Weihnachten - ohne durchzuknallen!

Weihnachten verbinden viele Erwachsene mit der Hoffnung auf harmonische Tage mit der Familie. Für manche Teenager und Jugendliche ist Weihnachten eine nervige Pflichtveranstaltung. Was also tun, bevor die zwei rasenden Züge aufeinanderknallen?

Zoom

Alle sollten nicht zu viel von dem Fest erwarten. Vor allem Erwachsene vergleichen vielleicht ihre schönsten früheren Weihnachtserlebnisse mit heute. Es entsteht eine übersteigerte Erwartungshaltung. Nach dem Motto: Es muss einfach schön sein und klappen! Daraus wird Krampf, dann Enttäuschung und schliesslich Streit.

Sich zusammensetzen und sprechen

Eltern und ihr Nachwuchs sollten sich zusammensetzen und darüber sprechen, was sie an früheren Weihnachtsfesten gut und nicht gut fanden; sei es im Blick auf das Essen, das Schmücken, den Ablauf usw. Das Gespräch sollte angekündigt sein, damit sich jeder vorher Gedanken machen kann. Entspannter wird es, wenn das Gespräch Lieblingsessen stattfindet. Einer sollte das Gespräch führen.

Jeder sagt etwas Positives, etwas Kritisches und was er sich für das Fest in diesem Jahr wünscht. Alle Vorschläge müssen geordnet und aufeinander abgestimmt werden - dazu sind von jedem Kompromisse nötig! Es muss auch besprochen worden, welche Vorbereitungen notwendig sind und wer welche Aufgaben übernimmt.

Tipps, damit's an Weihnachten nicht knallt

Erwachsene sollten an Weihnachten nicht alles anders oder ganz besonders machen wollen. Junge Menschen haben ein Gespür dafür, was passt und welche Dinge in der Familie ihren Platz haben, es wirkt sonst aufgesetzt und für den Nachwuchs "affig".

Schauen Sie, ob es in Ihrer Nähe einen Gottesdienst mit kreativen Elementen und modernen Liedern gibt. Dann macht der Besuch des Weihnachtsgottesdienstes auch Teenagern und Jugendlichen Spass.

Achten Sie darauf, dass sie sich nicht zu viel Gemeinsames für die Festtage vornehmen. Weniger ist mehr. Vorschlag: An jedem Tag eine gemeinsame Mahlzeit (das kann auch ein Brunch sein) und eine gemeinsame Aktivität; zum Beispiel Eislaufen gehen, Spaziergang, Kinobesuch, kegeln oder bowlen, einen Film schauen, zusammen essen oder schwimmen gehen.

Teenager und Jugendliche sollte an den Weihnachtstagen Zeit haben für eigene Aktivitäten, zu Freunden gehen können oder Freunde zu sich einladen.

Verbinden Sie das Schenken in der Familie mit einem schriftlichen Glückwunsch. Sagen sie einander, was sie gut aneinander finden. Die Eltern sollten ausdrücken, was sie an ihrer Tochter oder ihrem Sohn stolz macht.

Keine Angst vor Geldgeschenken: Manchmal spart der Nachwuchs auf eine grosse Anschaffung oder will sich das entsprechende Geschenk nach seinem Geschmack aussuchen.

Weiter sprechen

Machen Sie das gemeinsame Gespräch, in dem Kritisches und Negatives zu einer Sache gesagt wird zu einer festen Einrichtung. Der Jahreswechsel bietet sich an über das zu Ende gehende Jahr zu sprechen. Was war gut? Was war nicht gut? Es kann sein, dass dabei schwierige Themen angesprochen werden für die man sich gesondert Zeit nehmen muss. Wenn man hier dranbleibt, bekommt der Austausch und das Finden von gemeinsamen Lösungen einen festen Platz in der Familie.

Mehr zum Thema:
Stille Nacht – bis es kracht?


Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Information

Anzeige