Verzerrter Jesus?

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Jesus reduziert auf das süssliche Kind.
Jesusbilder gibt es im Kino oder auf alten Gemälden. Es gibt Jesus als süssliches Weihnachtskind in der Krippe. Auch Politiker zeichnen ein gesellschaftliches Bild von seinen Absichten. Und es gibt Jesusbilder in unseren Köpfen. Doch wie weit stimmen sie?

Über Jesus ist viel gesagt und geschrieben worden. Für die einen war er nur ein religiös interessierter Zimmermann, der das Pech hatte, den Römern in die Finger zu fallen. Es gibt auch den zuckersüssen Jesus, den mit blinkendem Heiligenschein. Andere dagegen sehen in Jesus einen Revolutionär, der die Armen befreien will. Wieder andere machen aus ihm einen psychologischen Jesus. Oder aus dem barmherzigen Jesus wurde ein unerbittlicher Richter. So gibt es unzählige von Zerrbildern von Jesus.

Spiegelbild eigener Wünsche

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie verschieden die einzelnen Epochen Jesus darstellen? In allen Jesusbildern aus allen Zeiten haben die Menschen Jesus so gezeigt, wie sie selber gerne sein würden. So erzählt unsere Jesusvorstellung zunächst einmal etwas über uns selbst, was wir als gut erachten. Unser Jesusbild besteht oft aus einem bunten Mischmasch aus allen möglichen Dingen, die wenig mit dem Jesus, der in der Bibel beschrieben wird, zu tun haben.

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Der politische Jesus.

Wie war Jesus wirklich?

Bei so vielen verschiedenen Vorstellungen bleibt die Frage natürlich nicht aus: Wie war Jesus wirklich? Die Antwort fällt zunächst ziemlich banal aus: ein Mensch. Es gab in letzter Zeit einige Bücher, in denen genau das behauptet wird. Ihre Autoren meinen, damit etwas ganz Neues zu bringen. Aber es steht schon in der Bibel: Jesus war Mensch.

Das Aussergewöhnliche an Jesus war seine Behauptung, mehr zu sein als ein ganz normaler Mensch. Er sagte, in ihm sei Gott in einer einzigartigen Weise gegenwärtig.

Er sagte Sätze wie:

"Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater (also zu Gott), als durch mich" (Die Bibel, Johannes 14,6).

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Geschäfte mit Jesus.
Das ist schon eine starke Aussage. Das heisst nichts anderes, als dass die Gottesbeziehung eines jeden Menschen nur von dieser einen Sache abhängt: Wie er oder sie zu Jesus steht.

"Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen" (Johannes 14,9).

Das ist das richtige Bild von Jesus. Seiner Meinung nach ist es also möglich, sich ein Bild von Gott zu machen. Wer wissen will, wie Gott aussieht, muss nur ein Blick auf Jesus werfen.

Seine Taten

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Der kitschige Jesus.
Ein weiterer Hinweis dafür, dass Jesus Gott ist, sind seine Taten. Jesus tat viel für leidende Menschen: Er öffnete Blinden die Augen, er heilte Gelähmte, ja er holte sogar Tote wieder ins Leben zurück. All diese Wunder tat er nicht, weil er sich selbst zur Schau stellen wollte. Im Gegenteil, er verbot den Menschen oft, von den Wundern zu erzählen. Er tat alles aus Liebe zu denen, die litten. Seine Liebe zeigte er besonders den Menschen, die zu den Aussenseitern der Gesellschaft gehören.

Sein Charakter

Niemand konnte ihm etwas Böses nachweisen. Jesus war ein Mann, dessen Feinde nichts an ihm finden konnten, ein Mann, dessen Freunde glaubten, dass er ohne Sünde sei. Und Jesus war vollkommen ehrlich, er bekämpfte die Lüge, wo er nur konnte.

Das Bild, welches die Bibel von Jesus zeichnet, ist ganz anders als die reduzierten Trugbilder über Jesus. Es zeigt Jesus Christus, wie er wirklich ist, nicht im Zerrbild unserer eigenen Wünsche und Vorstellungen, sondern so, wie er den Menschen wirklich begegnet.

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Der revolutionäre Jesus.


Quelle: Livenet.ch

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