Wende zum Besseren

Jesus und der Schuldenschnitt

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Schulden machen, bis es nicht mehr geht – und dann ein Schuldenschnitt? In dieser Sache hat Jesus ein gehöriges Wort mitzureden.

Schulden haben es in sich, wie ein süsses Gift, zu dem man noch so gern greift – bis es lähmt. Um den Euro zu retten, haben die Politiker des Währungsraums von den Geldgebern einen Schuldenschnitt erzwungen. Griechenland werden auf einen Schlag viele Milliarden erlassen. Man hofft, dass das Land – vom erdrückenden Teil der Last befreit – wieder atmen und sich aufrappeln kann.

Unbezahlbar

Schulden in astronomischer Höhe – und dann ein radikaler Schnitt: Jesus erzählt die Geschichte eines Mannes, der vor seinem König antraben und eine unbezahlbare Schuld eingestehen muss. Zu der Zeit werden solche Schuldner, sie selbst und ihre Familie, als Sklaven verkauft. Und genau das ordnet der König an. Der Mann ist verzweifelt: «Da warf sich der Knecht vor ihm auf die Knie und flehte: Hab Geduld mit mir, und ich werde dir alles zurückzahlen!» (Die Bibel, Matthäus, Kapitel 18, Vers 26).

Ganz frei!

Eine Absicht, die der Mann nicht verwirklichen kann, nicht in hundert Leben. Die Lage ist aussichtslos. Doch der König «hatte Mitleid mit jenem Knecht und liess ihn gehen, und die Schuld erliess er ihm». Nicht bloss Schuldenschnitt, sondern Erlass! Der König ist souverän und reich; er kann auf die Forderung verzichten und den Ausfall verkraften.

Auch im Kleinen vergeben

Die Geschichte ist ein Gleichnis. Jesus geht es um die Schuld, die Menschen im Umgang miteinander und in Gottes Augen aufhäufen. «Wie oft muss ich einem vergeben, der immer wieder an mir schuldig wird? Bis zu siebenmal?» hat einer ihn gefragt (Matthäus 18, 21). Die überraschende Antwort von Jesus: Nicht sieben, sondern siebzig und sieben Mal! Zur Begründung erzählt er vom König, der die Riesenschuld ganz erlässt. Der König ist Gott. Wenn Gott den Menschen die Schuld ganz vergibt, dürfen sie sich nicht weigern, einander zu vergeben. Das Mitleid, das zum grossen Schuldenerlass führt, muss auch im Kleinen zum Tragen kommen.

Heraus aus dem Schuldensumpf

Die Zitterpartie um die «Rettung» Griechenlands ist ein Fingerzeig auf Gott. Gott ist nicht nur unvorstellbar reich, sondern auch barmherzig. Er meint es so gut, dass er uns Menschen den Erlass der ganzen Schuld anbietet. Der Schuld, die wir mit Gedanken, Worten und Handlungen aufhäufen. Aus diesem Schuldensumpf, in dem alle Menschen stecken, aus dieser Sklaverei führt der Rettungsplan von Gott heraus: Jesus sagt von sich selbst, dass er gekommen ist, um sein Leben «hinzugeben als Lösegeld für viele» (Matthäus 20,28).
Jesus redet also nicht nur von Schuld und Schuldenschnitt, sondern setzt sein Leben dafür ein. Er gibt sich selbst dran, um den Erlass der ganzen Schuld zu erwirken. Darin liegt die Rettung – und es gibt keine bessere Aussicht, als befreit von Schuld in den heutigen Tag hineinzugehen.

Zum Thema:
Jesus entdecken, der Schuld erlässt

Buch zum Thema «Schulderlass durch Jesus»:
3:16 – Das Versprechen


Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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