Not

Was kann ich schon machen?

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Advent und Weihnachten - das ist die hohe Zeit, man könnte auch sagen die «Rushhour» der Spenden und guten Taten. In keiner anderen Zeit gibt es so viele Aktionen für einen guten Zweck. Kirchen und Hilfswerke verschicken Briefe mit der Bitte um finanzielle Hilfe. Und nur in dieser Zeit sieht man so viele, die in den Fussgängerzonen betteln.

Viele Menschen fühlen sich überfordert, wenn sie an all die Nöte der Menschen denken. Nachrichten von Hungersnöten und Naturkatastrophen erreichen uns in denkbar kurzen Zeitabständen. Und obwohl es uns hierzulande vergleichsweise gut geht, ist die Not auch hier gross genug, wenngleich auf einem ganz anderen Niveau: Menschen ohne Wohnung und Zuhause, verwahrloste Kinder, Heranwachsende ohne Aussicht auf eine berufliche Zukunft, einsame Menschen.

Da kam einer, Jesus, in diese Not, die vor zweitausend Jahren vielleicht nicht so präsent, aber keinesfalls geringer war. Will ich wirklich helfen oder reagiere ich nur auf das Trommelfeuer der Aufrufe und Anlässe?

Was also tun und wem helfen?

Wenn ich nicht nur spenden, sondern selbst helfen will, brauche ich den Mut zu kleinen Schritten, zu einem kleinen Anfang. Sie könnten einmal darüber nachdenken, wem Sie im Alltag immer wieder begegnen und wem Sie helfen oder eine Freude machen könnten. Kollegen, Nachbarn, Verwandte, vielleicht auch eine Kassiererin oder ein Busfahrer.

Sie könnten sich über die lokalen Zeitungen oder das Internet informieren, was es an Hilfs-Initiativen in Ihrer Region gibt und wo Sie gerne helfen würden. Solche Vorhaben brauchen Geduld. Nehmen Sie sich das vor, informieren Sie sich jetzt, aber gehen Sie konkrete Schritte (Anrufen oder ein Treffen besuchen) im neuen Jahr.

Jesus begegnen

Wer anderen hilft, der tut nicht nur etwas Gutes oder erfüllt das christliche Gebot der Nächstenliebe. Wer anderen Menschen hilft, der begegnet dem Sohn Gottes: Jesus. In der Bibel zitiert der Evangelist Mathäus Jesus zu diesem Thema mit folgenden Worten: «Denn als ich hungrig war, habt ihr mir zu essen gegeben...Ich war ein Fremder bei euch, und ihr habt mich aufgenommen. Ich war nackt, ihr habt mir Kleidung gegeben. Ich war krank, und ihr habt mich besucht. Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen (...) Was ihr für einen meiner Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan» (Die Bibel, Matthäus, Kapitel 25, Verse 35-40)

Der Theologe Romano Guardini sagt es sinngemäss so: Man kann Jesus nicht wie irgendeinen Menschen der Geschichte erkennen (Nähe des Herrn, Romano Guardini, Topos-Verlag). Doch wenn wir anderen helfen und sie lieben, gehen uns die Augen für ihn auf. In dem wir andere annehmen wie sie sind und ihnen helfen, schaffen wir einen Weg, auf dem Jesus kommen kann. Darum geht es im Advent!

Link zum Thema: Das Weihnachtsdossier von Jesus.ch

Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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