Peilung behalten

Damit der Glaube bleibt

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Christen sollen an ihrem Glauben festhalten. Aber was heisst das? Kann einem der Glauben - wenn man nicht aufpasst – ganz plötzlich abhandenkommen?

Es ist ein zweitausend Jahre alter Ratschlag des Lehrers Paulus, den er in einem Brief niederschrieb: «Haltet fest an dem Glauben, den man euch lehrte!» (Brief an die Kolosser, Kapitel 2, Vers 7) Ist der Glaube demnach ständig gefährdet, dass Paulus dazu raten muss?

Der Glaube an Jesus ist nichts Statisches. Er kann wachsen und er verändert sich. Manchen Christen macht das Angst, wenn sie das bemerken. Zudem kann der Glaube an Jesus unter Druck geraten oder in Frage gestellt werden, sei es durch Menschen oder durch Lebensumstände.

Jesus - die Wahrheit: Für manche schwer erträglich

Es ist zumeist so, dass das Umfeld und die Lebensvorstellungen Anderer einen Christen in seinem Glauben nicht bestärken. Menschen, die nicht glauben, halten oft nicht viel davon, dass Jesus der Herr im Leben eines Menschen und die Wahrheit sein soll. Das ist für manche sogar eine Zumutung oder einfach nur übertrieben.

Es ist aber sicher keine Lösung, sich tatsächlich oder auch «nur» geistig zurückzuziehen oder einzuschliessen, um auf keinen Fall mit anderen Vorstellungen in Kontakt zu kommen. Es wäre in der Folge auch ein «Nein» zum Kontakt und Gespräch mit Menschen, die diese Vorstellungen haben.

Bei dem Brief an die Christen in Kolossä, einer Stadt in Kleinasien (der heutigen Türkei), ging es um Folgendes: Es gab Vorstellungen, man solle die Elemente verehren und in den christlichen Glauben integrieren. Die Elemente galten manchen auch als Kräfte, die das eigene Schicksal bestimmten. Zudem wurden neue Regeln über die Enthaltung bei der Ernährung und der Sexualität aufgestellt, dazu kamen Vorschriften, fortan bestimmte Feste zu feiern.

«So what?»

Man könnte zu den genannten Punkten sagen: «So what?» Was ist daran so schlimm? Versucht man die Punkte der Situation in Kolossä auf das Grundsätzliche zu bringen, kristallisieren sich zwei Bereiche heraus:

  • Es gab Vorstellungen und Ideen, nicht nur Jesus, sondern andere und anderes zu verehren.
  • Es wurden neue Regeln aufgestellt.

Was folgert daraus?

  • Seien Sie vorsichtig gegenüber allem und jedem, der meint, Jesus allein zu verehren, reiche nicht aus. Jesus allein ist es wert, dass man ihn ehrt und sich vor ihm beugt.
  • Manche Regeln können tatsächlich eine Hilfe sein. Doch bei allen Regeln besteht die Gefahr, dass das Einhalten der Regeln wichtiger wird, als das Motiv, nämlich ein Leben zu führen, das Jesus gefällt. Zudem können die Menschen, die ganz gut darin sind, Regeln einzuhalten, recht überheblich werden und sogar die Vorstellung entwickeln, sie bräuchten niemanden oder zumindest keine Hilfe.

Natürlich gibt es noch etliche andere Herausforderungen für den Glauben. Aber seien Sie sicher: Sie kommen im Leben ganz gut klar, wenn Sie sich an diese beiden Leitgedanken halten. Sie werden Ihnen helfen, mit so mancher Frage und Idee klar zu kommen und die Peilung zu behalten.

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Datum: 09.08.2019
Autor: Norbert Abt
Quelle: Livenet

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