Um denen, die an ihn glauben, ewiges Leben zu geben

Fünfzig Gründe, warum Jesus kam, um zu sterben (19).

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Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Johannes 3,16

In den schönsten Zeiten unseres Lebens wollen wir nicht sterben. Den Wunsch zu sterben haben wir nur, wenn unser Leiden unerträglich zu sein scheint. Was wir in diesen Zeiten wirklich wollen, ist nicht der Tod, sondern Erleichterung. Wir würden gerne wieder gute Zeiten erleben. Wir wünschen uns, keine Schmerzen mehr zu haben. Wir wünschen uns, dass unsere verstorbenen Liebsten wieder lebendig wären. Wir wollen Leben und Glück.

Wir machen uns selbst etwas vor, wenn wir den Tod als den Höhepunkt eines gut gelebten Lebens romantisieren. Er ist unser Feind. Er trennt uns von allen wunderbaren Freuden dieser Welt. Wir geben dem Tod allerlei hübsche Namen, weil wir keine andere Wahl haben. Der Vollstrecker, der uns den Gnadenstoss gibt, ist nicht die Erfüllung unserer Sehnsucht, sondern das Ende der Hoffnung. Das Herz sehnt sich danach, zu leben und glücklich zu sein.

Gott hat uns so gemacht. «Er hat auch die Ewigkeit in ihr Herz gelegt» (Prediger 3,11). Wir sind nach dem Bilde Gottes geschaffen, und Gott liebt das Leben und er lebt ewig. Wir sind geschaffen worden, um ewig zu leben. Und das werden wir auch. Das Gegenteil vom ewigen Leben ist nicht Vernichtung. Es ist die Hölle. Mehr als jeder andere sprach Jesus von der Hölle.

Er sagte ganz klar, dass man, wenn man das ewige Leben, das er anbietet, ablehnt, nicht vernichtet wird, sondern in den Qualen des Zornes Gottes endet: «Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben, wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm» (Johannes 3,36). Das sagt Johannes der Täufer.

Und dieser Zorn wird ewig dauern. Jesus sagte: «Und diese werden hingehen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben» (Matthäus 25,46). Das ist die entsetzliche Wirklichkeit und zeigt, wie sehr Gott mit böser Gleichgültigkeit und Verachtung behandelt wird. Daher warnt uns Jesus: «Und wenn dein Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes einzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden, 'wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt'» (Markus 9,47-48).

Ewiges Leben ist nicht bloss die Verlängerung dieses Lebens mit seiner Mischung aus Leid und Vergnügen. So wie die Hölle das schlimmste Ende dieses Lebens sein kann, so ist «ewiges Leben» das beste Ende. Das ewige Leben, in dem es weder Sünden noch Traurigkeit gibt, ist das höchste und ewig währende Glück. Alles, was in dieser gefallenen Schöpfung böse und schädlich ist, wird weggenommen werden. Alles Gute – alles, was echtes und beständiges Glück bringt – wird bewahrt und gereinigt und verstärkt.

Wir werden verändert, so dass wir in der Lage sind, solche Ausmasse eines Glücks zu erleben, das in unserem Leben undenkbar wäre. «Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, hat Gott denen bereitet, die ihn lieben» (1. Korinther 2,9). Das gilt für jeden Moment unseres Lebens, jetzt und für immer: Für diejenigen, die Christus vertrauen, kommt das Beste noch. Wir werden die allumfassende selig machende Herrlichkeit Gottes sehen. «Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, den du gesandt, Jesus Christus, erkennen» (Johannes 17,3). Dafür hat Christus gelitten und ist gestorben. Warum sollten wir ihn nicht als unser kostbares Gut freudig annehmen – und leben?

Christus litt und starb … Um uns aus der gegenwärtigen Welt herauszureissen


Autor: John Piper
Quelle: Die Passion Jesu Christi

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