Gottes Reset

Neu anfangen mit Gott

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Zum Jahresbeginn wünschen sich viele Menschen so etwas wie einen Reset-Knopf. Man sollte einfach noch einmal neu anfangen können. Tatsächlich verspricht die Bibel etwas Ähnliches, doch ihr «alles neu» nimmt den Menschen mit, so wie er ist.

Wäre das nicht etwas? Völlig neu anfangen? Ohne irgendwelche Altlasten wie meine blöden Bemerkungen gestern, meine peinlichen Ausrutscher vor den Kindern oder meine Vorbehalte gegenüber Menschen, mit denen ich schon schlechte Erfahrungen gesammelt habe?

Nichts ist gut

Jemand hat einmal gesagt, dass das Unglück der Menschheit darin bestände, dass sie das meiste ungefiltert sage und nicht in einer überarbeiteten Fassung. Wie wahr. Wie viele Reden gehören noch einmal überdacht, wie viele Ideen noch einmal überschlafen. Doch wann ist das, was ich sagen will, vollständig und richtig? Im Nachhinein findet sich immer etwas zum Verbessern.

Mitten in dieses defizitäre Denken schlägt die Bibel etwas völlig Neues vor. Wie wäre es, wenn ich einen Moment lang meine gesamten Anstrengungen sein lassen und einfach nur in mich und den Tag hineinhorchen würde? Mit offenem Herzen auf das hören würde, was Gott zu sagen hat?

Alles wird neu

Gerade zu Beginn eines neuen Jahres ist es eine besondere Verheissung, die die Bibel gibt: «Gedenkt nicht mehr an das Frühere und achtet nicht auf das Vergangene! Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor; solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wüste bereiten und Ströme in der Einöde» (Jesaja, Kapitel 43, Vers 18-19). Das ist wirklich eine himmlische Botschaft für das neue Jahr. Alles wird neu. Dabei geht es nicht um eine leicht überabeitete Version des Alten. Nein, es geht um etwas wirklich Neues.

Ich bin dabei

Das Spannende bei dieser biblischen Verheissung ist ihre Reichweite. Offensichtlich geht es Gott weder beim alttestamentlichen Propheten Jesaja noch später darum, alles komplett umzukrempeln. Er will alles neu machen, doch gleichzeitig knüpft er bei mir und jedem anderen an. Er geht nicht über mich, meine Persönlichkeit und meine Vergangenheit hinweg. Und gleichzeitig lässt er sich nicht davon fesseln. Das ist ein «alles neu», das sich visionär und gleichzeitig realistisch anhört. Paulus hält im 2. Korintherbrief, Kapitel 5, Vers 19 fest: «Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!»

Gottes Reset

Die Bibel ist voll von Angeboten zu einem Neuanfang. Doch dies bedeutet nie, dass ich mit all dem, was mich als Person ausmacht, keine Rolle mehr spiele. Stattdessen bleibe ich, wer ich bin. Weil Gott mich sieht, wie ich bin, werde ich, wer ich sein könnte. Das heisst, dass Gott mich nie auf irgendein Bild festlegen wird. Er reduziert mich weder auf mein Versagen in der Vergangenheit noch auf meine unerfüllten Wünsche. Er sieht weder mein Schaffen und Tun. Aber er lässt mich seine schöpferische Kraft spüren, die Dinge bewegt, Neues schafft und auch mich verändert.

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Datum: 31.12.2018
Autor: Hauke Burgarth
Quelle: Livenet

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