Ostern auf dem Friedhof

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Bild: www.bodirskys.de
Gehen Sie ab und zu über einen Friedhof: Hier ein einfacher Sandstein mit schwarzen Buchstaben. Dort ein teurer Marmor mit goldenen Lettern. Drüben ein behauener Granit mit ausgewaschener Schrift. So verschiedenartig diese Grabsteine auch sein mögen, alle miteinander sind es Schlusssteine, die ein Ende markieren. Ein Weg ist abgebrochen. Grabsteine sind Schlusssteine.

Wenn Sie an Jesus glauben, dann sehen Sie diese Steine noch mit ganz anderen Augen. Der Sandstein wird zum Markstein, der die Besitzverhältnisse regelt. Jesus Christus stellt klar, dass er niemanden den Todesmächten überlässt. Die „Gewalten der Finsternis“ haben keinen Zugriff. Auch der Friedhof gehört zum Bereich des Himmels. Der Marmor wird zum Grenzstein, der den Grenzverlauf bestimmt.

Jesus macht die Grenze zwischen sichtbarer und unsichtbarer Wirklichkeit deutlich. Es gibt eine Linie, die Welten trennt und mit unserem Blick nicht zu durchdringen ist. Einmal wird sie aufgehoben, dann wenn Jesus zurückkommt. Aber bis dahin gilt: „Ich weiss nicht, wie es in der himmlischen Dimension aussieht. Aber eines weiss ich, dass ich den wieder erkennen werde, der mich heute beim Namen ruft und mir vertraut ist“ (Helmut Thielicke).

Und der Granit wird zum Wegstein, der die Strasse anzeigt. Wer mit Jesus unterwegs ist, für den sind Grabsteine keine Schlusssteine mehr.

Datum: 29.03.2002
Autor: Konrad Eißler
Quelle: ideaSpektrum Schweiz

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