Um uns aus der gegenwärtigen Welt herauszureissen

Fünfzig Gründe, warum Jesus kam, um zu sterben (20).

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… der sich selbst für unsere Sünden hingegeben hat, damit er uns herausreisse aus der gegenwärtigen bösen Welt nach dem Willen unseres Gottes und Vaters.
Galater 1,4
 
Bis wir sterben oder bis Christus wiederkommt, um sein Reich aufzurichten, leben wir in dieser «gegenwärtigen bösen Welt». Wenn daher die Bibel sagt, dass Christus sich selbst hingegeben hat, um uns aus «der gegenwärtigen bösen Welt herauszureissen», dann heisst das nicht, dass er uns nicht von dieser Welt wegnehmen wird, sondern dass er uns von der Macht des Bösen retten wird. Jeus betete für uns: «Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt wegnimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen» (Johannes 17,15).

Der Grund, warum Jesus um Bewahrung vom «Bösen» bittet, ist, dass «dieses gegenwärtige böse Zeitalter» das Zeitalter ist, in dem Satan die Freiheit gegeben wurde, zu betrügen und zu zerstören. Die Bibel sagt: «Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen» (1. Johannes 5,19). Diesen «Bösen» nennt man auch «Gott dieser Welt» und sein Hauptziel ist es, die Menschen für die Wahrheit blind zu machen. «Den Ungläubigen, bei denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, damit sie den Lichtglanz des Evangeliums von der Herrlichkeit des Christus, der Gottes Bild ist, nicht sehen»(2. Korinther 4,4).

Solange wir nicht aus unserem verfinsterten geistlichen Zustand aufwachen, leben wir in Übereinstimmung mit dem «gegenwärtigen bösen Zeitalter» und seinem Herrscher. «Einst wandelten wir gemäss dem Zeitlauf dieser Welt, gemäss dem Fürsten der Macht der Luft, des Geistes, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt» (Epheser 2,2). Ohne zu wissen waren wir Lakaien des Teufels. Was wie Freiheit aussah, war in Wirklichkeit Gefangenschaft. Die Bibel hat zum Wahnsinn, den Vergnügungen und den Süchten des 21. Jahrhunderts deutliche Worte: «Sie versprechen ihnen Freiheit, während sie selbst Sklaven des Verderbens sind; denn von wem jemand überwältigt ist, dem ist er auch als Sklave unterworfen» (2. Petrus 2,19)

Der widerhallende Freiheitsruf in der Bibel ist: «Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes» (Römer 12,2). Mit anderen Worten, seid frei! Lasst euch von den Gurus dieses Zeitalters nicht täuschen. Heute sind sie noch hier und morgen schon wieder gegangen. Eine versklavende fixe Idee folgt der nächsten. In dreissig Jahren werden Tätowierungen nicht mehr ein Zeichen der Freiheit sein, sondern unauslöschliche Andenken an soziale Anpassung.

Angesichts der Ewigkeit ist die Weisheit dieses Zeitalters Torheit. «Niemand betrüge sich selbst! Wenn jemand unter euch meint, weise zu sein in dieser Welt, so werde er töricht, damit er weise werde. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott» (1. Korinther 3,18-19). «Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit» (1. Korinther 1,18). Was ist denn dann in dieser Welt die Weisheit Gottes? Der erhabene, befreiende Tod Jesu Christi. Die ersten Jünger Jesu sagten: «Wir predigen Christus als gekreuzigt … Gottes Kraft und Gottes Weisheit» (1. Korinther 1,23-24).

Als Christus ans Kreuz ging, befreite er Millionen von Gefangenen. Er entlarvte die Lüge des Teufels und zerschlug seine Macht. Das meinte er, als er am Abend vor der Kreuzigung sagte: «Jetzt ist das Gericht dieser Welt; jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden» (Johannes 12,31). Folgen Sie nicht einem besiegten Feind. Folgen Sie Christus. Das hat einen hohen Preis. Sie werden in dieser Welt ein Verbannter sein – aber Sie werden frei sein.

Christus litt und starb … Um uns mit Gott zu versöhnen


Autor: John Piper
Quelle: Die Passion Jesu Christi

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