Ei...ei......einerlei!

Wer sucht, der findet auch. "Guguuseli, wo bist du, Osterhase?" - "Wow.....ich hab's gecheckt, ich habe mein Körbchen unter dem Strauch gefunden, ääätsch!"

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Na klar doch, wer sucht, der findet auch. Doch die Originalversion von Ostern weicht einige Lichtjahre von der Osterhasen-Nestsuche ab.

Das makabere Schauspiel spielte sich anfangs unserer Zeitrechnung im nahen Osten ab. Dort wurden drei Männer nach römischem Strafrecht an je einem gekreuzten Balken zu Tode gefoltert. Zuerst an Händen und Füssen ans Holz genagelt, und der in der Mitte wurde noch mit einem Geflecht aus Dornengestrüpp gekrönt.

Weil er ein „König der Juden“ war, wie auf dem Schild über ihm zu lesen war. Dieser gab seinen Geist auch schneller ab als die beiden anderen. So ungewöhnlich schnell, dass man einen Beweis haben wollte, ob er wirklich hinüber war. Sie stiessen ihm seitlich einen Speer in die Brust, um ja sicher zu gehen, dass tot auch wirklich tot war. Er war! Blut und Wasser flossen aus seiner Wunde.

Weil die Sonntagsruhe nicht gestört werden sollte, mussten die Leichname bis am Abend entsorgt sein. Da der Mittlere für den Geschäftsmann Joseph wirklich ein König war, holte er ihn vom Kreuz herunter und platzierte die Leiche in sein eigenes Felsengrab. „Besser ein toter König in meinem Grab, als gar kein König“, wird er sich gesagt haben.

Und nun kommt's. Dieser Joseph legt den Toten also in sein eigenes Grab! Er versteckt ihn quasi. Bevor die Felsentür vor die Öffnung gerollt wird, kommen noch die Freundinnen dieses Königs, salben ihn und wickeln ihn zum Begräbnis in Leintücher. Und zu das Grab! Verschlossen. Versteckt.

Wer nun nicht Eier oder Osterhasen sucht, sondern Ihn, den König der Liebe und der Vergebung, der findet Ihn auch. Er sei das Leben, sagte er. Denn der Begrabene verliess kurz darauf die verschlossene und versiegelte Höhle und erschien darauf vielen. Erfrühstückte mit seinen Freunden am Fluss. Schliesslich erhob er sich Richtung Himmel. Nicht ohne noch zu sagen, dass es einerlei sei, was Menschen so alles zusammensuchen in ihrem Leben und dabei doch nicht glücklicher werden.

Datum: 16.03.2003
Autor: André Jenster
Quelle: Jesus.ch

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