Es steht geschrieben: Die Welt ist eine Kugel

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Auf der einen Seite ist es Tag, auf der anderen Nacht. Das steht schon so die Bibel.
Von wegen Scheibe: In der Bibel wird die Erde als eine Kugel beschrieben. Das Buch der Bücher vermittelt damit die moderne Sichtweise der Naturwissenschaft.

Die biblischen Autoren verwendeten nicht die damalige Kosmologie. Sondern liberale Theologen interpretierten umgekehrt die Vorstellungen des Alten Orients in biblische Texte hinein. Zum Beispiel, dass die Erde eine Scheibe sei, von Wasser umflossen.

Nur wenige Stellen der Bibel reichen aus, um zu zeigen, wie wirklichkeitsgetreu ihre jahrtausendealten Aussagen sind. In Hiob 26,7 steht: «Er spannt den Norden aus über der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts.» Die Erde schwimmt also weder auf einem Urozean, wie antike Mythen lehren, noch steht sie auf einer festen Unterlage. Sondern sie schwebt frei in einem sie umgebenden Hochvakuum.

Die Erde ist eine Kugel

Auch über die Form der Erde äussert sich die Bibel verschiedentlich, auch wenn dieser Inhalt bei den betreffenden Aussagen nicht im Vordergrund steht. Ein Beispiel ist Jesaja 40,22: «Er ist es, der da thront über dem Rund der Erde.» Im Hebräischen steht «chug», was soviel heisst wie «Kreis» oder «Kugel».

Die sphärische Gestalt der Erde kommt in den Texten über die Wiederkunft von Jesus deutlich zum Ausdruck. Im Lukas-Evangelium heisst es: «In jener Nacht werden zwei Menschen in einem Bett schlafen; der eine wird weggenommen, der andere wird zurückbleiben. Zwei Frauen werden in der Mühle zusammen mahlen; die eine wird weggenommen, die andere wird zurückbleiben.» (Lukas 17,34-36)

Jesus erscheint also plötzlich und für alle Menschen gleichzeitig sichtbar. Von denen liegen aber manche im Bett, andere sind bei der Arbeit. Für die einen ist also Tag, für die anderen Nacht. Das setzt eine kugelförmige Erde voraus, denn es werden unterschiedliche Position auf einer rotierenden Weltkugel beschrieben.

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Autor: Werner Gitt

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