Ist Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden?

Mit dieser Frage steht und fällt der ganze christliche Glaube. Dann wäre Jesus nicht auferstanden, so hätten wir 2000 Jahre Lug und Trug hinter uns, und unzählige Menschen wären mit einer falschen Hoffnung gestorben.

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Einer der bedeutendsten Vertreter dieses Glaubens, Paulus von Tarsus, hatte das bereits im 1. Jahrhundert auf den Punkt gebracht, als er schrieb: „Wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann hat weder unsere Verkündigung einen Sinn noch euer Glaube.  Wir wären dann als falsche Zeugen für Gott entlarvt.“[1] Doch es sprechen so starke Argumente für diese Tatsache, dass man sie als historisch gesichert anschauen muß. Überspitzt formuliert: Die Theorien, die die Auferstehung bestreiten, verlangen mehr Glauben als die Auferstehung selbst.

Im Neuen Testament finden sich zahlreiche Berichte über Erscheinungen von Jesus nach seinem Tod. Sie sind alle von Augenzeugen festgehalten worden, denen Jesus über einen Zeitraum von vierzig Tagen nach seiner öffentlichen Kreuzigung lebendig begegnet ist.[2] Aus dem Jahre 56 n.Chr. stammt der Hinweis, dass ihn einmal sogar über 500 Menschen gleichzeitig gesehen haben; die meisten von ihnen hätten zu diesem Zeitpunkt noch gelebt.[3] Das heisst, jeder Leser dieser Notiz konnte nach Palästina reisen, sich nach diesen Zeugen erkundigen und sie befragen.

Überzeugt, gegen den Willen
Diese Urkunden sind auch heute noch vertrauenswürdig. So vertrauenswürdig, dass sogar ein gewisser Frank Morrison sein Projekt umstellen musste. Als nichtchristlicher Journalist hatte er sich an ein Buch gemacht, das die Auferstehung von Christus leugnen sollte. Lange forschte er über sein Thema – bis er seine Meinung grundlegend änderte. Im Vorwort steht nun, sein Buch sei „im Wesentlichen ein Bekenntnis, die innere Geschichte eines Mannes, der ... durch die pure Macht der Umstände gezwungen war, ein anderes Buch zu schreiben. Es ist nicht so, dass die Tatsachen sich geändert hätten, denn sie sind unvergänglich festgehalten ... Aber die Interpretation der Tatsachen war einer Veränderung unterworfen“.
[4]

Am Freitag wurde Christus öffentlich ins Grab gelegt, aber am Sonntagmorgen fehlte der Leichnam. Das ging auch für Morrison eindeutig aus den verschiedenen Dokumenten hervor. Wenn Christus nicht von den Toten auferstanden war, dann hatte ihn jemand fortgebracht. Drei Gruppen wären dafür infrage gekommen: die Römer, die Juden oder die Jünger.

Die Römer hätten dafür aber keinen Grund gehabt, denn sie wollten Ruhe in ihren Provinzen. Ein gestohlener Leichnam von Jesus hätte diesem Ziel keinesfalls gedient. Für die Juden wäre das Gerücht von einer Auferstehung das Letzte gewesen, was sie sich gewünscht hätten. Sie hatten ja im Gegenteil eine Wache verlangt, grade damit es zu keinen „Missverständnissen“ kommen könnte.[5]

Überzeugt, gegen das Unverständnis
Blieben also noch die Jünger selbst. Nur hatten die zuallerletzt mit einer Auferstehung gerechnet. Entsprechenden Ankündigungen ihres Meisters waren sie mit völligem Unverständnis und Unglauben begegnet.
[6] Das änderte sich nicht einmal, als ihnen einige Frauen bereits von der Auferstehung berichteten. Solche Worte „schienen ihnen wie Geschwätz“.[7] Sie waren blind vor Trauer. In so einer Situation zettelt niemand einen Betrug an oder simuliert eine Auferstehung.

Und wenn sie es doch taten, dann litten und starben sie später für etwas, von dem sie wussten, dass es falsch war. Denn die ersten Zeugen der Auferstehung haben später enorm viel gelitten! Viele von ihnen starben als Märtyrer, weil sie dann ihr Leben lang mit grosser Leidenschaft und Überzeugungskraft eben diese Auferstehung ihres Herrn verkündigt hatten. Wie sollte das gehen, wenn dahinter nur eine selbsterdachte Lüge stand? Christus musste also tatsächlich auferstanden sein. Mehrere Jahre später gibt Petrus, einer der ersten Augenzeugen dieses Geschehens, sich und seinen Lesern noch einmal Rechenschaft darüber und schreibt: „Denn wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft von Jesus Christuus, unserm Herrn, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Grösse.“[8]


[1] 1.Korinther 15,14-15
[2] Apostelgeschichte 1,3
[3] 1. Korinther 15,6
[4] Who moved the Stone? Vorwort, Zondervan, 1971
[5] Matthäus 27,62-66
[6] Matthäus 17,23  28,17  Markus 9,9-10  9,31-32  16,9-14  Lukas 18,33-34 
[7] Lukas 24,11 und Mk 16,10-11
[8] 2. Petrus 1,16

Bearbeitung: Jens Kaldewey, Lothar Mack

Datum: 28.02.2005
Autor: Josh McDowell
Quelle: Das kann ich nicht glauben

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