leben der römischen Bürger verbannt, sondern auch von ihren Gedanken, Augen und Ohren. Denn alle diese Dinge sind eines römischen Bürgers und freien Menschen unwürdig; nicht nur, dass sie eintreten können und dass man sie erleiden muss, sondern auch, dass sie zulässig sind, dass man mit ihnen rechnet, ja selbst dass sie erwähnt werden4.“

Sie war äusserst schmerzhaft und demütigend. Sie wurde tausendfach an rebellischen Skla­ven und Räubern vollzogen. Im Normalfall waren römische Bürger von dieser Strafe ausgenom­men. Ein Terrorist in der römischen Provinz Judäa musste mit diesem Ende rechnen. Das Kreuz ist aus römischer Sicht ein Symbol der militärischen Macht und Überlegenheit.

Aus einer gewissen Distanz betrachtet war Jesus ein charismatischer Wanderprediger. In gewisser Hinsicht war er zum Verwechseln ähnlich mit prophetischen Figuren, die das Joch der Römer abschütteln wollten. Eine Figur wie Jesus musste sich früher oder später mit der Frage auseinander setzen, wie er sich zu den Messiaserwartungen der Menschen stellte. Für die Evan­gelien und alle frühchristlichen Schriftsteller war es klar, dass Jesus der Messias, der Christus, war. Auch Jesus hat sich wohl als Messias verstanden. Eine zweite Frage drängte sich im Verlauf der Wirksamkeit Jesu auf: Welches Ende nimmt dieses Leben? Der Konflikt mit den jüdischen Führern spitzte sich immer mehr zu. Ein gewaltsames Ende zeichnete sich ab. Wenn Jesus der Tod vor Augen stand, dann wird er sich wohl auch nach dem Sinn seines Todes gefragt haben. Wir wollen zunächst einmal die brisante Frage, wer Schuld am Tod Jesu war, angehen. Wir versuchen nachzuvollziehen, welchen Anteil die vier Parteien am Geschehen hatten. Jesus wurde von einem Gefolgsgenossen verraten und anschliessend verhaftet. Das war für Jesus eine tragi­sche Erfahrung. Aber es war nur der Auslöser für ein folgenschweres Ereignis. Diesem Auslöser für das schicksalshafte Verfahren lag ein tiefer liegender Konflikt zugrunde.

Die Römer

Wie war die Rechtslage zur Zeit Jesu? Die Römer besetzten und verwalteten die Gebiete, in denen sich Jesus bewegte. Die Juden hatten eine gewisse Autonomie. Die Kapitalsgerichtsbarkeit lag bei den Römern, so bezeugen übereinstimmend die Evangelien und Josephus5 . Da Jesus hingerichtet wurde, mussten die Römer einen wichtigen Part im Prozess übernehmen. Das Ver­hör vor Pilatus kann als ordentliches römisches Verfahren verstanden werden. Warum sollten aber die Römer Jesus töten? Von sich aus schritten die Römer offensichtlich nicht ein. Einen gefährlichen Aufrührer hätten die Machthaber längst beseitigt. Die Römer erkannten von sich aus in Jesus keinen Terroristen. In den ausserbiblischen Quellen wird Pilatus weder als sehr kompe­tent noch als besonders anständig bezeichnet. Im Gegenteil gilt er als äusserst korrupt6 . Im Verlauf des Verhörs erkannte Pilatus, dass er keinen gewöhnlichen Verbrecher vor sich hatte. Um den jüdischen Anklägern eins auszuwischen, wollte er Jesus wieder freilassen. Dieser Versuch wird vom Volk vereitelt, indem es sich für Barabbas entscheidet. Wenn Pilatus als Herr über Leben und Tod seine Hände in Unschuld wäscht, ist das blanker Zynismus. Pontius Pilatus musste nolens volens den jüdischen Führern nachgeben. Der Titulus über dem Kreuz zeigt das Vergehen, aufgrund dessen die Römer Jesus zum Tod verurteilt haben: „Der König der Juden“. Pilatus will nicht als Verräter an der römischen Sache dastehen und beim Kaiser nochmals ange­schwärzt werden, deshalb lässt er Jesus kreuzigen. Der römische Historiker Tacitus bestätigt, dass Jesus durch Pontius Pilatus hingerichtet wurde7. Für ihn liegt die Verantwortung bei Pilatus. Vielleicht kommt Pilatus in den Evangelien tendenziell etwas zu gut weg. Er und seine Folter­knechte hatten einen wesentlichen Anteil an der Kreuzigung Jesu.

Die Jerusalemer Lokalaristokratie

Der Konflikt zwischen den jüdischen Führern und Jesus spitzt sich in den Evangelien zu. Im Verhör vor dem Hohen Rat kommen zwei Tatbestände zum Vorschein, die für die Verurteilung Jesu herangezogen werden. Jesu Haltung gegenüber dem Tempel und sein Anspruch, der Messias zu sein, werden im Verhör aufgenommen (Mk 14,55 - 65). Der Tempel war für die Juden ein wesentliches Symbol ihrer Identität. Er war der Ort der göttlichen Gegenwart. Schon in einem früheren Fall gingen die jüdischen Behörden äusserst grausam gegen einen Tempelkritiker vor8 . Jesus, der Sohn des Ananus, wurde für sein Unheilsgeschrei hart geschlagen. Im damaligen Judentum gab es verschiedene Erwartungen, die sich auf einen Messias richteten. Jesus ent­sprach aber keiner von diesen. Wenn dieser offensichtlich ohnmächtige Mann behauptete, der Messias zu sein, dann log er. In den Augen der Ankläger war Jesus ein Verführer des Volkes. Solche Menschen konnten im labilen Verhältnis mit den Römern schädlich wirken. Ein Verführer wurde nach 5. Mose 13 mit dem Tod bestraft. Das waren die jüdischen Straftatbestände. Für die Ankläger stellte sich nun die Frage, wie sie diese Straftatbestände vor den römischen Behörden geltend machen konnten, denn innerjüdische Konflikte interessierten die Römer nicht. Jesus, der Sohn des Ananus, war vom römischen Statthalter als Geisteskranker freigelassen worden.

Mit dem Messiasanspruch Jesu war auch die königliche Würde verbunden. Für die Römer konnte Jesus ein Rivale um die Macht sein. Auf machthungrige Hitzköpfe reagierten sie aller­gisch. Die jüdischen Behörden überlieferten Jesus deshalb als politischen Aufrührer an den römischen Statthalter.

Die Rechtmässigkeit des Verfahrens vor den jüdischen Behörden wird oft angezweifelt. Das Grundproblem ist, dass das Verhör nach dem Zeugnis der Evangelien mit dem jüdischen Prozessrecht in der Mischna im Widerspruch steht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen:

1. Das pharisäische Recht, das sich in der Mischna widerspiegelt, war damals noch gar nicht in Kraft. Es galt ein strengeres Recht.
2. Gegen einen Verführer durfte man auch mit List und Tücke vorgehen.
3. Das Prozessrecht in der Mischna ist ein Phantasieprodukt aus späterer Zeit. 4. Die Darstellung in den Evangelien ist falsch.

Historisch gesehen bieten die Berichte in den Evangelien keine unüberwindlichen Schwie­rigkeiten. Sie fügen sich durchaus in ein plausibles Gesamtbild. Es darf also angenommen wer­den, dass ein Verfahren der jüdischen Behörden gegen Jesus stattgefunden hat.

Das Volk

Im Prozess vor Pilatus spielt das jüdische Volk eine wichtige Rolle. Warum sollte das Volk Jesu Tod wollen? Nach den Evangelien fand Jesus im Volk auch viele Sympathisanten. Als er in Jerusalem einzog, jubelte ihm die Menge zu (Mk 11,1 - 11). Es gibt zwei mögliche Erklärungen für den Meinungsumschwung. Das Volk hoffte erstens auf einen Messias in der Art von Barabbas. Einen, der die Römer im Kampf schlagen kann. Diese Hoffnung sahen die Menschen enttäuscht. Zweitens müssen wir uns fragen, wer das „Volk“ war bei der Verhandlung. Beim öffentlichen Prozess vor Pilatus war vor allem die Jerusalemer Bevölkerung anwesend. Die Jerusalemer Aristokratie und die Hohenpriester hatten bestimmt einen grossen Einfluss auf das Volk. Wenn sie plausibel machen konnten, dass Jesus gegen das jüdische Gesetz verstossen hatte, dann konnten sie mit der Unterstützung im Volk rechnen. Diese Unterstützung fanden die jüdi­schen Ankläger beim Volk.

Jesus

Wie wir angedeutet haben, musste Jesus mit einem gewaltsamen Tod rechnen. Die Konflik­te mit den jüdischen Führern spitzten sich immer mehr zu.

Nicht nur die äusseren Umstände weisen auf ein gewaltsames Ende hin. Ein Jude im ersten Jahrhundert, der sich bewusst ist, am Wendepunkt der Geschichte zu stehen, musste mit einer Leidenszeit rechnen. Jüdische Hoffnungen auf die endgültige Erlösung waren verbunden mit derErwartung einer schweren Notzeit9. In seinen Endzeitreden hat Jesus selbst mit einer Leidenszeit gerechnet, die dem Ende vorausgeht (Mk 13,7 - 8). Leiden gehört also zur letzen Zeit vor dem anbrechenden neuen Zeitalter. In der Verhandlung vor den jüdischen Behörden und vor Pilatus verteidigte Jesus sich nicht. Er versuchte nicht, dem drohenden Geschick auszuweichen. Im Gegenteil bekannte er sich vor den jüdischen Behörden zu seiner Messianität und vor den römi­schen Behörden zu seinem Königtum. Man könnte sagen, er habe das Todesurteil provoziert oder sei bewusst in den Tod gegangen. So sehen es die Evangelien.

Jesus standen Johannes der Täufer, die makkabäischen Freiheitskämpfer und die Propheten vor Augen. Sie alle hatten ein gewaltsames Ende gefunden. Wenn Jesus mit seinem Tod rechnen musste und er sich nicht gegen die Anklage verteidigte, dann stellt sich die zweite Frage: „Was war der Sinn dieses Todes?“ Die makkabäischen Märtyrer rechneten damit, dass ihr Tod zugun­sten des Volkes Israel geschehen würde (2 Makk 7,36 - 38). Der stellvertretende Tod war also zumindest eine Denkmöglichkeit für Jesus. Wenn wir die Evangelienberichte auf dieses Thema hin befragen, dann sehen wir, dass Jesus den Jüngern Hinweise auf seinen baldigen Tod gegeben hatte. Wir wollen uns die einschlägigen Texte in Erinnerung rufen.

Die Leidensankündigungen

Die synoptischen Evangelien bringen Worte von Jesus, in denen er sein bevorstehendes Leiden ankündigt (Mk 8,31-33 / Mk 9,30 - 32 / Mk 10,32 - 34 Par.). Hier deutet Jesus sein Lei­den noch nicht, sondern er kündigt es als unausweichlich an. Jesus rechnet also nicht nur mit dem Tod, sondern sieht ihn als Teil seines Auftrages. Viele Exegeten halten diese Worte für vaticinia ex eventu, d.h. für Worte, die nachträglich so gestaltet wurden. Wenn wir aber nur schon das historische Umfeld Jesu genauer ansehen, dann ist es durchaus wahrscheinlich, dass Jesus mit einem gewaltsamen Ende rechnete. Es gibt auch noch andere Hinweise in den Evange­lien, die zeigen, dass Jesu mit seinem Tod gerechnet hat (Lk 13,33 / Mk 2,20 / Mt 12,40). Im Gleichnis von den bösen Weingärtnern (Mk 12,1 - 12) redet Jesus von der Ermordung des Soh­nes des Weinbergbesitzers. Damit will Jesus wohl sein Geschick andeuten. Als Jesus in Bethanien von einer Frau gesalbt wird, bezeichnet er diesen Akt als Salbung für sein Begräbnis (Mk 14,8). Die Leidensankündigungen stehen also auf einem soliden Fundament in der Evangelienüberlieferung.

Die Leidensdeutung

Die Frage, warum Jesus sterben musste, wird in den Evangelien nicht ausführlich beantwor­tet. Die Deutung des Todes Jesus gehört für Paulus zum Herzstück seiner Theologie. Die Worte Jesu konzentrieren sich auf zwei Ereignisse, bei denen er das Warum beantwortet. Im Gespräch mit den Zebedäussöhnen bzw. ihrer Mutter redet Jesus von seinem eigenen Auftrag (Mk 10,35 - 45 / Mt 20,20 - 28). Der Menschensohn ist nicht gekommen zu herrschen sondern zu dienen und sein Leben als Lösegeld für die Vielen hinzugeben. Dieses Wort ist in der Exegese heftig umstrit­ten. Handelt es sich um eine Anspielung auf die Gottesknechtslieder in Jesaja10 oder redet Jesus hier von der Radikalität des Dienens11? Der unmittelbare Sinn der Worte ist sicher die stellvertre­tende Lebenshingabe. Zusammen mit dem zweiten Ereignis, wo von der Leidensdeutung die Rede ist, gebe ich dieser Deutung den Vorzug.

Die bedeutsamste symbolische Handlung im Zusammenhang mit dem Leiden Jesu ist das letzte Mahl mit seinen Jüngern. Alle vier Evangelien berichten von einem letzten Mahl. Nach dem Bericht der Synoptiker war es ein Passamahl. Wie deutet Jesus hier seinen Tod? Wir kom­men meist von der christlichen Abendmahlspraxis her und übersehen dabei den historischen Rahmen. Es ist aber wichtig, das Passa in seinem jüdischen Kontext im 1. Jahrhundert zu verste­hen. Zuerst werden zwei negative Statements zur Klärung dieses Geschehens gemacht. Das Passafest ist nicht der Versöhnungstag. Das Passalamm ist nicht der Sündenbock, der die Sünden wegträgt. Jesus verbindet das Passafest mit seinem Tod und nicht mit dem Versöhnungstag. Beim Passa erinnern sich die Juden bis heute an den Auszug aus Ägypten. Es ist das Fest der Befrei­ung.


Jesus hat in seinem öffentlichen Wirken die Botschaft vom Reich Gottes verkündet. In Jerusalem erreicht diese Verkündigung ihren Höhepunkt. Auf diesen Punkt hat alles zugesteuert. Jetzt ist die Zeit, wo dieses Reich anbricht. Es bricht nicht durch Heerscharen von Engeln an, sondern durch das, was in den nächsten Tagen an Jesus geschehen wird. Durch das Kreuz und die Auferstehung Jesu befreit Gott sein Volk. Was damals beim Auszug aus Ägypten geschehen war, das geschieht heute durch Jesus Christus. Diese Botschaft steht hinter den Worten, die Jesus am letzten Mahl mit seinen Jüngern vermittelt.

Jesus ergreift beim Passamahl das Wort. Das ist nichts Ungewöhnliches. Nach jüdischer Tradition sollten beim Passamahl die Worte „Passa, Mazzen und Bitterkräuter“ gedeutet wer­den12. Uns ist die Deutung des Brotes und des Weines überliefert. Jesus deutet das Brot als seinen Leib, der für andere hingegeben wird. Der Tod Jesu verschafft im Deutungsrahmen des Passa Befreiung. Den Kelch deutet Jesus als sein Blut, das für viele vergossen wird. Das Blut ist das Blut des neuen Bundes. Hier beginnt ein neuer Abschnitt der Geschichte Gottes mit den Menschen, wie damals beim Exodus. Durch Jesu Tod sollen die Vielen Vergebung der Sünden erfahren. Für Juden im ersten Jahrhundert waren Sünden nicht nur ein individuelles, sondern ein nationales Problem. Wegen ihrer Sünden litten die Juden unter der römischen Herrschaft. Sün­denvergebung würde auch Befreiung von den Römern und das Aufrichten eines unabhängigen Israel heissen. Jesus rechnete durchaus mit einem Neuanfang. Das Reich Gottes wird jetzt anbre­chen. Der Sieg wurde aber nicht auf dem Schlachtfeld, sondern am Kreuz errungen. 40 Jahre später versuchten Juden einen Neuanfang auf dem Schlachtfeld. Sie sind scheiterten tragisch. Kreuz und Auferstehung signalisieren den Anbruch des Reiches Gottes. Die Worte Jesus beim letzten Mahl gehören also in die grössere Befreiungsgeschichte Gottes mit seinem Volk.

Die Befreiungsgeschichte, die Jesus andeutet, weist auf den Exodus hin. Jesus stirbt für die Vielen, damit Gott seine Geschichte fortsetzen kann. Der Tod Jesu geschieht also für andere. Jesus deutet seinen Tod auf dem Hintergrund von Jesaja 40 - 55. Viele Anspielungen in den Worten Jesu zeigen das. Diese Texte wurden seit der Zeit des zweiten Tempels im Judentum messianisch und auf das stellvertretende Leiden gedeutet. Jesus hat sich und seinen Auftrag von Jesaja her verstanden. Für die Leidensdeutung sind besonders die sogenannten Gottesknechts­lieder (Jes 42,1 - 4 / 49,1 - 6 / 50,4 - 9 / 52,13 - 53,12) zentral. Nach diesen Texten versteht Jesus seinen Tod als stellvertretend, ja man kann sogar sagen, als ein Opfer für die Menschen.

Beim Tod Jesu sind nach dem Bericht der Evangelien verschiedene Aspekte zu berücksich­tigen. Die Worte beim letzten Mahl mit seinen Jüngern sind sicher sehr zentral. Der Gedanke der Stellvertretung ist wichtig. Die Opfermetaphorik, die auch im Hintergrund steht, ist in den Evan­gelien noch nicht so ausgebaut. Erst im Epheserbrief (5,2), im Hebräerbrief (9,26) und in der Offenbarung (5,9) wird Jesu Tod am Kreuz ausdrücklich als Opfer bezeichnet. Der zeitgeschicht­liche Horizont sollte aber auch nicht vergessen werden. Jesus und sein Wirken gehören in die grössere Geschichte Gottes mit der Menschheit. Die Geschichte Jesu, so wie sie die Evangelien erzählen, sollte nicht auf ein Schlagwort reduziert werden.

Paulus

Die Geschichte, wie sie von den Evangelien erzählt wird, geht dem Wirken des Paulus voraus. Er musste das Kreuz nicht erfinden, sondern sich als Christ damit auseinander setzen. Für einen antiken Menschen und besonders für einen Juden war einiger Erklärungsbedarf vor­handen, wenn das Kreuz im Zentrum einer Bewegung stand. Das Kreuz war ein Zeichen der Schande und der Niederlage. Niemand hätte sich damals ein Kreuz um den Hals gehängt. Aber das Kreuz auf Golgatha und der Mann, der daran hing, bildeten das Zentrum der paulinischen Theologie. Darin sind sich wohl alle Theologen und Theologinnen einig. Wie erklärte Paulus seinen Zeitgenossen das Kreuz? Wir haben keine Zeugnisse aus erster Hand von der Verkündi­gung des Apostels. Nur Briefe sind uns von Paulus überliefert. Wir wissen also wenig darüber, wie Paulus seinen jüdischen und griechischen Zeitgenossen das Kreuz erklärt hat. Etwas zweites kommt noch dazu. Die Christen vor Paulus haben schon über die Bedeutung des Kreuzes nach­gedacht. So kann Paulus bei seiner Verkündigung auf eine christliche Tradition zurückgreifen. In seinen Briefen spielt Paulus auf seine Verkündigung und die Tradition an. Wir wissen also nicht genau, wie eine bestimmte Deutung entstanden ist. Paulus braucht eine ganze Palette von Bil­dern, um das Kreuzesgeschehen zu erklären. Wir wollen uns diese Bilder einmal ansehen. Man müsste sich auch noch überlegen, wie die einzelnen Bilder zusammenhängen, aber wir begnügen uns einmal damit, sie aufzulisten.

Eine weitere methodische Vorbemerkung ist nötig, bevor wir uns den Bildern selber zuwen­den. In der antiken Rhetorik bezeichnet man Bilder als Metaphern13. Was sind Metaphern? Jesus bezeichnet zum Beispiel Herodes im Gespräch mit den Pharisäern als einen Fuchs (Lk 13,31). Herodes ist ein bekannter König. Der Fuchs ist ein Tier, das für seine Schläue bekannt ist. Die beiden Begriffe stammen aus ganz unterschiedlichen Welten. Herodes ist ein König aus dem ersten Jahrhundert. Er gehört in die menschliche Geschichte. Der Fuchs stammt aus dem Tier­reich. Die „Sache“ ist in dem Wort Jesu Herodes und das „Bild“ der Fuchs. Jesus verbindet die beiden Welten. Wenn Jesus Herodes als Fuchs bezeichnet, dann will er wohl auf die Schläue des Herodes anspielen. Er will nicht sagen, dass Herodes wirklich ein Tier sei. So braucht auch Paulus Metaphern, um das Kreuz zu interpretieren. Die „Sache“ bei Paulus ist das Kreuz und die Metaphern stellen die Bildhälfte dar. „Bild“ und „Sache“ stammen oft nicht aus dem gleichen Umfeld. Sie werden für die Deutung aufeinander bezogen. Das Kreuz gehört in die Welt der römischen Justiz und nicht in die Welt der jüdischen Opferterminologie. Welche Bilder braucht Paulus, um den Kreuzestod Jesu zu interpretieren?

Der Tempel

Im Römerbrief deutet Paulus Jesus als „hilasterion“ (Röm 3,25). Die genaue Deutung dieses Ausdrucks ist umstritten. Auf jeden Fall stammt er ursprünglich aus dem Umfeld des grossen Versöhnungstages (3 Mose 16,15). Dort bezeichnet er den Deckel der Bundeslade. Wenn Paulus weiter sagt, dass wir durch sein Blut (Röm 5,9) gerecht gemacht worden sind, dann redet Paulus mit einem Begriff aus der Opfersprache. Die beiden Metaphern für das Kreuz „Deckel der Bun­deslade“ und „Blut“ stammen aus der Welt des jüdischen Tempels. Paulus sieht in Jesus am Kreuz das Opfer, das uns gerecht gemacht hat. Was Jesus am Kreuz vollbracht hat, entspricht dem, was am Versöhnungstag im Tempel geschieht. Die Sünden der Menschen sind vergeben worden.

Diese Metapher war für einen Juden vor 70 n. Chr. naheliegend. Mit heiliger Ehrfurcht wohnten sie den täglichen Opfern in Jerusalem bei. Hier geschah etwas Zentrales für den Glau­ben eines Juden. Uns im 21. Jahrhundert und in Mitteleuropa ist diese Welt fremd. Die Tradition hat das ihre dazu beigetragen, diese Metapher zu desavouieren. Es wurden Vorstellungen damit verbunden von einem zornigen Gott, der Blut sehen will. Das ist eine zynische Karikatur dessen, was die Metapher für einen antiken Menschen bedeutete. Um das Bild besser verstehen zu können, müssten wir in die jüdische Opferwelt des ersten Jahrhunderts eintauchen. Bis in die Neuzeit hinein hat die Opferterminologie eine wesentliche Rolle gespielt im Verständnis des Todes Jesu. Die Aufklärung und die liberale Theologie des 19. Jahrhunderst haben mit dieser Tradition gebrochen. James D.G. Dunn, ein englischer Neutestamentler, bezeichnet das kultische Opfer jedoch als eines der stärksten Bilder, das Paulus braucht, um die Bedeutung des Todes Christi zu erklären14. Wir sollten uns nicht einfach aus moderner Überheblichkeit von diesem ungewohnten Bild verabschieden. Wir können es aber wohl auch nicht ohne Erklärung in unsere Verkündigung aufnehmen.

Die Wirtschaft

Das Opfer ist nicht das einzige Bild, das Paulus in seiner Theologie für das Kreuz braucht. Ein Bild für das, was Jesus für uns getan hat, stammt aus der antiken Wirtschaft. Sklaven waren damals eine Ware, die man kaufen und verkaufen konnte. Auch eine Welt, die uns fremd ist. In dieser Welt kann das Kreuz mit dem Freikauf eines Sklaven verglichen werden. Sklaven konnten freigekauft werden und wurden dies auch. Das war ein grosser Moment im Leben eines rechtlo­sen Sklaven. In Markus 10,45 bezeichnet Jesus sich selbst als Lösegeld für den Sklaven. Jesus kauft durch seinen Tod „die Vielen“ frei aus der Sklaverei. Paulus nimmt diese Metapher Jesu auf und redet an verschiedenen Stellen vom „Loskaufen“ (1 Kor 6,20/7,23/Gal 3,13/4,5). Jesus hat das Lösegeld bezahlt, das für unsere Freiheit notwendig war.

Familie und Politik

Die Bedeutung des Verbs „versöhnen“ ist die „Wiederherstellung einer gestörten Bezie­hung“. Das kann im öffentlichen oder im privaten Leben geschehen15 . Feindschaftliche Bezie­hungen werden befriedet16 .

Die Versöhnung gehört in die Welt der Familie und der Politik. Paulus überträgt dieses Bild auf das, was Jesus am Kreuz vollbracht hat. So wie Familienmitglieder oder Politiker Frieden schliessen, so hat Gott mit dem Menschen Frieden geschlossen durch Jesus Christus. Paulus braucht diese Metapher an verschiedenen Orten. Sie ist am prägnantesten in 2. Korinther 5,16 - 21 dargestellt. Das Subjekt der Versöhnung ist immer Gott. Er versöhnt den Menschen mit sich durch Jesus Christus. Nicht der Mensch leistet die Versöhnung, sondern Gott selbst.

Die Justiz

Der Mensch lebt in Feindschaft zu Gott und steht deshalb als Schuldiger vor dem himmli­schen Gericht. Dieses Bild zeichnet Paulus in Römer 1 - 3. Juden und Griechen stehen schuldig vor Gott. Jesus ist in dieser ausweglosen Situation für uns eingetreten. Durch Jesu Tod sind wir ohne unser Dazutun gerecht gemacht worden. Hinter diesen Gedanken des Römerbriefes steht die Vorstellung eines Rechtsverfahrens. Dieses juristische Verständnis des Werkes Jesu hat Paulus im Römer- und im Galaterbrief breit entfaltet.

Der Reformator, Martin Luther, hat bei diesem paulinischen Bild angeknüpft. Kirchen- und Theologiegeschichtlich ist die lutherische Rechtfertigungslehre ausserordentlich wirksam gewor­den. Das neue Verständnis der Gerechtigkeit Gottes war für Luther ein entscheidender Wende­punkt in seinem Leben. Das juristische Verständnis des Werkes Jesu ist bis in die neuere evange­lische Theologie hinein sehr bedeutsam. Diese Tradition hat die anderen Bilder, die Paulus auch gebraucht, fast verdrängt.

Das Militär

Im Kolosserbrief wird vom Sieg Jesu gesprochen (Kol 2,15). Jesus hat in einem Macht­kampf die Gewalten am Kreuz besiegt. Auch mit dieser Metapher aus der militärischen Sprache kann man das, was Jesus am Kreuz vollbracht hat, ausdrücken. Manche halten das für die Grund­metapher.

Das Haus

Paulus braucht noch eine weitere Metapher, die auch in den Bereich der Familie oder des Sklavenwesens gehört. Jesus hat am Kreuz einen Akt des Gehorsams geübt. Durch seine Gehorsamstat wurden die Vielen gerecht (Röm 5,19). Im wunderbaren Philipperhymnus wird das Werk Christi auch als Gehorsamstat verstanden (Phil 2,5 - 11). Jesus wurde Sklave und als Sklave gehorsam bis zum Tod. Diese Tat hat ihn zum Herrn über alles gemacht.

Paulus hat eine ganze Reihe von Bildern zur Verfügung, mit denen er den Tod Jesu am Kreuz deuten kann. Allen gemeinsam ist, dass am Kreuz etwas für uns geschah. Jesus hat stell­vertretend für uns etwas erworben. Alle Bilder wollen auf ihre Weise etwas von diesem Werk Jesu für uns darstellen. Vielleicht passen nicht alle Bilder zusammen. Sie ergänzen sich und zeigen verschiedene Aspekte dessen, was am Kreuz für uns geschah. Paulus wollte seinen Lesern das Geheimnis dieser göttlichen Tat verständlich machen. Er hat um die richtigen Worte gerun­gen.

Mel Gibson hat in seinem Film eine Metapher, das Opfer, genommen und von ihr her ver­sucht, die Leidensgeschichte darzustellen. Wenn wir vom Neuen Testament her kommen, dann haben wir mehrere Bilder zur Verfügung, um über das Kreuzesgeschehen zu reden. Ich denke, es ist gut, wenn wir die vielfältigen Möglichkeiten ausschöpfen. In jeder Zeit wird wohl ein anderer Schwerpunkt gesetzt, um das Kreuz den Zeitgenossen zu erklären. Das ist gut so. Das Zentrum muss aber unter allen Umständen gewahrt bleiben. Jesus ist am Kreuz gestorben, und das heisst, dies alles ist für uns geschehen. Das historische Ereignis von 30 n. Chr. bildet die Grundlage für unsere Rede vom Kreuz. Ohne Interpretation ist das schreckliche Ereignis aber mehrdeutig. Erst die Deutung zeigt, dass Gott selbst durch Jesus Christus gehandelt hat. Auf das Wort vom Kreuz können und dürfen wir als Christen nicht verzichten, aber wir müssen es in unserer Verkündi­gung immer wieder neu nach dem Zeugnis des Neuen Testamentes erklären.
Anhang


Zum Autoren
Der Theologe Martin Forster ist Dozent für Neues Testament und Griechisch am theologi­schen Seminar auf dem Bienenberg BL. Er ist theologischer Mitarbeiter am VBG-Institut.
*Hanspeter Schmutz ist Publizist und Leiter des VBG-Instituts in Oberdiessbach BE.

Fussnoten
1 Bengston, H. . „Römische Geschichte.“ S. 137
2 Heussi, K. . „Kompendium der Kirchengeschichte.“ S. 91
3 Hengel, M. . „The Cross of the Son of God.“ p. 125
4 NTD-E, Nr. 127
5 Josephus. „Geschichte des jüdischen Krieges.“ II, 8.1 / Joh 18,31 6 Philo. „Legatio ad Gaium.“ 301 + 302
7 Tacitus. „Annalen.“ 15.44 (s. TUNT, S. 16f )
8 Josephus. „Geschichte des jüdischen Krieges.“ VI, 5.3, S. 595ff 9 z.B. äth. Hen., 47,1 - 4
10 Haubeck, W. . „Erlösung.“ TBLNT I, S. 362f; Jeremias, J. . „Neutestamentliche Theologie I.“ S. 277 - 279; Betz, O. . „Wie verstehen wir das Neue Testament.“ S. 34 - 36; Stuhlmacher, P. . „Biblische Theologie des Neuen Testaments.“ Band 1, S. 120 - 122 11 Luz, U. . „Das Evangelium nach Matthäus.“ I/3, S. 165f
12 Pes. 10.5 / SB IV. 1, S. 68
13 Fuhrmann, M. . „Die antike Rhetorik.“ S. 129; Bühlmann, W. / Scherer, K. . „Sprachliche Stilfiguren der Bibel.“ S. 68f; Berger, K. . „Formgeschichte des Neuen Testaments.“ S. 31ff 14 Dunn, J.D.G. . „The Theology of Paul the Apostle.“ p. 212
15 Breytenbach, C. . Versöhnung, TBLNT II, S. 1777 - 1780
16 EWNT, Sp. 64

Literatur


Allgemein
Haubeck, W., Swarat U., Pöhlmann, H.G. „Versöhnung.“ ELThG, Band 3, S. 2089 - 2093 Lanczkowski, G., Koch K., Hunzinger, C.-H., Gyllenberg R., Kettler, F.H., Joest, W. . „Versöh­nung.“ RGG, Band 6, Sp. 1367 - 1379
Link, H.G., Vorländer, H. „Versöhnung.“ TBLNT, Band II, S. 1302 - 1313 Pannenberg,W. „Christologie.“ II. Dogmengeschichtlich, RGG, Band 1, Sp.1762 - 1777

Altes Testament
Gese, Hartmut. „Die Sühne“, in: Mohr, J.C.B. (Paul Siebeck). „Zur biblischen Theologie.“ Tübingen, 1989 (3. Auflage), S. 85-106
Martens, Elmer A. . „God‘s Design.“ Baker Book House, Grand Rapids, 1981,p. 47-64 De Vaux, Roland. „Ancient Israel.“ Darton, Longman & Todd, London, 1973, p. 415-456

Neues Testament
Betz,Otto. „Probleme des Prozesses Jesu.“ ANRW II.25.1, S. 566 - 647
Betz,Otto. Artikel „Prozess Jesu.“ GBL 3, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1989, S. 1242f Betz,Otto. „Was wissen wir von Jesus?“ R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1991 Betz,Otto/Riesner,Rainer. Artikel „Kreuz/Kreuzigung.“ GBL 2, S. 840-845, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1988, S. 85-108
Brown, Raymond E. . „The Death of the Messiah.“ ABRL, Volume One and Two, Doubleday, New York, 1994
Dunn, J.D.G. „ The Theology of Paul the Apostle.“ Eerdmans, Grand Rapids, 1998
Hengel, Martin. „The Cross of the Son of God.“ SCM Press LTD, London, 1986, p 91-292 Hofius, Ottfried. „Sühne und Versöhnung.“ in: „Paulusstudien.“ J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1989, S. 33-49
Hofius, Ottfried. „Rechtfertigung des Gottlosen als Thema biblischer Theologie.“ in: „Paulusstudien“ (siehe oben), S. 121-147
Hooker, Morna D. . „Not Ashamed of the Gospel.“ Eerdmans, Grand Rapids, 1994 Janowski B. und Stuhlmacher P. „Der leidende Gottesknecht.“ J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, 1996
Jeremias, Joachim. „Die Verkündigung Jesu I.“ Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, Gütersloh, 1979 (3. Auflage), S. 263-284
Jeremias, Joachim. „Jesus und seine Botschaft.“ Calwer Verlag, Stuttgart, 1981 (2. Auflage), S. 78-95
Jeremias, Joachim/Zimmerli W. „'pai qeou'.“ ThWNT V, 653 - 713
Ladd, George E. „ A Theology of the New Testament.“ Eerdmans, Grand Rapids, 1974, p. 423-436
Morris, Leon. „The Apostolic Preaching of the Cross.“ Eerdmans, Grand Rapids, 1965 Moule, C.F.D. „The Origin of Christology.“ Cambridge University Press, Cambridge, 1990, p. 107 - 126
Stott, J.R.W. „ The Cross of Christ.“ Inter-Vasrsity Press, Leicester, 1986
Stuhlmacher, Peter. „Biblische Theologie I.“ Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1992 Theissen, G. /Merz, A. „Der historische Jesus.“ Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2001 Wright, N.T. . „Jesus and the Victory of God.“ SPCK, London, 1996 Wright, N.T. . „The Original Jesus.“ Lion, Oxford, 1996

Das VBG-Institut

Das VBG-Institut ist ein Kompetenzzentrum der interkonfessionellen V ereinigten Bibelgruppen in Schule, Universität und Beruf (VBG). Es beschäftigt sich mit Gesellschaftsanalyse aus christ­licher Sicht und fördert werteorientierte Entwicklungen.
Leiter
Hanspeter Schmutz, Krankenhausstr. 5, 3672 Oberdiessbach
Tel.: 031 772 03 80 Fax: 031 772 03 81 E-Mail: info@vbginstitut.ch Website: www.vbginstitut.ch
stv. Leiter/Studienleiter
Dr. Felix Ruther, Hotzestr. 56, 8006 Zürich
Wissenschaftliche Mitarbeiter
Johannes Corrodi (Religionsphilosophie), Martin Forster (Theologie) Abteilungen
Forschen und Entwickeln, Veröffentlichen,Anwenden (Coaching und VBG-Abendschule) Kontakt
Sie können über info@vbginstitut oder www.vbginstitut.ch folgende Newsletter gratis bei uns abonnieren: Instituts-Newsletter, Bulletin aus dem VBG-Institut, Neues aus der VBG-Abendschu­le.
Finanzierung
Für unsere Forschungs- und Publikationstätigkeit sind wir auf Spenden angewiesen. W ir danken Ihnen für Ihre Unterstützung.
Vereinigte Bibelgruppen in Schule, Universität, Beruf, Hauptkasse, 8032 Zürich, Konto 80-41959-5 (Vermerk „Institut“).

Datum: 25.03.2005
Autor: Hanspeter Schmutz
Quelle: VBG-Institut

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Information

Anzeige