Pfingsten

Heiliger Geist - woher und wozu?

Der Name Pfingsten wird vom griechischen Wort "pentekosté", der Fünfzigste, abgeleitet. Er entwickelte sich über den gotischen Ausdruck "paintekuste" und das mittelhochdeutsche Wort "pfingesten" zu "Pfingsten".


Pfingsten ist in das Fest des Heiligen Geistes, der oft mit einer Taube dargestellt wird.

Das Wort meint also einfach mal den zeitlichen Abstand von 50 Tagen zu Ostern. Der eigentliche Festtag wäre demnach der Pfingstmontag. Mit Pfingsten endet die österliche Zeit. Was an Pfingsten eigentlich gefeiert wird, weiss laut Umfragen nur noch eine Minderheit der Bevölkerung. Auch gibt es dazu kein allgemeines Brauchtum wie zu Ostern oder Weihnachten.

Ursprünglich ein Erntefest

Im Judentum war Pfingsten ursprünglich ein Erntefest mit Dankopfern. Während das Passah-Fest (Ostern) den Beginn der Getreideernte markierte, wurde am fünfzigsten Tag darauf der Schawuot begangen, der Tag der Darbringung der Erstlingsfrüchte. Später wurde dieser Tag auch als Wochenfest bezeichnet. Als christliches Fest wurde Pfingsten erstmals im 4. Jahrhundert erwähnt.

Undefinierbare Wesen

In der christlichen Kirche ist Pfingsten das Fest des Heiligen Geistes. Viele Menschen, darunter auch viele Christen, können mit diesem "Wesen" nur wenig anfangen. Was für die Theologen die "dritte Person der Gottheit" ist, hat für viele etwas Undefinierbares an sich. Die kindliche Vorstellung verbindet mit dem Wort Geist oft das Wesen eines Gespenstes. Der Heilige Geist jedoch verbreitet keine Angst, sondern erfüllt die Menschen mit Mut und Kraft.

Nach der biblischen Überlieferung wurde der Heilige Geist ausgesandt, um Person, Wort und Wirken Jesu Christi lebendig zu halten. Zusammen mit Gott, dem Vater, und Jesus Christus, dem Sohn, bildet er die "Trinitas Dei", die Dreieinheit Gottes. So hat es die frühe christliche Kirche im Jahre 381 formuliert.

Positive Veränderung

Wer die Bibel liest, wird feststellen, dass nicht erst das Neue Testament vom Geist Gottes spricht. Beim Propheten Sacharia findet sich das Zitat "Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht Gott, der Herr." Nach dieser Aussage schafft Gott nicht Heil durch die Mächtigen der Welt und durch Waffengewalt, sondern dort, wo sein Geist lebendig ist. Der Geist Gottes ist es, der Verzweifelten Hoffnung bringt, Verzagte aufrichtet und Hasserfüllten Gedanken des Friedens eingibt. Wo Menschen vom guten Geist, vom Geist Gottes, erfüllt sind, geschieht positive Veränderung.

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