Römer, Palästinenser, Brite oder Türke?

Einzigartiger Jesus durch EM-Finale erklärt

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Jesus Christus war Jude. Doch bezüglich der Nationalität wird es spannend. Zu seiner Lebenszeit war der Judenstaat römisch besetzt. Heute gehört das Gebiet wieder Israel, während seine Geburtsstadt palästinensisch verwaltet wird. Doch auch die Briten herrschten einst über das Gebiet sowie in osmanischer Zeit die heutige Türkei – diese Nationenvielfalt macht Jesus einzigartig.

Das EM-Finale zwischen Italien und England findet zwischen zwei Nationen statt, zu denen Jerusalem je einmal gehörte. Diese Kombination gab es in der 61-Jährigen Geschichte des Turniers noch nie. Einzig einmal duellierten sich bislang zwei Länder der Bibel: 1968, als Italien (zu biblischer Zeit das Römische Reich) gegen Jugoslawien (wo Missionsreisen des Neuen Testaments hinführten) antrat.

Ein Duell zwischen zwei Nationen, zu denen Jerusalem einst gehörte, wurde bislang noch an keiner Europa-Meisterschaft verzeichnet – dies ist auch nur dann möglich, wenn zwei der Teams aus dem Pool Israel, Türkei, Italien oder England aufeinandertreffen oder bei einer WM noch zusätzlich auf den Iran, Irak, Tunesien, Saudi Arabien, Ägypten oder das palästinensische Nationalteam, welches in der asiatischen Qualifikation seit zwei Jahrzehnten ins Rennen geht und sich doch immerhin auf den 104. Rang in der FIFA-Weltrangliste hervorgearbeitet hat. Aber ein WM-Finale ist sicherlich in nächster Zeit nicht gerade absehbar. Auch an einer WM gab es bislang noch kein Finale zwischen zwei «Jerusalem-Staaten» (England holte den Titel 1966 gegen Deutschland).

Jesus – der Römer

Als Jesus im Nahen Osten zur Welt kam, wurde das Gebiet des vorherigen sowie heutigen Israel vom grimmigen Römischen Reich regiert. Aufrührer und Unruhestifter – und als solche wurden Jesus und seine Jünger angesehen – konnten verfolgt und sogar getötet werden.

Während seines irdischen Lebens befand sich Jesus Christus ausschliesslich auf römischem Boden, auch bei seinem kurzen Exil-Aufenthalt als Baby in Ägypten; denn das Römische Reich erstreckte sich damals über den Nordmaghreb sowie den Norden und Osten des heutigen Landes der Pharaonen.

Jesus – der Brite

Im Dezember 1917 marschierten britische Truppen unter General Edmund Allenby in Jerusalem ein. Nach dem Ersten Weltkrieg bis nach dem Zweiten Weltkrieg stand Jerusalem unter britischer Verwaltung. Rund 40 Jahre lang stand die Hauptstadt des heutigen Israels unter der Mandatsverwaltung der Krone.

Jerusalem, die Stadt, um die Jesus damals weinte, war also auch britisch. Somit stehen nun also zwei der insgesamt vier europäischen Nationen in EM-Finale, zu denen Jerusalem einmal gehörte.

Jesus – der Türke und Palästinenser

Gleich zweimal zählte Jerusalem auch zur Türkei, zunächst unter den Seldschuken und später durch die Osmanen, letzteres für nicht weniger als 401 Jahre. Jesus lebte zwar zu seiner Zeit auf Erden «einzig» auf römischem Boden, seine Stadt aber gehörte später gleich zweimal zur Türkei.

In Bethlehem, der Geburtsstadt von Jesus, wird Christus gerne auch als Palästinenser bezeichnet. Dies weil die Stadt – wenn auch nicht zu Jesu Zeit auf Erden – inzwischen palästinensisch verwaltet wird.

Jesus – der Perser, Saudi, …

Jerusalem blickt auf eine äusserst bewegte Geschichte. Immer wieder fiel die Stadt in die Hände unterschiedlichster Herrscher und Reiche. Die Wirkungsstadt Jesu, dort wo er starb und für uns auferstanden ist, regierten unter anderem die Sassaniden (heutiges Persien), die Saudis (Umayyaden-Reich) und die Ägypter (wo die Mamluke ihre Hauptstadt ansiedelten). Auch die Iraker (zur Zeit der Abbasiden) sowie die Tunesier (während der Fatimiden-Epoche) verleibten sich Jerusalem ein – und damit auch die Historie der ewigen Stadt, die den bekanntesten aller Erdbewohner beheimatet hatte: Jesus.

Gleich wer, wann und wie lange über Jerusalem herrschte: Jesus stammte aus einer jüdischen Familie.

Jesus – dein Retter

Wer mitgezählt hat, kommt auf zehn verschiedene Nationen und Reiche von nicht weniger als drei verschiedenen Kontinenten (!), zu denen die Heimat Jesu seit seiner Geburt, also in den vergangenen 2000 Jahren, zählte – und die Liste ist hierbei noch nicht einmal ganz komplett...

Diese Vielfalt widerspiegelt das Wesen Jesu: Er ist für uns alle gekommen. Nicht für eine Volksgruppe, ein einzelnes Land oder einen Kontinent. Im Gegenteil, er ist für alle als Retter gekommen, die sein Geschenk der Liebe annehmen – gerade auch für Sie.

War Jesus Perser? Oder Iraker? Nein – aber er ist für jeden Menschen aus diesen beiden Ländern gekommen. Unabhängig von der Ethnie oder dem sozialen Status.

Wollen Sie es nicht mit ihm probieren?

Und wenn nun Italien auf England trifft, ist Jesus zwar offiziell als Jude auf römischem Boden geboren – aber die Schrift zeigt klar, dass er ebenso für jeden Menschen aus England, der Schweiz, Österreich, Guadeloupe, Tuvalu, Kiribati und so weiter, der das Geschenk annehmen will, gekommen ist.

Jesus ist nicht einfach eine historische Person, im Gegenteil, er ist bereit, Ihr Leben noch heute zu verändern. Selbst (oder gerade!) wenn Ihr Leben so hin- und hergeworfen wurde wie Jerusalem in der Geschichte, will Jesus da sein für Sie. Hier sind vier einfache Punkte, welche Ihnen den Schritt zu ihm zeigen.

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Datum: 10.07.2021
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

Kommentare

Die Kommentare über Jesus als "Palästinenser" finde ich nicht so gut. Wenigstens wenn man nicht genau erklärt. Ich erinnere mich, dass linke Palästinenserfreunde sagten, dass Jesus Palästinenser sei, mit offensichtlichen Hintergedanken.

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