Teresas Zeugnis

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1 Teresa war eine gebildete spanische Dame, die während der politischen Unruhen in Spanien ausgewandert war. Sie war von Nonnen unterrichtet worden und hatte sich vorgenommen, niemals von ihrem Glauben und ihrer Kirche zu lassen. Sie hatte viele Sorgen zu ertragen, doch brachten diese sie nicht näher zum Herrn; eher verhärteten sie ihr Herz.

Von ihrer Luxuswohnung aus blickte sie auf eine Reihe von Hütten, die hinter ihrem Haus standen, und in denen Leute in tiefster Armut hausten. Dieser Anblick ärgerte sie, weil es ihr ästhetisches Empfinden beleidigte. Doch eine Familie zog ihr Interesse auf sich. Sie wusste, dass der Mann am Hafen arbeitete. Auch konnte sie sehen, wie ärmlich der Tisch für die sechsköpfige Familie gedeckt war. Doch dankten sie stets dem Herrn dafür und sangen mehrere Lieder vor dem Essen. Das machte auf sie grossen Eindruck.
Mit der Zeit lernte sie die Familie besser kennen, und diese wiederum versäumte es nicht, von ihrem geliebten Retter Zeugnis abzulegen. Doch fühlte sie sich bald irritiert und sagte, sie wolle nichts mehr davon hören; sie sei römisch-katholisch und werde immer römisch-katholisch bleiben.

Nicht lange danach zog Doña Teri in eine andere Wohnung. Sie war froh, diese Leute, die immerzu von dem Herrn Jesus sprachen, los zu sein. Doch Don Roberto bekam heraus, wo sie jetzt wohnte, und es dauerte nicht lange, bis er bei ihr an die Tür klopfte und ihr wiederum den Heiland bezeugte. Siebzehn Jahre lang ging diese Familie ihr nach und erzählte ihr von dem, der sie erretten und bewahren und ihr Herz zur Ruhe bringen könnte. Doch sie weigerte sich standhaft. Weiterhin ging sie regelmässig zur Beichte und zur Messe und wollte sich nicht vor dem Herrn Jesus demütigen.

Schliesslich nahm sie eine Einladung zu einer Versammlung an, auf der ein gelehrter und hochgebildeter Argentinier sprechen sollte. Sie war vom Gesang und der Freundlichkeit der Menschen beeindruckt, vor allem aber vom Wort Gottes, das sie zu hören bekam. Als sie an jenem Abend nach Hause ging, dachte sie über ihr ganzes Leben nach; wie es ihr bisher ergangen war und welche Befriedigung ihr der Glaube an die römisch-katholische Kirche gegeben hatte. Ihr wurde klar, dass alles, was sie suchte, in einer Begegnung mit dem Herrn Jesus zu finden war, und so nahm sie Ihn an jenem Abend an.

Schon bald begann sie, den Nachbarn links und rechts neben ihr von ihrem Glauben zu erzählen. Sie liess sie wissen, der Herr sei numero uno in ihrem Leben. Schon nach kurzer Zeit kamen beide Familien zur Erkenntnis des Herrn, und dieser Segen ergoss sich weiter auf deren Verwandte und Bekannte. Das Netzwerk breitete sich aus, und eine grosse Schar von Menschen wurde der Gemeinde zugetan.

Fortsetzung: Zacharias findet den Heiland

1 Wie Dorothea Harris aus Tehuacan, Mexiko, berichtet hat.


Autor: William Mac Donald
Quelle: Ein Gott der Wunder tut

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