Karriere mit Jesus

Auf der Leiter

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Zielstrebige Arbeit und vielfältige Erfahrungen ebnen den Weg nach oben. Geld und Prestige, Handlungsspielräume, Freiheiten und Macht reizen. Und wenn die Verantwortung auf der Strecke bleibt? Jesus hatte dazu etwas zu sagen.

Gut ausgebildet und selbstbewusst, nehmen sie ihre Chancen wahr. Das Schweizer Fernsehen hat dieser Tage junge Schweizer Fachkräfte portraitiert. Sie wissen, was sie wollen, und planen ihre nächsten Karriereschritte. Unausgesprochen blieb im SF-Beitrag, was sie motiviert. Doch darauf kommt es an. Wir haben genug von der Selbstbezogenheit und Gier, die im Griff nach Boni grelle Blüten treibt.

Anvertraut

Jesus stellt die Verantwortung ins Zentrum. In jeder Tätigkeit ist uns etwas anvertraut: dem Banker Kapital, der Lehrerin Schüler, dem Bauern Felder und Tiere, dem Topmanager zehntausende Arbeitnehmer, allen Abgasproduzenten miteinander die Biosphäre. Je mehr Güter und Menschen uns anvertraut sind, desto genauer wird in unseren Breitengraden hingeschaut: Wie gibt er, wie gibt sie Rechenschaft für den Umgang mit dem Anvertrauten?

Verbindlichkeit

Die Perspektive von Jesus ist noch umfassender als der ökologische Fussabdruck: Wir sind Gott gegenüber verantwortlich; ihm werden wir einmal Rechenschaft geben. Jesus wird an diesem Punkt sehr grundsätzlich: Gott erwartet Verbindlichkeit und Treue – weil er selbst so ist, weil bei ihm Reden und Tun vollkommen übereinstimmen. Treue und verantwortliches Verhalten brauchen Trainingsgelegenheiten. «Wer im Kleinsten treu ist, ist auch im Grossen treu. Und wer im Kleinsten untreu ist, ist auch im Grossen nicht treu» (Die Bibel, Lukas-Evangelium, Kapitel 16, Vers 10). Wie so oft nimmt Jesus hier kein Blatt vor den Mund: «Kein Knecht kann zwei Herren dienen», sagt er in diesem Zusammenhang. «Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon» (Lukas 16,13).

Treue trainieren

Treue als verantwortliches Verhalten muss trainiert werden. Interessanterweise geschieht dies für Jesus mit Franken, Dollars und Pfunden: «Wenn ihr mit dem ungerechten Mammon nicht treu gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?» (Lukas 16,11).

Wachsen in der Verantwortung

Da eröffnet Jesus ganz eigene «Karriere»-Perspektiven. Das «wahre Gut», das Gott bewährten Verwaltern anvertrauen will, ist offenbar aus einem anderen Stoff als dem irdischen. Jesus meint nicht Aktien-Portefeuilles und Immobilien. Im Gespräch mit seinen Anhängern (Matthäus 19,28; 24,47; 25,21) deutet er mehrfach an, dass er Diener sucht, die sich trainieren lassen und treu tun, was ihnen aufgetragen wird. Dies qualifiziert sie, später in seinem Reich, wenn es auf eine neuen Erde ankommt, Verantwortung zu übernehmen: als Verwalter des «wahren Guts».

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Datum: 03.05.2012
Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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