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Wie können wir Jesus zeigen, dass wir ihn lieben?

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Die Bibel fordert uns in 1. Johannes, Kapitel 3, Vers 18 auf: «Unsere Liebe darf sich nicht in Worten und schönen Reden erschöpfen; sie muss sich durch unser Tun als echt und wahr erweisen.» Ich glaube, dass sich das nicht nur darauf bezieht, wie wir andere lieben, sondern auch wie wir unseren Herrn und Heiland lieben. Doch wie geht das ganz praktisch, Jesus durch unsere Taten zu zeigen, dass wir ihn lieben?

1. Setzen Sie ihn an erste Stelle

Was sind Ihre Prioritäten im Leben? Das, worauf wir am meisten Zeit verwenden, ist häufig auch das, was uns im tiefsten Inneren am wichtigsten ist. Wie viel unserer Zeit widmen wir Jesus? Wie oft versuchen wir, Zeit mit ihm zu verbringen? So wie ein Pärchen zu Beginn der Beziehung stundelang spazieren geht oder gemeinsam Zeit verbringt, so sollten auch wir die Begegnung mit Jesus ganz bewusst suchen und Zeit darein investieren.

2. Erzählen Sie es ihm als erstes

Wem erzählen Sie als erstes, wenn etwas Spannendes in ihrem Leben passiert? Oder wenn Sie entmutigende, stressige Nachrichten erhalten? Ihr Ehemann? Eltern? Ihr bester Freund? Kultivieren Sie die Beziehung zu Jesus, indem Sie ihm als erstes all das erzählen, was Sie auf dem Herzen haben. Natürlich weiss er schon alles, was Sie ihm sagen werden. Aber wenn Sie es ihm als erstes erzählen, bestätigen Sie ihm und sich selbst, dass er das wichtigste in Ihrem Leben ist.

3. Nehmen Sie ihn ernster

In Johannes, Kapitel 14, Vers 23 sagt Jesus: «Wenn jemand mich liebt, wird er sich nach meinem Wort richten. Mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.» Und in 1. Johannes, Kapitel 5, Vers 3 steht: «Unsere Liebe zu Gott zeigt sich nämlich im Befolgen seiner Gebote.»

Kennen Sie Gottes Wort und halten Sie sich daran? Oder halten Sie es für etwas veraltet und nicht für die heutige Zeit geeignet? In jeder Liebesbeziehung nehmen wir zur Kenntnis, was unser Partner mag und versuchen, genau das zu tun. Wir merken auch, was der andere nicht mag und vermeiden diese Dinge. Gottes Wort sagt uns ganz deutlich, was Gott liebt – Gehorsam, jemanden, der fröhlich gibt, ein demütiges Herz, einen zerbrochenen Geist... Und sie sagt uns auch in Sprüche, Kapitel 6, Verse 16-19, was Gott hasst: überhebliche Augen, eine lügende Zunge, Hände, die töten, ein Herz, das finstere Pläne schmiedet, Füsse, die schnell zum Bösen laufen, Zeugen, die Falschaussagen machen und ein Mensch, der Freunde und Familie gegeneinander aufhetzt.

Bringen Sie in Erfahrung, was Gott liebt, und halten Sie sich daran. Und lernen Sie auch, was er hasst und vermeiden Sie es. Damit zeigen Sie Jesus, dass Sie ihn ernst nehmen.

4. Vertrauen Sie ihm ganz

Glaube wird in der Bibel definiert als «ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge» (Hebräer, Kapitel 11, Vers 1). Das bedeutet, dass wir nicht die Antworten kennen müssen, um Gott vertrauen zu können. Wir vertrauen ihm, auch wenn wir noch nichts sehen.

In Ihrem Leben werden Dinge geschehen, die Sie nicht verstehen. Wenn Sie Gott ganz vertrauen, sagen Sie ihm: «Gott, ich weiss, dass du gut bist und obwohl dies in meinen Augen überhaupt nicht gut aussieht, vertraue ich darauf, dass du weisst, was du tust. Hilf mir, durch diese Situation zu wachsen und durch diese Prüfung so zu werden, wie du mich haben willst.» Natürlich ist das leichter gesagt als getan. Halten Sie sich Verse wie Jeremia, Kapitel 29, Vers 11 oder Römer, Kapitel 8, Verse 28-29 vor Augen.

5. Danken Sie ihm für alles

Jeder Vater liebt ein dankbares Kind. Wie sollten Gott aber nicht nur für das Schöne danken. Wenn Sie und ich für alles danken – selbst die unerfreulichen, enttäuschenden und verheerenden Dinge im Leben –, dann sind wir nicht nur gehorsam, sondern leben auch Gottes Willen für uns aus. 1. Thessalonicher, Kapitel 5, Vers 18 sagt nämlich: «Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will…»

Anstatt die Zeit damit zu verbringen, herauszufinden, was Gottes spezifischer Wille für Sie ist, können Sie vielmehr zu einem Menschen werden, der in allem dankbar ist – dann werden Sie selbst zu Gottes Willen und ehren ihn gegenüber jedem, den Sie treffen.

6. Zähmen Sie Ihre Zunge

Gehören Sie zu den Menschen, die immer direkt das sagen, was ihnen in den Sinn kommt, ohne darüber nachzudenken, ob es angemessen, hilfreich oder positiv ist? Aus Liebe zu Jesus wollen wir Menschen werden, die nicht alles kommentieren müssen (verbal oder online). Leben Sie Epheser, Kapitel 4, Vers 29 aus: «Kein böses Wort darf über eure Lippen kommen. Vielmehr soll das, was ihr sagt, gut, angemessen und hilfreich sein; dann werden eure Worte denen, an die sie gerichtet sind, wohl tun.» Wenn Sie darauf achten, dass alles, was aus Ihrem Mund kommt, positiv und hilfreich ist, sagen Sie damit: «Jesus, ich liebe dich genug um zu kontrollieren, was ich sage, und auch die Art und Weise, wie ich es sage».

7. Entscheiden Sie sich für Jesus und nicht für die Welt

In 1. Johannes, Kapitel 2, Vers 15 steht: «Liebt nicht die Welt! Hängt euer Herz nicht an das, was zur Welt gehört! Wenn jemand die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater keinen Raum in seinem Leben.» Vielleicht denken Sie jetzt, dass Sie das doch schon längst getan haben. Aber ist das wirklich so? Wenn wir die Welt lieben, sehnen wir uns nach ihrer Anerkennung, suchen ihre Zustimmung, wollen uns anpassen und Teil sein. Aber wenn wir Gott lieben, wird einzig seine Meinung, seine Zustimmung und sein Freude an uns wichtig für uns sein. Haben Sie Angst davor, Gott zu enttäuschen, nicht Menschen.

8. Lieben Sie Ihren Nächsten

Laut Jesus ist das zweitgrösste Gebot, den Nächsten zu lieben wie sich selbst (Matthäus, Kapitel 22, Vers 39). Jesus wusste, wie hoch wir von uns selbst denken und wie gut wir uns selbst behandeln. Deshalb sagte er, dass wir mit dem Standard, den wir bei uns anlegen, auch andere behandeln sollen.

Beten Sie dafür, dass Sie sich selbst – und die anderen – so sehen, wie Gott es tut. Bitten Sie ihn um Möglichkeiten, die Menschen zu lieben, mit denen Sie sonst vielleicht keine Zeit verbringen würden. Denen zuzuhören, die sich ausserhalb Ihres sozialen und finanziellen Kreises befinden. Andere werden Ihren Glauben durch Ihre bedingungslose Liebe erkennen. Wissen andere, dass Sie Jesus lieben, einfach durch die Art und Weise, wie Sie sie behandeln?

9. Hören Sie auf, sich Sorgen zu machen

Wenn wir beunruhigt sind oder uns Sorgen machen, sagen wir dadurch, dass wir nicht glauben, dass Gott die Situation handhaben kann. In 1. Johannes, Kapitel 4, Vers 18 steht: «Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.» Anders gesagt: Wenn wir Gott vollkommen lieben, dann werden wir ihm voll und ganz vertrauen. Und wenn dieses vollkommene Vertrauen besteht, dann gibt es keinen Platz mehr für Angst, Sorge oder Unruhe.

Philipper, Kapitel 4, Verse 6 und 7 fordert uns auf: «Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch vielmehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn.» Wenn wir das tun, verspricht uns die Bibel, dass wir den Frieden Gottes erleben, «der weit über alles Verstehen hinausreicht». Wer betet anstatt sich zu sorgen, ist nicht nur gehorsam, sondern zeigt Gott auch seine Liebe.

10. Lieben und vergeben Sie denen, die Sie gekränkt haben

Die Bibel ist im Bezug zur Vergebung sehr deutlich: «Wenn jemand behauptet: ‚Ich liebe Gott!‘, aber seinen Bruder oder seine Schwester hasst, ist er ein Lügner. Denn wenn jemand die nicht liebt, die er sieht – seine Geschwister – , wie kann er da Gott lieben, den er nicht sieht? … Wer Gott liebt, ist verpflichtet, auch die Geschwister zu lieben.» (1. Johannes, Kapitel 4, Verse 20 bis 21)

Werden Sie Ihre Verbitterung los. Sie können einfach nicht in einer Liebesbeziehung mit Gott leben und derweil Bitterkeit gegenüber jemandem empfinden, egal was der andere Ihnen angetan hat. Es ist dabei unwichtig, ob der andere um Vergebung gebeten hat oder nicht. Der Punkt ist, dass Jesus für uns starb, als wir noch Sünder waren (Römer, Kapitel 5, Vers 8). Gott hat Ihnen vergeben und er liebt Sie. Deshalb besteht er darauf, dass Sie vergeben und andere lieben.

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Datum: 05.01.2019
Autor: Cindi McMenamin / Rebekka Schmidt
Quelle: www.crosswalk.com / Livenet: Übersetzung

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