Weist die Existenz des jüdischen Volkes auf die Bibel zurück?

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Israel-Karte
Kein anderes Volk hat eine so wechselvolle Geschichte erlebt wie das jüdische. Und kein anderes hätte sie überlebt. Denn an Israel wurde und wird ein alter Segen wahr.

Vor rund 4000 Jahren verliess Abraham, der Stammvater der Juden, seine Heimat. Einige hundert Jahre später war ein Volk von zwei Millionen Menschen entstanden. Nach dem Auszug aus Ägypten siedelte es erstmals in seinem Land, fast 1000 Jahre lang. Im 6. Jahrhundert dann der erste grosse Einschnitt: Die Babylonier zerstören die Hauptstadt samt Tempel und deportieren einen Grossteil der Bevölkerung.

Zertreut, verfolgt - gesammelt

70 Jahre später wird ihnen die Rückkehr gestattet. Die fremden Machthaber wechseln, aber man ist wieder im eigenen Land. Bis schliesslich im Jahre 70 n.Chr. die Römer auch den zweiten Tempel niederreissen. Für die nächsten 1900 Jahre leben die Juden nun über die ganze Welt verstreut, mehr schlecht als recht geduldet. Aus Spanien werden sie 1492 vertrieben, im 20. Jahrhundert vernichten die Nationalsozialisten die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung Europas. - Dann, im Jahr 1948, wird der Staat Israel gegründet.

Diese Fakten sind erstaunlich. Kein anderes Volk der Welt hat unter derartigen Bedingungen seine Identität bewahren können. Spätestens nach fünf Generationen passt es sich normalerweise seiner neuen Umgebung an und geht darin auf bzw. unter. Aber die Juden überlebten nicht nur, sondern fanden sogar zu nationaler Identität und staatlicher Souveränität zurück.

Einer war überall dabei

Die Erklärung dafür findet sich in der Bibel: Gottes Segen war auf seinem Volk geblieben. Nicht, dass es den verdient gehabt hätte; es hatte ihm vielmehr "Mühe gemacht" mit seinen "Missetaten". Und doch sollte an Israel "sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne", wie Gott bereits dem Abraham zugesagt hatte. Immer wieder "erbarmte" er sich über "seine Elenden" . "Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide."

Es bleibt dabei: Gesegnet!

Solche Aussagen haben allerdings auch eine Kehrseite: Sie können andere Völker neidisch und die Angeredeten selbstgerecht machen. Beides ist geschehen in der Geschichte und geschieht weiterhin. Nur ändert das nichts an den Verheissungen für Israel. Es erschwert nur das Leben: das jener Völker wie auch das von Israel. Aber es gilt auch das Umgekehrte: Wer Israel segnet, wird auch selbst gesegnet sein - auch dies ein Teil der Verheissung schon an Abraham.

Im Jahr 1976 wurde ein Mitglied der israelischen Regierung gefragt: "Wie konnte Ihr Volk überleben, nachdem es zweimal aus seiner Heimat vertrieben worden war? Wie konnte es die Angriffe von arabischen Staaten mit mehr als 100 Millionen Bewohnern abwehren, 1948, 1956 wie auch 1973?" Seine Antwort: "Obwohl die meisten Menschen in meinem Land heute behaupten, Atheisten zu sein, glauben sie es in Wahrheit nicht. Ich denke, alle wissen in ihrem Innersten, dass eine grössere Macht ihr Volk beschützt hat."

Autor: Josh McDowell

Datum: 26.06.2005
Quelle: Das kann ich nicht glauben

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