Ausnahmezustand in Solothurn

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Urs Dummermuth leitet die Evangelische Allianz Solothurn.
Solothurn im Ausnahmezustand: Römische Soldaten patrouillieren stramm durch die Stadt. Ein finsterer arroganter König sitzt vor der gigantischen St.-Ursen-Kathedrale, und in einem Stall, mitten in der Stadt, liegt ein Baby.

Bereits zum vierten Mal führten Solothurner Landes- und Freikirchen die Weihnachtsgeschichte im Maßstab 1:1 auf; wie schon in den letzten Jahren am verkaufsoffenen Sonntag, dem 17. Dezember 2006. Mittlerweile wirbt gar die Stadtvereinigung für die «Weihnachtsreise». Sie ist zum Publikumsmagneten geworden.

Kurz hinter der Aarebrücke heischt ein wackerer römischer Soldat Aufmerksamkeit: «Alle müssen sich einschreiben!» Das sei ein Befehl des Kaisers. Der Soldat macht nicht den Eindruck als wäre mit ihm zu spaßen. «Lang lebe Herodes!» schreit er, während man sich hastig registrieren lässt.

König Herodes selber empfängt seine Leute weiter oben in der Stadt. Auf einer grossen Treppe, weit vom Volk entfernt, steht sein Thron. Alle Menschen müssen sich in seine Listen eintragen lassen. Der Weg ist für viele beschwerlich. Doch das ist dem machthungrigen Herodes völlig egal. «Die schwangeren Frauen? Die gebären halt unterwegs», wischt er auch diesen Einwand arrogant beiseite.

Magier mit Kamelen

Die Besucher interessieren sich für die Weihnachtsgeschichte. Bei der Schafherde staunen die Menschen ebenso wie beim Stall mit der Krippe – Kinder wollen von den Eltern mehr über diese biblische Geschichte erfahren.

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Kräftige römische Soldaten sorgen in Solothurn für Ruhe und Ordnung.
Urs Dummermuth, Organisator der «Weihnachtsreise» und Leiter der Solothurner Allianz: «Die Leute sind begeistert. Jemand sagte: Jetzt muss ich zu dir in eine Predigt kommen.» Plötzlich wird die Bibel greifbar. Dutzende Menschen laufen mit, wenn die Magier mit ihren Kamelen von Herodes zur Krippe ziehen und dort Jesus finden. Oder auch wenn die Hirten mit den Schafen durch die Stadt kreuzen und schliesslich ebenfalls den Stall erreichen. Sobald Soldaten im Gleichschritt vorbeimarschieren, wird Platz gemacht. Bei jedem Anschritt krachen die Enden ihrer Speere aufs Kopfsteinpflaster.

Eine Erfolgsgeschichte

Am Abend folgte ein Singen auf dem Platz vor der Krippe, mitten in Solothurn. Die Darsteller verteilten Singbücher. Die einzelnen Lieder sagte TV-Talker René Meier an und erklärte Grundlegendes über Jesus: «Er ist nur ein Gebet weit weg!»

Urs Dummermuth: «Vielleicht dokumentieren wir diese Weihnachtsgeschichte noch in einem Bildband, mit Fotos von der Aufführung in Solothurn.» Weihnachten, eine Erfolgsgeschichte in den Menschenherzen rund um den Globus – und in Solothurn, wo sie an diesem einem Tag wieder viele Menschen erreichte.

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Hirten und Schafe lagern mitten in Solothurn; so auch dieses Lamm.
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Oh, ein Stall, mitten in der Innenstadt von Solothurn – und eine Krippe, mit echtem Baby.
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Hart, aber herzlich: Römischer Soldat posiert trotz seiner Aufgabe, die Stadt zu überwachen.
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«Alle müssen sich einschreiben!» Hier wird nicht gespaßt.
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Kein Pardon: Wer in der Stadt ist, muss sich registrieren lassen. Selbst wenn er in einer knurrenden Blechkarosse anrauscht.
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Stolz, mächtig und arrogant – Herodes ist das Zentrum universaler Macht; glaubt er wenigstens.

Datum: 04.01.2007
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch

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