Arzt und Atheist

Auf der Suche nach Gegenargumenten wurde er neugierig

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Eigentlich wollte er nur zeigen, dass seine christlichen Nachbarn Heuchler sind. Doch als Dr. Greg Lehman begann, über die Fakten der Bibel zu recherchieren, merkte er: Dies muss die Wahrheit sein. Die seltsame Frage eines Patienten brachte alles auf den Punkt…

Das Leben von Dr. Greg Lehman ist der Traum vieler Menschen: Er hat eine erfolgreiche Arztpraxis, eine liebevolle Frau, zwei Kinder, wohnt in einer Villa, fährt schicke Autos und hat genug Geld, um sich jegliche Wünsche zu erfüllen. Und doch, tief innen ist der Atheist frustriert und verärgert, weil ihm etwas fehlt: Zufriedenheit. «Ich ging von einer Sache zur nächsten: Ich kaufte ein neues Auto, wenn das seinen Reiz verloren hatte, dann kaufte ich mir neue Kleidung, oder ich plante eine Reise. Ich nahm auch unterschiedliche Hobbies auf, lief Triathlons und wurde zum Weinexperten.»

Doch die innere Leere bleibt. «Es ist eine Mischung aus Traurigkeit und Leere. Aber gleichzeitig bist du wütend und frustriert, weil du denkst: 'Was ist los mit mir? Warum fühle ich mich trotz allem nicht erfüllt? Warum habe ich nicht das Gefühl, dass ich endlich das erreicht habe, wofür ich mein ganzes Leben gearbeitet habe?'»

Arrogant und explosiv

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Dr. Greg Lehman
Doch diese im Inneren nagenden Fragen zuzugeben, steht für den erfolgreichen Arzt ausser Frage. Er setzt eine Maske auf und lässt den Frust und den Ärger vielmehr an seiner Familie aus. «Er war an sich ein guter Mann, aber er wurde schnell wütend», erinnert sich seine Frau Ruth. «Er war arrogant und dachte, dass er immer Recht hat.»

Seine Arroganz scheint auch die Nachbarn zu stören, Christen, die ihm – so empfindet er – die kalte Schulter zeigen. Das regt ihn noch mehr auf: Wieso leben diese Heuchler nicht das, was sie predigen? Das will er seinen Nachbarn irgendwie so richtig unter die Nase reiben. Doch dafür muss er handfeste Beweise haben – und so beginnt der Arzt, die Bibel zu lesen, einfach, um die Stellen zu finden, welche die Nachbarn nicht erfüllen und sie damit fertig zu machen.

Auf der Suche nach Wahrheit

Doch etwas Unerwartetes geschieht: Als er liest, dass Jesus Gott ist und Mensch wurde, ist er verblüfft. «Ich merkte, dass wenn das wirklich geschehen wäre, dann wäre es das wichtigste Ereignis der gesamten Geschichte! Ich vergass meine Nachbarn komplett und las weiter, um zu erfahren, ob das wirklich so passiert war.» 

Seine Frau Ruth hat währenddessen über andere Wege zum Glauben an Jesus Christus gefunden. Sie betet für ihren Mann, wünscht sich, dass auch er zum Glauben kommt. «Aber irgendwann gab ich einfach auf und betete nur noch: 'Gott, du musst irgendetwas tun!'»

Wochenlang liest und recherchiert Greg Lehman weiter, bis er an einen entscheidenden Punkt kommt: Er merkt, dass sich das Christentum um die Auferstehung dreht. Als Arzt versucht er, eine natürliche Erklärung für diese zu finden. Er studiert eine Theorie nach der anderen, die die Auferstehung widerlegt, bis er plötzlich feststellt: «Keine der Theorien war glaubwürdig. Das einzige, was wirklich Sinn machte und mit den historischen Fakten und den römischen Wächtern am Grab übereinstimmte, war, dass das Grab leer war und dass er wirklich auferstanden ist.»

Beeindruckt vom Arzt und vom Evangelist

Auch Lukas, der ja wie er Arzt gewesen war, beeindruckt ihn. Ärzte glauben normalerweise an keine Wunder und suchen nach wissenschaftlichen Ansätzen. Doch hier ist ein Arzt, der die Wunder Jesu bestätigt. Den Ausschlag gibt aber letztlich Paulus, der vom Christenverfolger zum grössten Befürworter des Glaubens wurde. «Er hatte Christen getötet. Für ihn lag im Glauben kein Gewinn. Was in aller Welt bewegte diesen Typ dazu, loszugehen und der grösste Evangelist aller Zeiten zu werden? Es gab nur eine Erklärung und zwar, dass er wirklich den auferstandenen Herrn Jesus Christus sah. Als ich mir die Beweise anschaute und diese Typen und ihre veränderten Leben sah, wusste ich: Das muss ich glauben!» Doch Greg denkt noch, dass der regelmässige Kirchenbesuch einen Christ in den Himmel bringt.

Eine seltsame Frage

Eines Tages beendet er ein Gespräch in seiner Arztpraxis mit der gewöhnlichen Frage: «Haben Sie sonst noch irgendwelche Fragen?» Der Patient schaut ihm fest in die Augen und fragt: «Haben Sie Jesus Christus als Ihren persönlichen Retter angenommen?» Lehman ist völlig entgeistert. Er stürmt aus dem Raum, weiss nicht, was er tun soll.

Zwei Tage lang denkt er über dieses seltsame Erlebnis nach. «Es gab Dinge in meinem Leben, die ich gerne ändern wollte, den Ärger und den Frust. Aber ich hatte nicht die Kraft dazu. Und so kam ich an den Punkt, an dem ich einfach zusammenbrach, weinte und Gott bat, mir zu vergeben. Ich bereute meine Sünde und bat ihn, mich zu verändern.» Am nächsten Morgen fühlt er sich ungewöhnlich ruhig. «Ich war vollkommen von Frieden erfüllt. Ich spürte keinen Ärger, keinen Frust, sondern ich war einfach grundlos zufrieden. Ich dachte, das würde sich jeden Moment ändern, aber im Laufe des Tages merkte ich: Etwas war anders, ich war wirklich verändert worden.» Zunächst überprüft er, ob es vielleicht an seinen Medikamenten liegen kann. Doch dann versteht er: Gott hatte ihn verändert. «Seit dem Tag bin ich gerettet. Ich habe mich seither nie mehr allein, nie wieder leer, nie wieder unzufrieden gefühlt…»

Seine Veränderung, «ein Wunder»

Als er es seiner Frau erzählt, kann sie es kaum glauben. «Es war ein Wunder für mich, weil ich nicht mehr geglaubt hatte, dass er sich je verändern könnte…», berichtet sie. «Aber mit einem Mal sorgte er sich um andere Leute – und das schockierte mich regelrecht. Es ist, als ob ich einen neuen Ehemann hätte, es ist genial!»

Heute weiss Greg Lehman, dass das Christentum wirklich wahr ist. Sein neues Leben ist der beste Beweis dafür. «In jeder anderen Religion sucht der Mensch Gott. Aber im Christentum sucht Gott den Menschen. Der wahre Test des Christentums ist, wenn man zu Gott betet und ihn herausfordert. Er wird nicht nur Ihre Sünden vergeben, er wird Sie komplett verändern, so dass Sie wissen, dass es wahr ist. Das ist der grosse Unterschied.»


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Datum: 07.02.2017
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet

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