Gut genug für Gott?

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Bin ich gut genug für Gott?
Wann ist man gut genug für Gott? Religionen glauben die Antwort auf diese Frage zu haben: Es gibt gewisse Regeln, und wer die einhält, hat es geschafft. Die anderen haben Pech gehabt und werden bestraft. Nur, entspricht das überhaupt Gott? Jesus war da anderer Meinung. Er hat Gott als einen Vater beschrieben, der bedingungslos liebt. Damit man sich das besser vorstellen kann, hat Jesus das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ erzählt.

Die Geschichte handelt von einem jungen Mann, der von seinem Vater vorzeitig sein Erbe verlangt. Mit seinem Anteil zieht er los. Er leistet sich, was er schon immer wollte, verprasst sein Geld mit Frauen, Partys und Luxus. - Bis alles weg ist. Genau zu dieser Zeit bricht eine grosse Hungersnot aus und es erwischt auch ihn eiskalt. Er sucht verzweifelt nach Arbeit, und bekommt irgendwann endlich einen Job als Schweinehirte. Doch seine Lage bleibt hoffnungslos. Oft quält ihn der Hunger so, dass er froh gewesen wäre, etwas von dem Schweinefutter zu bekommen. Aber das kann er vergessen.

Und plötzlich denkt er an daheim. Bei seinem Vater hatte jeder Arbeiter mehr als genug zu essen. Er überlegt sich, wie er seinem Vater wieder unter die Augen treten kann. Er wird ihm sagen: „Vater ich habe einen riesen Fehler gemacht. Ich weiss, ich kann nicht mehr dein Sohn sein, ich bin es nicht mehr wert. Aber darf ich als Arbeiter bei Dir bleiben?“ In der Bibel wird erzählt, wie der Vater den Sohn schon von weitem kommen sieht und ihm voller Mitleid entgegen rennt. Er fällt ihn um den Hals, küsst ihn und nimmt ihn auf, als wäre nichts gewesen. Mehr noch, er lässt die besten Kleider bringen, einen Siegelring und veranstaltet ihm zu Ehren ein riesiges Fest. „Mein Sohn ist zurückgekommen! Er war verloren, jetzt hat er zurück gefunden.“ (Lukas, Kapitel 15, Verse 11-31)

Gott, der bedingungslose Vater

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Gottes Liebe knüpft sich nicht an Bedingungen.
Der Vater steht in dem Gleichnis für Gott. Ein echter Papa, der nicht nur auf der Seite der Braven ist, die alles richtig machen. Ein Vater, der auch die Kinder liebt, die sich daneben benommen haben, ihm sogar den Rücken gekehrt haben. Seine Liebe knüpft sich nicht an Bedingung, wie: „Wenn du alles richtig machst, dann gehörst du dazu.“ Sondern: „Weil ich dich liebe, gehörst du dazu.“ Jesus hebt mit dieser Gottesbeschreibung die Regeln der Religion auf. Es heisst nicht mehr „Du musst!“, sondern: „Du musst nicht.“

Gerecht werden vor Gott

Auch christliche Religionen vermitteln teilweise ein falsches Gottesbild. Aber Jesus hat eindeutig erklärt, dass man nicht durch das Einhalten der Gebote erlöst wird, sondern einfach durch Gnade und den Glauben. „Denn nur durch unverdiente Güte seid ihr gerettet worden. Ihr habt sie erfahren, weil ihr an Jesus Christus glaubt. Aber selbst dieser Glaube ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk. Durch eigene Leistung kann man vor Gott nichts erreichen. Deshalb kann sich niemand was auf seine guten Taten einbilden.“ (Die Bibel, Epheser, Kapitel 2, Verse 8-10). Wenn man sich aber nichts erarbeiten kann vor Gott, nicht mal den Glauben, dann bleibt, einfach ja zu Gott zu sagen. Und Jesus hat versprochen, dass das reicht!


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Livenet.ch

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