Der Auferstandene: Jesus und Johannes

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Was Johannes jetzt schaut, übersteigt alles vorher Erlebte.
Wie tot fällt er um, erschlagen von dem, was er mit seinen inneren Augen wahrgenommen hat. Johannes schaut Christus, den auferstandenen Herrn.

Jahrzehnte sind vergangen seit der Zeit, als Johannes mit Jesus durch Galiläa zog und nach Jerusalem hinaufwanderte, als er seine Hinrichtung, Auferstehung und Himmelfahrt erlebte. Mit Jesus kommt Gottes Herrschaft zu den Menschen! - diese Botschaft hat er nach der Ausgiessung des Heiligen Geistes mit den anderen Aposteln verkündigt. Er ist dabei ins Gebiet der heutigen westlichen Türkei gelangt und hat die jungen christlichen Gemeinden betreut.

Gewaltige Stimme

Christsein ist gefahrvoll, da der römische Kaiser wie ein Gott verehrt zu werden verlangt. Johannes ist von den Behörden auf eine einsame Insel vor der Küste verbannt worden. Im Gebet kämpft er darum, dass Jesus seinen Gemeinden beisteht. Der Geist Gottes ergreift ihn; Johannes hört hinter sich eine gewaltige Stimme, die ihm gebietet aufzuschreiben, was er sieht, und es den sieben Gemeinden in der Region zu senden.

Augen wie Feuerflammen

Er dreht sich um. Sieben goldene Leuchter stehen da. Mittendrin nimmt er eine Gestalt wahr, die einem Menschen gleicht. Sie trägt ein langes Gewand mit goldenem Gürtel. Schneeweisses Haar und ein strahlend helles Gesicht blenden; die Augen stechen wie Feuerflammen. Unter dem Kleid schimmern die Füsse wie Gold; in der Hand hält die Gestalt sieben Sterne. Ihre Stimme donnert, als würden gewaltige Wassermassen gegen die Felsen branden. Furchterregend der Mund: aus ihm geht ein zweifach geschärftes Schwert.

„Fürchte dich nicht!"

Die Gestalt strahlt hell wie die Sonne. Das ist zu viel. Alle Kraft verlässt Johannes bei dieser Vision. Seiner nicht mehr mächtig, fällt er zu Boden, gerade vor ihre Füsse. Da spürt er eine Hand auf sich und Jesus sagt: „Fürchte dich nicht!"

Die Zeit damals, mit Jesus, hat Johannes geprägt. „Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen haben, was wir geschaut und was unsere Hände berührt haben, das Wort des Lebens...!" - so beginnt einer seiner Briefe. Ja, Gott selbst hat in Jesus unter ihnen gelebt, er, der einst zu Mose sprach: „Ich bin, der dich bin".

Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt

Doch was Johannes jetzt, in seinen alten Tagen, schaut, übersteigt alles vorher Erlebte. Jesus offenbart sich mit seiner himmlischen Herrlichkeit und Kraft. „Fürchte dich nicht!" sagt der Auferstandene, die Hand auf seinen Freund gelegt. Und er fährt fort mit einem dieser Sätze, die nur er sagen kann: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot und siehe, ich lebe in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt."

Johannes erhält die Weisung aufzuschreiben, was er gesehen hat und noch schauen wird. Die Autorität von Jesus, seine himmlische Herrlichkeit und Macht wird sich durchsetzen.

Lesen Sie die anderen Texte der Reihe „Begegnungen mit dem Auferstandenen":
Jesus und Saul
Jesus und Petrus
Jesus und die Fischer
Jesus und Thomas
Jesus und seine Freunde
Jesus und Simon
Jesus und Klopas
Jesus und Maria Magdalena


Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch

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