Ist Gott vergesslich?

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Vergebung ist ... wie Luft holen nach langem Tauchen.
Schon bei Kindern kann man es beobachten. Wenn sie etwas kapputt gemacht haben, wollen sie dies vor anderen verbergen. Hat so ein Versteckspiel erst einmal begonnen, stellt sich unweigerlich auch die Angst ein, dass alles doch noch auskommt.

Auch im Geschäftsleben kommen wir unter Druck, wenn wir Fehler begehen, die viel Geld kosten. Oft versucht man dieses Versagen zu vertuschen, die Veranwortung abzuschieben. Auf lange Sicht ist aber der andere Weg - eingestehen und zu den Fehler zu stehen, sich dafür zu entschuldigen, oft besser. Selbst in der Geschäftswelt wird das respektiert. Manchmal kann es aber der Beginn des Endes einer Anstellung sein.

Gott denkt nicht mehr daran

Bei Gott muss man keine Befürchtungen hegen, dass sich das Eingestehen von Fehlern nachteilig auswirkt. Im Gegenteil. Die Bibel erklärt das so: "Wer seine Übertretungen verbirgt, wird kein Gelingen haben, wer sie aber bekennt und lässt, den wird die Barmherzigkeit Gottes umfangen (Sprüche, Kapitel 28, Vers 13).

Wie vergibt Gott? Wie könnte man das heute darstellen? Vergebung ist:
- wie eine neu formatierte Festplatte beim Computer
- wie das Begleichen einer für mich unbezahlbaren Rechnung
- wie das rechtzeitige Entfernen einer tödlichen Krebsgeschwulst
- wie Luft holen nach langem Tauchen
- wie ein weitgeöffnetes Tor zu einem Neuanfang

Gott schliesst dieses Kapitel

"Ihrer Sünden werde ich nie mehr gedenken!" (Die Bibel, Hebräer, Kapitel 8, Vers 12). Das ist doch eine erstaunliche Aussage. Da verspricht Gott nicht mehr daran zu denken.

Er meint natürlich solche Sünden, die wir ihm im Gebet gesagt haben. Das könnte uns auf die Frage bringen: Ist der allwissende Gott vergesslich? So ist es nicht. In der zitierten Bibelstelle steht nicht "Ihre Sünden werde ich vergessen", sondern: "Ihrer Sünden werde ich nie mehr gedenken!" Was ist der Unterschied? Nicht mehr daran denken - das macht man bewusst. Wenn Gott bewusst nicht mehr an meine bösen Taten denkt, dann hält er sie mir auch nie mehr vor. Denn was Gott gelöscht hat, das ist gelöscht. Noch gründlicher, als wenn Sie am Computer etwas von der Festplatte löschen. Es ist weg, ein für alle Mal.


Autor: Bruno Graber
Quelle: Jesus.ch

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