Jesus und der Zweifel

Die beste Nachricht – kaum zu glauben

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Wirklich gute Nachrichten, die unser Leben im positiven Sinn auf den Kopf stellen, sind selten. Das sollte uns nicht abhalten, ihnen Glauben zu schenken. Jesus ist bereit nachzuhelfen.

Der Strom der Nachrichten in den Medien reisst nicht ab. Sie gewöhnen uns an den Gang der Dinge; so dass wir gewisse Ereignisse als ungewöhnlich oder unwahrscheinlich – oder unmöglich – ansehen. Kaum zu glauben war eine Nachricht am 28. Mai 1987. Der kalte Krieg war noch nicht zu Ende, der Ostblock starrte vor Waffen; an der Grenze wurde geschossen. Da flog Mathias Rust, ein deutscher Sportpilot, mit seinem Kleinflugzeug nach Osten, und dies ohne Bewilligung oder Ankündigung. Schliesslich landete er unbehelligt – auf dem Roten Platz in Moskau. Glauben mochte man die Geschichte erst, als die Medien das Bild der Cessna mit dem Kreml im Hintergrund verbreiteten.

Jesus – fertig, Ende

Wer zweifelt, hat prominente Vorläufer. Thomas gehört zu den engsten Freunden von Jesus, zum Kreis der zwölf Männer, die ihn ständig begleiten. Bis zu der finsteren Nacht, in der Jesus sich verhaften lässt. Thomas kann als der Grübler und Zweifler im Zwölferkreis gelten. Doch dass Judas, einer von ihnen, den Meister an die Feinde verraten würde, hätte er nicht für möglich gehalten. Dass Jesus sich fesseln und abführen, sich verhöhnen, verurteilen und hinrichten lässt, gibt ihm den Rest. Anhängerinnen haben ihn begraben. Alle Hoffnungen, die Thomas in Jesus setzte, haben sich zerschlagen. Tot ist er, wie einer nur tot sein kann.

Nicht dabei

Was soll nun, zwei Tage später, die Aufregung? Am Boden zerstört, haben sich die Anhänger von Jesus verkrochen. Thomas geht seine eigenen Wege, um mit der Katastrophe fertigzuwerden. So verpasst er, was die anderen erleben: Nachdem ihnen berichtet worden ist, das Grab sei leer und Frauen hätten Jesus lebendig gesehen, tritt einer durch die verschlossene Tür in ihr Versteck. Jesus?! Ist er es? «Friede sei mit euch!» sagt er und zeigt seine Hände. Sie sehen – erst mit ungläubigen Augen – die Wunden von den Nägeln, mit denen er ans Kreuz geschlagen wurde, und die Seite des Körpers, in die ein Folterer seinen Speer stiess. Jesus – er muss es sein…

«Das glaube ich nicht»

Thomas kann es nicht glauben. Sie haben ihm erregt geschildert, wie der Meister sich ihnen gezeigt hat. Und wieder verschwunden ist. Nein, sagt Thomas, ihr überzeugt mich nicht. Leiden die Freunde unter Halluzinationen? «Wenn ich nicht selbst in seinen Händen die Stelle sehe, wo die Nägel hindurchgeschlagen wurden, und meinen Finger auf diese Stelle legen kann und mit meiner Hand seine Seitenwunde anfassen kann, dann werde ich es nicht glauben!» (Die Bibel, Johannes 20,25*).

«Komm, fass meine Seite an»

Acht Tage später passiert es. Die Freunde harren im Versteck aus, weil sie nicht weiter wissen. Thomas ist auch da. Plötzlich steht Jesus unter ihnen und wünscht ihnen Frieden wie beim ersten Mal. Dann wendet er sich Thomas zu. «Komm her mit deinem Finger, an diese Stelle, und schau dir meine Hände genau an! Komm mit deiner Hand und fass meine Seite an! Sei nicht ungläubig, sondern vertraue!» Thomas tut es, er berührt den Körper, der sich anders anfühlt und doch Körper ist, er blickt Jesus in die Augen und sagt: «Du bist mein Herr – und mein Gott!»

Echt glücklich…

Jesus ist noch nicht fertig mit ihm. Eine Mahnung gehört sich für den Zweifler: «Weil du mich mit deinen eigenen Augen gesehen hast, glaubst du. Doch richtig glücklich können die sein, die vertrauen, ohne etwas zu sehen!» (Johannes 20,26-29).

Gleicht unsere Situation derjenigen von Thomas? Wir sind auch nicht dabei gewesen am ersten Tag, nicht bei der zweiten Erscheinung. Die Nachricht, dass Jesus stärker ist als der Tod, ist mit Abstand die beste Nachricht. Die beste – wenn wir uns auf sie einlassen.

* Die Bibelstellen sind zitiert nach: Das Buch, Neues Testament, übersetzt von Roland Werner

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Datum: 12.04.2012
Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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