Auf der Adventsstrasse

Unterwegs zum grossen Licht

An den kürzesten Tagen des Jahres brauchen wir mehr Wärme und mehr Licht. Wenn es Weihnachten nicht gäbe, müsste man es erfinden.

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Der Nachbar hat den Stern von Bethlehem hervorgeholt. Mit meterlangem Schweif schwingt er sich übers Dach. Ein anderer hat ein kalt leuchtendes Reh in seinen Garten gestellt. Die kahlen Bäume vor der Bank und die Glasfassade des Einkaufszentrums sind von Lämpchen überzogen. Lichterketten überall – zur Förderung des Umsatzes.

Die geschmückte Nacht

Und zur Hebung des Wohlbefindens, der Sicherheit. Wir wollen nicht im Dunkeln tappen, nicht stolpern und stürzen. Das ganze Jahr über sind die Räume, in denen wir uns bewegen, nachts mit Elektrizität erhellt, die Strassen beleuchtet. In der Adventszeit tun wir mehr: Wir schmücken die Nacht. Die Lichtlein auf Büschen und Fassaden leuchten im vorweihnächtlichen Betrieb, ohne das Dunkel zu durchdringen oder gar zu vertreiben. In einem gewissen Sinn weisen sie hin auf das grosse Licht, das dies zustande bringt.

Zeit der Sehnsucht

Ist Advent die Zeit der Sehnsucht? Ein unverwüstliches Sehnen nach Wärme, Annahme, Harmonie und Frieden scheint die Dezemberwochen zu durchziehen. Sehnen nach dem Licht, dem grossen, einem Licht, das uns aus dem Zwielicht des Alltags heraus hebt und ins Glück versetzt. (Kaufen wir Geschenke nicht auch, um das Verlangen bei unseren Lieben zu stillen?)
Für das Volk in der Finsternis…

Dieses Sehnen scheint uns mit den Menschen anderer Zeiten zu verbinden. Der Prophet Jesaja, der vor 2700 Jahren in Jerusalem lebte, hat Sätze hinterlassen, die davon sprechen: «Kein Licht schimmert in der Bedrängnis, und ins Dunkel ist man gestossen… Das Volk, das in der Finsternis geht, hat ein grosses Licht gesehen, die im Land tiefsten Dunkels leben, über ihnen ist ein Licht aufgestrahlt» (Die Bibel, Jesaja, Kapitel 8,22; 9,1).

…ein grosses Licht

Was für ein Gegensatz! Da ist keine Aussicht auf Besserung. Und das Volk, das im Dunkeln lebt, zündet das Licht nicht an. Es ist kein Vorhaben, das geplant und erfolgreich verwirklicht wird. Kein Nachbar, der den Stern über seinem Dach fixiert. Dem Volk geht ein grosses Licht auf, über ihm strahlt es auf. Es ist nicht unser gemachtes Licht, sondern das von Gott geschenkte. Wir erzeugen es nicht – wir sehen es.

Das wahre Licht – für alle

Das grosse Licht ist – Jesus Christus. Das Neue Testament der Bibel folgt auf das Alte, in dem Propheten wie Jesaja ansagten: Das Sehnen nach dem grossen Licht, dem Heilsbringer, dem Friedensstifter und Versöhner wird erfüllt! Das Neue Testament zeigt, wie es sich erfüllt: durch Jesus. Er, dessen Geburt wir an Weihnachten feiern, ist Gottes Geschenk an die Menschheit. Johannes, der mit Jesus unterwegs war, schreibt: «Er war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der zur Welt kommt» (Johannes, Kapitel 1,9).

Nehmen Sie sich im Advent Zeit, dieses Licht zu suchen und zu schauen. Nehmen Sie sich Zeit, den Glanz dieses Lichtes, das Jesus Christus ausstrahlt, zu suchen und in ihm zu verweilen. Lesen Sie die Abschnitte in der Bibel, in denen es auf die Geburt von Jesus zugeht (Matthäus und Lukas, Kapitel 1). Jesus ist der Schlüssel zum Glück, im Advent und darüber hinaus.

Datum: 07.12.2012
Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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