Abenteuer

Jesus und das Praktikum

Hineinschauen und schnuppern kann man bei Jesus gleich mehrfach. Denen, die sich in seiner Bewegung einklinken, ermöglicht er zwischendurch ein Praktikum – ohne Sicherheitsnetz, mit garantiertem Überraschungseffekt.

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Jesus und seine Juenger unterwegs
Das Undenkbare passiert täglich beim Mann aus Nazareth. Mit feinem Gespür für echte Frömmigkeit bringt Jesus seine Zuhörer zum Nachdenken. Heuchlern zieht er die Maske vom Gesicht. Frauen und Männer stellen ihr Leben um, weil die Botschaft vom nahen Reich Gottes sie trifft. Einige ziehen mit dem Wanderprediger durchs Land.

Zwölf Anhänger hat er als engsten Jüngerkreis berufen. Wenn ergreifende Predigten und grandiose Wundertaten von Jesus sie faszinieren, sind sie doch in manchen Situationen total überfordert. Kaum auszudenken, was wäre, wenn er nicht mit seiner Weisheit und Heilkraft alles ins Lot brächte…

Selbst predigen und heilen

Heute bringt er die Zwölf gehörig ins Schwitzen: Er macht ihnen klar, dass sie in den nächsten Wochen das selbst tun sollen, was sie an ihm bewundern. Sie sollen zu zweit ausziehen, das Reich Gottes verkündigen und die Kranken heilen. Dazu gibt er ihnen die «Gewalt und Vollmacht über alle Dämonen und die Kraft, Krankheiten zu heilen» (Die Bibel, Lukas, Kapitel 9, Vers 1).

Wie sollen sie das anpacken? Jesus verdeutlicht, dass sie sich ganz in die Abhängigkeit vom Vater im Himmel zu begeben haben. Für Kost und Logis sollen sie nicht sorgen, sondern sich ganz auf die Aufgabe konzentrieren: «Nehmt nichts mit auf den Weg, weder Stab noch Sack, weder Brot noch Geld, auch kein zweites Kleid. Wo ihr in ein Haus eingekehrt seid, da bleibt, und von dort zieht weiter. Und wenn man euch nicht aufnimmt, dann geht fort aus dieser Stadt und schüttelt den Staub von euren Füssen – es soll ihnen ein Zeichen sein!» (Lukas, Kapitel 9, Verse 3-5).

Den Auftrag und die Kraft annehmen

Kein Mensch, kein geistlicher Meister kommt an Jesus heran. Das abenteuerliche Praktikum, das er den Zwölfen mit diesen Worten verordnet, würden wir weder uns zutrauen noch irgendjemand zumuten. Und doch fordert es uns heraus: Gibt es eine Sache, für die ich alles hinter mir lassen würde? Was gäbe ich dran, um einen solchen Auftrag  wahrzunehmen? Würde ich es wagen, ohne Brot und Geld?

Und klar ist: Zu wissen, was Jesus tat und lehrte, ersetzt die Bevollmächtigung durch Jesus nicht. Und diese kann sich einstellen, wenn wir ihm nachfolgen, wenn wir in seiner Spur leben. Von ihm lernen wir, wie mit Dämonen umzugehen ist, und empfangen Kraft. Heute wie vor 2000 Jahren.

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Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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