Gott wird Mensch

Weihnachten auf der Spur

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Allgegenwärtig ist das Fest, doch kein Pauschalangebot. Es entzieht sich geballter Kaufkraft. Wir sehnen uns nach dem Frieden von Weihnachten; kaufen können wir ihn nicht. Der Sinn fürs Fest ist vom Himmel geschenkt. – Gedanken für jene, die noch unterwegs sind.

An festlichen Stoffen, Süssigkeiten und Stimmungen fehlt es heute nicht. Doch Weihnachten passiert abseits der warmen Stuben. Ein Baby kommt zur Welt, wird gewickelt und in eine kalte Krippe gelegt. Ein Zimmer hat die Hochschwangere mit ihrem Verlobten nicht gefunden (an eine Suite war nicht zu denken).

Anders als geplant

Als hätte es sein müssen, wird das Kind auf einer Reise geboren, die ein ferner Herrscher dem Paar aufgezwungen hat. Er will seine Untertanen gezählt haben. Maria und Josef müssen sich in seinem Bürgerort Bethlehem registrieren lassen – mehrere Tagesreisen von ihrem Wohnort. Weihnachten ist für sie das genaue Gegenteil eines gut vorbereiteten, gediegenen Events.

Und vor allem: das Baby ist nicht seins. Josephs Blick sagt alles: Er hat sich die Verlobungszeit mit Maria anders vorgestellt. Schwanger war sie plötzlich, ohne dass die beiden miteinander ins Bett gegangen sind. Das Kind, das nun zur Welt kommt, entspringt dem Willen des Himmels.

Aufgebot des Himmels

Weihnachten ist zuerst ein Aufgebot: Gott bietet seine Engel auf, die aus der unsichtbaren Welt in die sichtbare hineintreten, um den Leuten den Sinn dieser Schwangerschaft und Geburt zu vermitteln. Und den Stern am Himmel, der Astrologen von fern nach Bethlehem weist. Zuvor hat der Erzengel Maria verkündigt, wer in ihr wachsen wird.

Nicht zu fassen

Gott wird Mensch. Das ist nicht zu fassen. Denn Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht ganz anders wäre, unsterblich, unseren Grenzen völlig enthoben. Das geht Muslimen und anderen nicht in den Kopf: dass Gott, der Eine, Mensch wird, einer von uns. Weihnachten ist ein Wunder – darum haben die Engel so viel zu tun. Es bleibt ein Wunder – unverwüstlich.

An den Retter glauben

Gott wird Mensch, um Menschen zu retten. Derjenige, der da geboren wird, wird den Weg öffnen und weisen aus der verworrenen Lage, in der sie stecken, aus dem Kreisen um sich selbst. Retten von ihren Sünden wird er sie: so hat der Engel gesagt. Und das soll man glauben? Ja, so wird Frieden auf der Erde bei den Menschen, denen Gott sich zuwendet. Das rufen die Engel bei ihrem Erscheinen über den Hirten aus. Das ist auch 2000 Jahre später die Hoffnung von Weihnachten. Denn Jesus hat noch einen Auftritt vor. Vom Himmel wird er unwiderstehlich in die sichtbare Welt treten und Gerechtigkeit schaffen.

Brauchen wir keinen Retter, weil wir uns selbst helfen, uns selbst mit dem Lebensnotwendigen versorgen und für (Fest-)Stimmung sorgen? Dann entschwindet Weihnachten im Dunkel der Lichterstrassen. Der Retter Jesus Christus, er allein, macht Weihnachten zum Fest des Herzens, das nicht mehr aufhört.

Bleiben Sie Weihnachten auf der Spur. Lesen Sie, am besten gemeinsam mit anderen, in der Bibel den Beginn des Lukas- und des Matthäusevangeliums.

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Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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