Der Tag des Herrschers

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Süsser die Glocken nie klingen... aber eigentlich ist Weihnachten der Tag des Herrschers. Der Fürst ist geboren, dem der Sieg zukommt. Mit der Geburt steht sein Anspruch auf Herrschaft fest.

In einem Geburtsfest schwingt etwas Ur-Menschliches mit: Der Fürst repräsentiert das Volk. Wird ein Prinz geboren, lebt es auf. Nun haben, wenn die Tyrannen der Welt ihre Söhne präsentieren, die Untertanen wenig Gutes zu erwarten. Weihnachten ist das Gegenteil: Für alle Menschen ist die Geburt Anlass zum Feiern, weil dieser Sohn von Grund auf gerecht handeln, Gerechtigkeit üben und Frieden bringen wird.

Jesus ist der «Sohn Davids». Seine Mutter entstammt der Königsfamilie Jerusalems, ihr Mann ebenso. In der Geschichte der Juden ist David der König schlechthin - der Mann, der dem Staat Festigkeit gab und dabei Gott immer wieder suchte. Gott hat Davids Herrschaft bestätigt und ihm zugesagt, dass sein Geschlecht nicht untergehen wird. Als «Sohn Davids», tausend Jahre nach ihm geboren, ist Jesus dazu bestimmt, mit Autorität vom Himmel zu herrschen und das Volk zurechtzubringen.

Mehr als das: Der Prophet Jesaja vernimmt von Gott, dass ferne Völker die Gerechtigkeit ersehnen, die er bringt. «Wo ist der neugeborene König der Juden?» Sterndeuter aus dem Morgenland stellen diese Frage in Jerusalem - und gelangen in Bethlehem zum Verschlag, wo das Baby Jesus in der Krippe liegt. Sie huldigen ihm als dem kommenden Herrscher.

Der alte Tyrann in Jerusalem, König Herodes, will von ihm nichts wissen. Seine Soldaten richten wenig später ein Massaker an, ohne Jesus zu treffen. All dies zeigt: Diese Herrschaft ist anders. Nicht mit Schwertern, nicht mit Fäusten - dauerhaft überwunden wird das Böse mit der reinen Kraft der Güte und Barmherzigkeit. Jesus wird dem Vertreter des römischen Kaisers später sagen: «Meine Herrschaft ist nicht von dieser Welt» - und sich zugleich als König outen.

Weihnachten ist der Tag des Herrschers. Sein Anspruch steht. Leben und Frieden wird er bringen. Wir feiern Weihnachten 2000 Jahre später in der Erwartung, dass er es noch viel umfassender tut. Bald.

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Mehr in der Bibel lesen:
2. Samuel 7; 2. Samuel 23
Jesaja 9,1-6; 42,1-9; Micha 5,1-2, Sacharja 9,9
Matthäus 2; Lukas 1-2; Römer 1,1-7.17


Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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