Geisterstadt New Orleans – ein Hinweis auf die Bibel?

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Der Hurrikan Gustav trieb die Einwohner von New Orleans (USA) in die Massenflucht.
Die Bibel spricht von einer Endzeit, einem Umbruch, bevor Jesus wiederkommt. In dieser Zeit würden sich die Naturkatastrophen mehren. Das halbwegs verschont gebliebene New Orleans kann dafür ein Beispiel sein.

Das Wort Endzeit trügt; es bezeichnet nämlich nicht das Ende, sondern einen Doppelpunkt: Dem äußeren Niedergang folgt laut den biblischen Berichten ein gigantischer Neuanfang: Jesus Christus kommt wieder und richtet sein Friedensreich auf. Jesus selber und verschiedene Propheten in den Jahrhunderten vor ihm sprachen aber von «Zeichen der Zeit», an denen dieses Geschehen abzulesen sei.

Gewaltige Erdbeben werden in Markus 13,8 vorausgesagt, und in Lukas 21,11 ist von «grossen Zeichen am Himmel» die Rede. Diese Vorhersagen sind rund 2000 Jahre alt. Heute sprechen ständig von immer noch grösseren Hurrikans und Erdbeben. «Jahrhunderthochwasser» haben eine Halbwertszeit von einem Jahr.

Geisterstadt New Orleans

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Vernagelte Fenster in New Orleans (Foto: Infrogmation of New Orleans).
Der Hurrikan «Gustav» raste am Montag, 1. September 2008, in Richtung New Orleans (USA). Eine Viertelmillion Menschen flüchtete aus der Jazz-Metropole. Die bange Frage war, ob die Dämme halten würden, die man im Jahr 2005 nach der «Katrina»-Katastrophe verstärkt hatte. Zur Sicherung der leerstehenden Gebäude patrouillierten auf den Strassen 2000 Soldaten der Nationalgarde. Plünderer würden umgehend eingekerkert, warnte Bürgermeister Ray Nagin.

Dann folgte die Erleichterung. «Gustav» ging die Puste aus. New Orleans wurde nicht mit voller Wucht getroffen. Der Hurrikan wurde schwächer und blies zuletzt als bloßer Tropensturm durch die leeren Strassen. Laut «Bild» richtete der Sturm dennoch einen Schaden von fünf Milliarden Euro an. In der Karibik starben 95 Menschen.

Katastrophen der vergangenen 2000 Jahre

Nach jedem Erdbeben und Hurrikan die «Endzeit» heranzuziehen wäre verfehlt. Naturkatastrophen sind schon immer über die Menschen hereingebrochen. Für die ersten tausend Jahre nach Christus stechen in der Wikipedia-Katastrophenstatistik* zwei Ereignisse hervor: Der Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 mit 2000 Toten und im Jahr 526 ein Erdbeben in der heutigen Türkei, bei dem schätzungsweise 250'000 Menschen starben.

In den folgenden 500 Jahren sind bei verschiedenen Fluten 150'000 Tote vermerkt. Im Jahr 1556 starben in der chinesischen Region Shaanxi 830'000 Menschen. In den Jahren 1693 (Erdbeben in Sizilien) bis 1900 sind rund 1,3 Millionen Tote verzeichnet. Die schlimmste Naturkatastrophe in jenen 200 Jahren war die Überschwemmung des Gelben Flusses in China mit fast 1 Million Opfern im Jahr 1887.

Zunahme von 1900 bis 2000

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Im US-Bundesstaat Louisiana bereitet sich die Nationalgarde auf ihren Einsatz vor.
Von 1900 bis 2000 richteten Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen gewaltiges Unheil an. Die grösste Opferzahl war zu beklagen, als der Jangtse-Flussüber die Ufer trat; 1,4 Millionen Menschen dabei starben im August 1931. Im gesamten Jahrhundert waren mehr als 3,5 Millionen Tote zu verzeichnen.

Ab dem Jahr 2000 schreckte die Natur ebenfalls oft, unter anderem durch das Seebeben im Jahr 2004, bei dem 232'000 Menschen ums Leben kamen. Allein in den bisherigen ersten acht Jahren des Jahrtausends liessen bei „grossen“ Katastrophen über 600'000 Menschen – „kleinere“ Ereignisse sind in der Zählung nicht berücksichtigt.

Die Opferzahl und der wirtschaftliche Schaden steigen. Das ist natürlich auch dadurch bedingt, dass heute mehr Menschen auf der Erde leben und mehr Güter zerstört werden können. Das steht allerdings nicht im Widerspruch zu den Vorhersagen von Jesus.

Es ist nicht das Ende

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Im Jahr 2005 zwang der Hurrikan Katrina die Stadt New Orleans in die Knie.
Jesus ruft dazu auf, die Zeiten richtig einzuschätzen. Viele der von ihm genannten Zeichen sind eingetroffen oder geschehen vor unseren Augen, und dies in einer Dichte, die kein Zufall sein kann.**

Das muss aber nicht beängstigen. Jeder Mensch hat die Chance, nicht nur diese Endzeit zu überstehen, sondern die darauffolgenden Ära zu erleben. In der regiert Jesus Christus. Schon heute kann sich jeder für diese Zukunft entscheiden.

* Katastrophen-Statistik bei Wikipedia
** Weiss die Bibel mehr als wir ahnen?

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Jesus entdecken

Datum: 04.09.2008
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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