Weihnachtsbaumchronik

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1509 zeigt ein Kupferstichen den ersten mit Lichtern und Sternen geschmückte Tannenbaum von Lucas Cranach dem Älteren

1510 aus Riga, Litauen, wird von einem geschmückten Weihnachtsbaum berichtet.

1525 wird in Salzburg ein Behördliches Verbot "betreffend des Abhacken des Weihnachtsgrün" erlassen.

1535 ist überliefert, dass in Strassburg kleine Eiben, Stechpalmen und Buchsbäume verkauft wurden.

1597 schmückte die Handwerkerzunft der Stadt Bremen erstmals einen Christbaum zur Weihnachtszeit, um unter ihm Weihnachten zu feiern.

1605 ist der erste urkundlich erwähnte Weihnachtsbaum in Strassburg öffentlich aufgestellt worden. Er ist aber ohne Kerzen, aber mit leuchtend roten Äpfeln geschmückt worden.

1610 wird in Deutschland das Lametta erfunden.

1611 steht in Schlesien in Breslau der erste geschmückte Tannenbaum im Schloss der Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien.

1660 aus Deutschland wird von einem Weihnachtsbaum mit Kerzen berichtet.

1708 berichtet Lieselotte von der Pfalz von Buschbäumen mit Kerzen.

1770 Goethe berichtet von den schönen Weihnachtsbäumen in Strassburg.

1780 soll in Berlin der erste Weihnachtsbaum gestanden sein.

1800 In Europa wird der erste Christbaumschmuck gefertigt.

1813 werden die ersten Weihnachtsbäume aus Wien und Graz gemeldet. Sie waren aber eher noch Unikate.

1815 Die Biedermeierzeit bricht an. Der Weihnachtsbaum wird eleganter und ist der Mittelpunkt der Familie.

1815 wurde der erste Christbaum in Danzig (Polen) gesichtet.

1816 Henriette von Nassau-Weibling, Gattin des Erzherzog Karls, Sieger von Aspern über Napoleon, bringt aus dem Rheinland den alten Brauch nach Wien für ihr erstes Kind und für jeden Monat des Jahres 1 Kerze an den Baum zu hängen und zu schmücken. Dieser Brauch verbreitete sich schnell und Prinzessin Henriette wurde im Volksmund schon bald zur "Christkindlbringerin".

1822 kam der Weihnachtsbaum gewissermassen im Reisegepäck deutscher Auswanderer nach Amerika.

1822 Aus England wird berichtet, dass dort lebende deutsche Kaufleute geschmückte Weihnachtsbäume in ihren Wohnungen aufstellen.

1831 Johann Simon Lindner stellt Nüsse aus bleiverspiegelten Glas her - die Vorreiter der Christbaumkugeln.

1846 Die Zeitung "Illustration London News" veröffentlicht ein Bild, dass die königliche Familie um einen Weihnachtsbaum zeigt. Hierdurch wird der auf einem Tisch stehende Weihnachtsbaum populär.

1848 August Imgard, Auswanderer aus Wezlar, schmückt den ersten Amerikanischer Weihnachtsbaum mit mundgeblasenen Kugeln.

1866 wird der gusseiserne Weihnachtsbaumständer patentiert.

1870 wird der Christbaumschmuck industriell hergestellt. Aus Draht und Federn gibt es erste Versuche, künstliche Weihnachtsbäume herzustellen.

1870 Kaiser Wilhelm der I. feiert Weihnachten mit einem festlichen dekorierten Weihnachtsbaum im Schloss Versailles. Der Weihnachtsbaum wird zum nationalen deutschen Symbol mit seinem dekorativen Charakter und seiner heutiger Pracht.

1870 erfindet Justus Liebig aus dem Ort Morgenstern bei Gablonz die Kunst, Glaskörper von innen zu versilbern. 1878 spricht die Sonneberger Handels- und Gewerbekammer von "jährlich wachsender, beifälliger Aufnahme" des Glas-Christbaumschmuck aus Thüringen.

1880 Deutscher weihnachtlicher Glasschmuck wird beim amerikanischen Kaufhaus Woolworth verkauft.

1882 Die ersten elektronischen Christbaumkerzen werden in New York verkauft.

1891 wird der erste Weihnachtsbaum am Amtsitz des Präsidenten der USA vor dem Weissen Haus aufgestellt.

1892 Drahthaken zum befestigen von hängenden Baumschmuck werden in der USA patentiert.

1893 ist der Glasschmuck und der Weihnachtsbaum aus den deutschen Stuben nicht mehr wegzudenken. Und schon damals gibt die führende Frauenzeitschrift dieser Zeit Ratschläge zum modischen Schmuck des Baumes: "Der Christbaum muss glänzen, glitzern, funkeln und blenden" (Gartenlaube 1893).

1900 trat der Weihnachtsbaum seinen Siegeszug durch die Welt. In vielen Häusern, aber auch in öffentlichen Gebäuden findet der Brauch grosse Zustimmung. Nach langem Widerstand und als heidnisches Symbol abgelehnt, installieren nun auch die Kirchen geschmückte Lichterbäume zusammen mit der Krippe.

2001 Ungezählt sind die Farben und Formen der Christbaumdekorationen. Neben Fichte und Blaufichte haben sich neue Tannensorten wie die aus Kaukasus kommende Nordtanne oder auch Nobilistanne etabliert. Nadelfestigkeit, starke Äste und ein guter Duft sind heute Garantien für einen schönen festlich geschmückten Weihnachtsbaum.


Autor: Bruno Graber
Quelle: Jesus.ch

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