Wissenschaft oder Politik

Ungereimtheiten im „Weltklimarat“

Der Name „Weltklimarat" soll wohl auch für Seriosität stehen. Werden seine Veröffentlichungen aber diesem Anspruch gerecht? Der Weltklimarat verfolgt nicht nur wissenschaftliche, sondern auch politische Ziele.

Streng genommen ist es nur eine Nullnummer. Aber diese Null hat es in sich: Sie steht für 300 Jahre, je nachdem, wo man sie hinsetzt. Die Klimaforscher der UNO setzen sie vor die 35, der russische Gletscher-Wissenschaftler Wladimir Kotljakow dagegen hatte sie nachgestellt.

Er schrieb vom Jahr 2350, seine Abschreibenden machten daraus 2035; bis dann könnten die Gletscher des Himalaja geschmolzen sein. - Kaum zu glauben, dass dieser Fehler auch nach viermaligem Gegenlesen nicht entdeckt wurde und sich stattdessen im offiziellen Bericht des IPCC, des Intergovernmental Panel on Climate Change („Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen"), festsetzte.

Ein Student als Suffleur

2007 war der Bericht erschienen. Politiker und Regierungen rund um die Welt berufen sich darauf und nehmen ihn als Grundlage für ihre Entscheidungen. Leider ist das nicht der einzige Fauxpas in diesem fast tausendseitigen Dokument. Den Aussagen über die Gletscher in anderen Teilen der Welt kommt eine ähnliche Glaubwürdigkeit zu: Sie beruhen auf Zitaten aus einer Alpin-Zeitschrift und der Arbeit eines Berner Geographiestudenten, der sich mit Schweizer Bergführern unterhalten hatte.

Rjaendra Pachauri, der Leiter jenes UNO-Gremiums, versteht die Aufregung gar nicht so recht. Das Ganze habe ja immerhin das Bewusstsein „für die tatsächliche Bedrohung der Himalaja-Gleschter geschärft", meinte der Inder in einer Presse-Erklärung.

Nobelpreis für Propaganda?

Für seine eigene bewusstseinserweiternde Wirkung hatte das IPCC immerhin den Friedens-Nobelpreis 2007 eingeheimst. Sein eigenes Bewusstsein für Fehler, Datenmanipulationen und Ungereimtheiten scheint sich nun ebenfalls zu erweitern, wenn auch langsam. Ende Januar 2010 hat der Rat zu verstehen gegeben, er wolle seine Behauptungen überprüfen, nach denen eine Erderwärmung schuld sei an immer schlimmeren Naturkatastrophen.

Denn auch diese Argumentation steht auf wackligen Beinen. Die Studie, auf die sich der IPCC in seinem Bericht stützt, kam bezeichnenderweise in ihrer Endfassung zum genau gegenteiligen Ergebnis.

Einen Klimaforscher von UN-Format kann das aber nicht erschüttern. Pachauri sehe keinen Grund, zurückzutreten, sagte er kürzlich vor Journalisten in Neu Delhi. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit weiterer Fehler in dem Bericht „minimal oder gleich null", wie er an einer vorangegangenen Pressekonferenz erklärte.

Politische Ziele des IPCC

Dieses Selbstbewusstsein hat zu tun mit der Geschichte des IPCC, der auf deutsch gern als „Weltklimarat" bezeichnet wird. Er wurde Ende 1988 von der UNO ins Leben gerufen, um eine weltweite menschengemachte Erwärmung des Klimas zu erforschen. Oder etwas ungeschützter formuliert: „Der Weltklimarat ist ein politisches Instrument, das geschaffen wurde, um einen vom Menschen verursachten Klimawandel zu beweisen und daraus Öko-Politik zu schmieden." *

Genau diese Zielsetzung aber „verstärkt... die Tendenz, kontroverse Inhalte rauszulassen, die in der Folge Gefahr laufen, als nebensächlich bis belanglos zu gelten. Auch haben es neue Inhalte schwer, akzeptiert zu werden, was die Forschung insgesamt ausbremsen kann", wie sogar «Agenda21» gesteht, ein dem IPCC sehr wohlwollend gesonnenes Internet-Forum.

Die Tendenz greift um sich

Dass diese „Tendenz" auch in handfeste Manipulation von Daten übergeht, zeigen die über tausend Mails und Dateien, die Computer-Hacker aus einem der vier Forschungsinstitute herausholten, von denen das IPCC seine Daten bezieht. Aber davon morgen im 2. Teil dieser Livenet-Serie.* Prof. Dr. Lüdecke, Sprecher des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) in der «Jungen Freiheit» 50/2009


Webseite EIKE


Quelle: Livenet/Welt.de/Agenda21/Junge Freiheit/Wissenschaft-online.de

Datum: 03.02.2010

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