«Antiquiertes Weltbild»

Ist die Bibel wissenschaftlich überholt?

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Moderne Entdeckungen würden das Weltbild der Bibel ersetzen, wird oft argumentiert. Es habe ausgedient. Aber welches «Weltbild» hat die Bibel überhaupt?

Die Bibel ist kein wissenschaftliches Lehrbuch. Sie will nicht in technischen Ausdrücken die natürlichen Welt erklären, sondern Gottes Plan und seine Beziehung zum Menschen darlegen. Darin ist die Natur eingeschlossen, doch aus einer anderen Perspektive.

Vom untechnischen Beobachter geschrieben

Die biblischen Beschreibungen von der Natur sind weder wissenschaftlich noch unwissenschaftlich, sondern in untechnischen, dafür allgemeinverständlichen Worten gehalten, so dass auch der einfachste Leser ihnen folgen kann. Sie sind damit aus wissenschaftlicher Sicht nicht unkorrekt; aber sie sind vom Standpunkt und in der Sprache eines untechnischen Beobachters geschrieben.

Als die Bibel abgefasst wurde, kursierten viele phantasievolle Vorstellungen von der Welt. So berichtet der grosse Schöpfungsbericht der Babylonier von mehreren Göttern gleichzeitig, die die Welt erschaffen hätten. Nach dem schlicht und erhaben wiedergegebenen Bericht im 1. Buch Mose ist es allein der Gott Jahwe. Die Veden, die heiligen Schriften der Inder, lehren, der Mond sei etwa 250.000 Kilometer weiter entfernt als die Sonne und scheine mit seinem eigenen Licht. Ferner sei die Erde flach und dreieckig, und Erdbeben würden durch Elefanten verursacht, die sich unter ihr schütteln.

Keine seltsamen Vorstellungen

Selbst die gelehrten griechischen Philosophen hatten aus heutiger Sicht aberwitzige Anschauungen von Licht, Schöpfung und Kosmos. Der Astronom Ptolemäus im 2. Jahrhundert dachte, die Erde sei flach. Wir schütteln bei solchen Aussagen den Kopf und finden sie zu Recht lächerlich. Doch bedenken wir, dass es in der Bibel keinerlei derartigen phantasievollen Vorstellungen gibt. Ihre Sicht von Schöpfung, Natur und Gott ist einzigartig und steht nicht im Widerspruch zu heutigen Erkenntnissen. Beide, Bibel und Wissenschaft schliessen einander nicht aus, sondern betrachten die Welt einfach aus verschiedenen Blickpunkten.

Eine interessante Feststellung ist immerhin, dass die moderne Wissenschaft eigentlich auf der Wahrheit der Bibel beruht. Die Tatsache, dass es einen Gott gibt, der ein geordnetes Universum schuf und entwarf, liess frühe Gelehrte wie Johannes Kepler oder Icaac Newton, nach bestimmten wissenschaftlichen Gesetzen forschen, um diese Ordnung zu erklären. Statt die Grundlagen der biblischen Autorität anzugreifen, muss die Wissenschaft vielmehr grade dort ihre Wurzeln suchen.
 


Autor: Josh McDowell
Quelle: Das kann ich nicht glauben (CLV-Verlag), Bearbeitung: Jesus.ch

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