Um uns freimütigem Eintritt in das Heiligtum zu geben

Fünfzig Gründe, warum Jesus kam, um zu sterben (24).

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Stiftshütte
Durch das Blut Jesu haben wir nun Freimütigkeit zum Eintritt in das Heiligtum.
Hebräer 10,19
 
Eins der grössten Geheimnisse des Alten Testaments war die Bedeutung des Zeltes, das man «Stiftshütte» nannte und in dem die Israeliten Gott anbeteten. Dieses Geheimnis wurde im Alten Testament nu andeutungsweise gelüftet. Als das Volk Israel aus Ägypten auszog und am Berg Sinai ankam, gab Gott Mose genaue Anweisungen, wie man dieses mobile Anbetungszelt samt Einzelteilen und Einrichtung bauen sollte. Das geheimnisvolle daran war der Befehl: «Und sie zu, dass du alles nach ihrem Urbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist (2. Mose 25,40).

Als Christus 1400 Jahre später auf diese Welt kam, wurde klarer, dass dieses «Urbild» der alten Stiftshütte ein «Abbild» oder «Schatten» der himmlischen Dinge war. Die Stiftshütte war eine irdische Darstellung himmlischer Wirklichkeit. So lesen wir im Neuen Testament: «[Die Priester dienten] dem Abbild und Schatten der himmlischen Dinge, wie Mose eine göttliche Weisung empfing, als er im Begriff war, das Zelt aufzurichten; denn 'siehe', spricht er, 'dass du alles nach dem Muster machst, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist'» (Hebräer 8,5).

Also weist im alttestamentlichen Gottesdienst Israels alles auf etwas Grösseres hin. So wie es auch in der Stiftshütte ein «Allerheiligstes» gab, wohin die Priester wiederholt das Blut der Tieropfer brachten und Gott begegneten, so gibt es auch im Himmel ein «Allerheiligstes» der Gegenwart Gottes, wo Christus mit seinem eigenen Blut hineingegangen ist, und zwar nicht wiederholt, sondern ein für allemal.

Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das grössere und vollkommenere Zelt – das nicht mit Händen gemacht, das heisst nicht von dieser Schöpfung ist – und nicht mit Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden (Hebräer 9,11-12).

Das bedeutet, dass für uns der Weg geöffnet wurde, um mit Christus in die allerheiligste Gegenwart Gottes zu treten. Früher durften nur die jüdischen Priester in das «Abbild» und den «Schatten» dieser Plätze hineingehen. Nur der Hohepriester durfte einmal im Jahr ins Allerheiligste, wo ihm die Herrlichkeit Gottes erschien (Hebräer 9,7). Es gab einen trennenden Vorhang, der den Zutritt ins Allerheiligste verwehrte. Die Bibel berichtet, dass in dem Augenblick, als Christus am Kreuz seinen letzten Atemzug tat, «der Vorhang des Tempels in zwei Stücke zerriss, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen und die Grüfte taten sich auf» (Matthäus 27,51).

Was bedeutete das? Die Bibel erklärt es uns: «Wir haben nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit zum Eintritt in das Heiligtum, den er uns bereitet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang – das ist sein Fleisch»(Hebräer 10,19-20). Ohne Christus hätte die Heiligkeit Gottes vor uns abgeschirmt werden müssen. Er wäre entehrt und wir wären wegen unserer Sünden vernichtet worden. Aber durch Christus dürfen wir uns ihm jetzt nähern und unsere Herzen können sich an der Fülle der strahlenden Herrlichkeit von Gottes Heiligkeit erfreuen. Er wird nicht entehrt. Wir werden nicht vernichtet. Weil Christus uns vollständig schützt, wird Gott geehrt und wir bleiben in Ehrfurcht davor stehen. Daher können Sie ohne Angst kommen. Aber kommen Sie mittels Christus.

Christus litt und starb … Um für uns zu dem Ort zu werden, wo wir Gott begegnen können


Autor: John Piper
Quelle: Die Passion Jesu Christi

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