«Jesus, meine Führungskraft»

Start zur Livenet-Serie mit Coach Tobias Illig

Wie kann man Jesus als Quelle im Alltag erleben? Dieser Frage geht Führungskräftetrainer und Change Manager Tobias Illig im Rahmen der Serie «Jesus, meine Führungskraft» nach. Führungskräfte brauchen Korrektur, Orientierung, Werte, ist er überzeugt. Livenet stellt ihn in diesem Interview vor.

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Tobias Illig berät Teams
Livenet: Tobias Illig, welchen Hintergrund haben Sie, wenn es um Leadership geht?
Tobias Illig: Ich war mal Teamleiter eines kleinen Marketingteams, dann viele Jahre als Führungskräftetrainer und Business Coach unterwegs, bevor ich bei einem riesigen Mobilitäts- und Logistikkonzern ein kleines Beraterteam angefangen habe zu leiten. Daneben habe ich jahrelang die Studentenarbeit der Navigatoren in Mainz geleitet.

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Tobias Illig
Livenet: «Jesus, meine Führungskraft» heisst die neue Themenreihe auf Livenet, in der Sie darüber sprechen resp. schreiben, wie man Jesus als Quelle im Alltag erleben kann – besonders auch als Leitungsperson. Warum dieses Thema?

Weil auf der einen Seite mir Jesus und die Bibel viel Kraft für meine Arbeit gibt. Und auf der anderen Seite ist Jesus auch meine Führungskraft, der mich auf seinen Wegen durch die verschiedenen Täler und Berge des Lebens führt. Führungskräfte brauchen Korrektur, Orientierung, Werte. Viele haben ihre Identität von Kennzahlen und ihrem «Hofstaat» (Anzahl der Mitarbeiter) abhängig gemacht. Je grösser, desto wichtiger sind sie. So ein Schwachsinn. Gerade die Narzissten, Highflyer und Konzern-Konformisten brauchen eine Erneuerung des Herzens. Dafür ist Jesus angetreten: um mich zu erneuern und mir in Gottes Gegenwart endlose Geborgenheit zu geben. Das teile ich mit jedem, der es hören soll.

Braucht man Jesus überhaupt oder kann man sich gute Werte und gute «Führungskraft» auch ohne ihn aneignen?
Man kann sich sehr gut mit humanistisch orientierten Modellen bedienen. Es gibt unter Nichtchristen hervorragende Führungskräfte und unter Christen leider auch Leiter, die Menschen psychisch kaputt gemacht haben. Jesus hat mit jedem einzelnen seine Geschichte. Das kann man so pauschal nicht sagen.
 
Was wollen Sie persönlich mit Ihrer Arbeit bewirken?
Ich möchte Menschen wachsen sehen. Ich möchte Organisationen «tunen», um der Gesellschaft besser zu dienen. Ich möchte Menschen friedlicher machen und Zusammenleben in Beruf und Familie ermöglichen, glücklich zu gestalten. Ich möchte mehr Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt. Dazu helfe mir Gott, der in mir und durch mich (hoffentlich!) in dieser gefallenen Welt wirkt.

Wie sind Sie Christ geworden?
Als Jugendlicher. Ich war traditionell katholisch sozialisiert, habe Jesus aber nie persönlich erlebt. Erst durch einen Jugendkreis bin ich beeindruckt gewesen vom Lebensstil der Leute. Ich fand ihre Gebete befremdlich, aber etwas hat mich immer zu IHM gezogen. Irgendwann konnte ich nicht mehr anders und habe Jesus mein Leben anvertraut. Es war auf einer Gemeindefreizeit. Ich habe mich nach einer Predigt in mein Zimmer zurückgezogen und einfach gebetet. Es war so natürlich und einfach. Später habe ich meinem Jugendpastor davon erzählt, der mit mir dann die Bibel gelesen hat und mit mir eine Zweierschaft angefangen hat.

Wer ist Jesus heute für Sie?
Der Retter der Welt, Gottes Sohn, leibhaftige Inkarnation des ewigen Gottes, der sich der Menschheit in ihm gezeigt hat. Der Einzige und Ewige. Meine Führungskraft.

Zur Person

Tobias Illig ist Coach, Berater und Organisationsentwickler. Er berät Menschen und hilft Teams, besser zusammenzuarbeiten, in ihren Stärken selbstbewusst zu wachsen und sich gemeinsam weiterzuentwickeln. (www.tobiasillig.com)
Ehrenamtlich ist er im Vorstand der deutschen Navigatoren, Beirat einer internationalen theologischen Hochschule und engagiert sich im eigenen Hauskreis. Tobias ist verheiratet und hat fünf Kinder.

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Datum: 03.09.2018
Autor: Florian Wüthrich
Quelle: Livenet

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