Glaube

Hält Gott sein Wort?

Wussten Sie, dass Gott uns in der Bibel rund 7000 Verheissungen gibt? Und es kommt noch besser: Er steht ganz fest zu diesen Versprechen und handelt danach.

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Darum freut es mich, dass ich das, was ich in der Bibel lese, persönlich für meine Lebensumstände in Anspruch nehmen kann. Gottes Versprechen, die ich in diesem Buch finde, gelten für mich und sollen meine Gedanken, Entscheidungen und Wünsche prägen. Schon König David bestätigt in Psalm 38: „Du hast dein Versprechen erfüllt, ja, du hast noch viel mehr getan, als wir von dir erwartet hatten! Du hast mich erhört, als ich zu dir schrie; du ermutigst mich zu den kühnsten Wünschen.”

Zusagen in Anspruch nehmen

Doch um Gottes Zusagen zu erkennen und in Anspruch zu nehmen, muss ich sein Wort kennen. Sehen wir uns zum Beispiel den Propheten Nehemia an: Als ich vor einiger Zeit eines seiner Gebete (nachzulesen in der Bibel, Nehemia, Kapitel 1, Verse 5-11) näher betrachtete, lernte ich eine Menge darüber, wie zuverlässig Gott ist. In seinem Gespräch mit Gott staunt Nehemia zuerst über Gottes Grösse, seine unerschütterliche Treue und dass er zu denen steht, die ihn lieben und ihm gehorchen. Dann bekennt er die Sünden seines Volkes, seiner Verwandten und seine eigene Schuld. Und dann – und hier kommt's – hält Nehemia Gott sein Wort vor: Er erinnert ihn an sein eigenen Zusagen und nimmt sie für sich in Anspruch. Lesen Sie, was Nehemia betet: „Aber denk doch daran, dass du, Herr, ausdrücklich zu deinem Diener Mose gesagt hast: ,Wenn ihr mir untreu werdet, will ich euch unter die fremden Völker zerstreuen; wenn ihr aber zu mir zurückkehrt, auf meine Gebote achtet und sie befolgt, werde ich sogar die, die ich bis ans äusserste Ende der Erde verstossen habe, von dort zurückholen. Ich will sie heim bringen an den Ort, den ich erwählt und zum Wohnsitz meines Namens bestimmt habe.' So hast du gesagt!”

Gott versorgt

Vor etlichen Jahren las ich zum ersten Mal bewusst Jesu Zusage in Lukas, Kapitel 18, Vers 28: „Ich versichere euch: ,Jeder, der sein Haus, seine Frau, Geschwister, Eltern oder Kinder zurückgelassen hat, weil Gott jetzt seine Herrschaft aufrichtet, der bekommt das alles schon in dieser Welt vielfach zurück, und in der kommenden Welt erhält er das ewige Leben.” Zu dieser Zeit führte Gott unsere Familie gerade von Kanada nach Deutschland in die missionarische Arbeit. Für uns war das nicht leicht, denn es bedeutete genau das: Dass wir unsere Familie, unsere Arbeit, unsere Gemeinde und Freunde aufgeben mussten. Die Entscheidung fiel uns schwer. Doch nachdem ich diesen Vers gelesen hatte war ich ganz sicher, dass Gott uns versorgen würde.

Nur ein Problem hatten wir noch: Unser Haus, für das wir einfach keinen Käufer finden konnten. Für uns bedeutete das, dass wir zumindest für einige Zeit neben der Miete für die Wohnung in Deutschland gleichzeitig für die Hypothek aufkommen müssten, die noch auf dem Haus lastete. Es schien unmöglich. Trotzdem glaubten wir daran, dass Gott uns in Deutschland haben wollte, zogen um und klammerten uns fest an Gottes Zusage. Und tatsächlich: Nach nur kurzer Zeit lernten wir wie durch ein Wunder einen Geschäftsmann kennen, der uns für einige Zeit kostenlos (!) eine grosse Wohnung zur Verfügung stellte. Und auch der Käufer für das Haus liess sich rechtzeitig finden.

Noch nie enttäuscht

Gott und sein Wort – ob Anordnung, Bedingung oder Zusage – haben mich noch nie enttäuscht. Er hat mir immer mehr gegeben, als ich je von ihm erwartet habe. Und wenn ich zurückschaue, kann ich nur bestätigen, was David schon in Psalm 19 sagt:

„Gottes Gebote sind vollkommen und geben uns Kraft und Leben.
Gottes Mahnungen sind gut und helfen uns zur Einsicht.
Gottes Weisungen sind zuverlässig und erfreuen unser Herz.
Gottes Anordnungen sind deutlich und geben uns einen klaren Blick.
Gottes Gebote sind richtig und gerecht, kostbarer als das feinste Gold und süsser als der beste Honig.
Wer auf sie hört und sie befolgt, erlebt Gottes Segen.“

Autorin: Doris Schulte


Quelle: Neues Leben

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