"Die Bibel, das beste Management-Handbuch"

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Hansueli Rohrbach, Unternehmens- und Kommunikationsberater
„Jeder Unternehmer, der täglich in der Bibel liest wird beschenkt mit Kraft, Ruhe und Zuversicht. Dadurch kann er eine Unternehmensphilosophie praktizieren die nachvollziehbar ist und die er im täglichen Leben umsetzen kann“, versichert Unternehmens- und Kommunikationsberater Hans-Ulrich Rohrbach.

Claudine Meier: Als Unternehmens- und Kommunikationsberater kennen Sie nicht nur Theorien zum Erfolg, sondern erleben den praktischen Alltag. Geben Sie uns ein Beispiel, wie Sie mit einer Konfliktsituation umgehen.
Hansueli Rohrbach: Ein junger Einkäufer hatte dem Händler ein Produkt abgekauft. Die gekaufte Ware war gut und passte in das Produktsortiment des Unternehmens. Der Händler belohnte den jungen Mann. Er schickte ihm nach jeder weiteren Bestellung einen kleinen Scheck. "Das ist bei uns so üblich", sagte er, als der Einkäufer beim ersten Scheck ablehnen wollte: "Sie tun mir was Gutes, und ich tue Ihnen was Gutes."

Ich hatte die Gelegenheit, mit beiden zu sprechen. Das Gespräch war schwierig. Der Händler wollte nicht verstehen, dass er mit dieser Methode den Einkäufer dazu anstiftete, seinen Arbeitgeber zu betrügen. Auch der junge Mann verstand nicht, wovon ich sprach. Seine Reaktion war: "Wenn ich den Scheck nicht akzeptiere, nimmt ihn doch ein anderer und eventuell geht uns wertvolle Ware zu einem guten Preis verloren!"

Jesus Christus sagt, wir sollen unsere Arbeit redlich und mit vollem Einsatz leisten. Er sagt auch, dass wir dem Kaiser zu geben haben, was dem Kaiser gebührt. Aber er hat nichts von Provisionen und Schwarzgeld gesagt. Ich habe nichts gegen Provisionen. Wer durch eine Leistung zwei Partnern Vorteile bringt, hat eine Leistungsprovision verdient. Aber wer für seine Arbeit, für die er bezahlt wird, von Dritten belohnt wird, begibt sich in Gefahr.

Als Unternehmensberater geben Sie auch Seminare, in denen Sie theoretisches Wissen vermitteln. Sie sagen, dass Ihre Grundlage die Bibel ist. Wie zeigt sich diese Haltung im Umsetzen Ihrer Aufgaben?
Ich hatte dreissig junge, hoffnungsvolle Manager und zukünftige Unternehmer vor mir. Meine Aufgabe war, ihnen im Rahmen einer Vortragsserie die Themen Managementtheorien, Respekt und Kommunikation näher zu bringen. Keine der vielen Führungs- und Managementtheorien funktioniert, wenn Respekt und Kommunikation nicht verstanden wird.

Auf der einen Tischhälfte waren etwa 20 Bücher über Management ausgelegt. Eine Taschenbuchausgabe des Neuen Testaments lag auf der anderen. Ich erklärte: "Wenn Sie während Ihrer Arbeit oder in der Freizeit viel Zeit und Musse haben, sollten Sie alle diese Bücher auf der linken Tischhälfte lesen; ich kann sie Ihnen alle empfehlen. In jedem Buch ist Wissenswertes, das man im täglichen Berufsleben einbringen kann. Sollten Sie aber wenig Zeit haben, empfehle ich Ihnen dieses kleine Taschenbuch rechts, eine Bibel, zum täglichen Lesen; 10 Minuten reichen schon! Es enthält alle guten Ratschläge der anderen Bücher und vor allem: Es zeigt Ihnen den Weg zu einem erfüllten Leben!"

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Die Bibel, das beste Management-Handbuch
Wie erachten Sie den persönlichen Nutzen im Geschäftsleben auf der Grundlage der Bibel?
Für mich lässt sich das auf wenige Punkte zusammenfassen: Jeder Unternehmer, der täglich in der Bibel liest wird beschenkt mit Kraft, Ruhe und Zuversicht. Er kann eine Unternehmensphilosophie erstellen die auch im täglichen Leben nachvollziehbar ist und die er umsetzen kann. Er kennt verschiedene Management- und Führungsstile und vertraut auf eine Wirklichkeit: Herr, nicht meine Wünsche, sondern deine Verheissung erfülle sich!

Was ist Ihre Erkenntnis aus der Bibel zum Thema Führung?
Wer ein Unternehmen leitet, ist Vorbild und trägt Verantwortung. Die goldene Regel aller Management- und Führungstheorien liest sich so: "Seid zu den Leuten genauso, wie ihr auch von ihnen behandelt werden wollt."

Hans-Ulrich Rohrbach, Feusisberg, ist Unternehmens- und Kommunikationsberater, Schulung und Coaching im Schulbereich und Mitglied der Leitung Mentor Stiftung für Drogenprävention bei Kindern und Jugendlichen.

Datum: 01.05.2002
Autor: Claudine Meier
Quelle: Reflexionen

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