Johans Geschichte

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Meet Johan, ein Holländer, wuchs in einem bibelgläubigen Elternhaus auf. Wegen einer Reihe geschäftlicher Rückschläge musste er für die elterliche Familie das nötige Geld verdienen. Diesem Druck war er nicht gewachsen; so kam er schliesslich mit blutenden Magengeschwüren ins Krankenhaus und musste dort behandelt werden. Der Arzt sagte zu seinem Vater: "Sehen Sie, Ihr Sohn ist für die Freiheit geschaffen. Lassen Sie ihn ziehen." Dass der Arzt dieses sagte, war seltsam, aber es stimmte. Johan liebte die Freiheit mehr als alles andere; doch er war überzeugt, Christus und Freiheit passten nicht zusammen. Nun begann er also zu reisen.

Einmal kam er in die Wüste im Süden von Israel, nahe beim Roten Meer. In der Nähe der Stadt Eilat baute er sich eine kleine Hütte. Nachts blickte er zum Sternenhimmel auf und erkannte: "Ja, es gibt einen Schöpfer." Er war fasziniert.

Eines Tages hockte er im Schatten und sah die Schiffe vorüberziehen. Da kam ihm der Gedanke: "Das wär's. Wenn ich nur die ganze Welt bereisen könnte, dann würde ich zufrieden werden." In diesem Augenblick kam ein Fremder und setzte sich zu ihm. Zu seiner Verwunderung stellte er fest, dass dieser ebenfalls Holländer war und John hiess. Johan erzählte, wie gern er um die Welt reisen möchte, um Zufriedenheit zu finden. Sein Gegenüber sagte: "Ich bin zweimal um die Welt gefahren, aber man kommt aus dem alten Gleis nicht heraus. Und Zufriedenheit findet man auch nicht. Ich habe aber jemanden entdeckt, der mich zufrieden macht, und der heisst Jesus. Ich war katholisch und habe nie einen Blick in die Bibel geworfen. Dann schenkte mir jemand eine englische Bibel, und ich begann sie zu lesen. So gelangte ich zur Wahrheit in Jesus Christus." Als Johan ihm in die Augen sah, wusste er, dass John die Wahrheit sagte. Im weiteren Gespräch stellte sich heraus, dass John erst vor einem Monat gläubig geworden war.

An diesem Abend wollte Johan seine Hütte ein wenig schmücken. Er meinte, eine Weltkarte sei dafür gut geeignet; so suchte er in seinem Reisesack nach einer Karte. Stattdessen fand er eine Bibel, die seine Mutter ihm eingesteckt hatte. Ein Vers sprang ihm in die Augen. Es war Galater 5,1: "Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht; steht nun fest und lasst euch nicht wiederum unter einem Joch der Knechtschaft halten."

Es dauerte noch eine Weile, bis Johan einsah, dass er die falsche Sichtweise hatte. Es ging ihm mehr um Freiheit als um den richtigen Herrn. So tat er Busse für seine Sünden und nahm den Herrn Jesus persönlich an. Interessanterweise haben John und Johan seither mehr als dreiundzwanzig Jahre lang zusammen in der Wüste ihren Dienst getan und jedem, der es hören wollte, von dem Einen gesagt, der sie von der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht berufen hat.

Fortsetzung: Zusammenfassung


Autor: William Mac Donald
Quelle: Ein Gott der Wunder tut

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