Bibelstudium: Markus 14,17-26

Das Abendmahl: Gottes neuer Bund mit den Menschen

17 Am Abend kam Jesus mit den zwölf Jüngern. 18 Während sie miteinander aßen, sagte er zu ihnen: «Ich weiß, daß mich einer von euch, der jetzt mit mir ißt, verraten wird!» 19 Bestürzt sahen sie einander an, und einer nach dem andern fragte Jesus: «Meinst du mich?» 20 «Es ist einer von euch Zwölfen, der jetzt mit mir zusammen ißt. 21 Der Menschensohn muß zwar sterben, so wie es die Propheten vorausgesagt haben; aber wehe dem, der zu seinem Verräter wird! Für ihn wäre es besser, er wäre nie geboren worden.» 22 Noch während sie aßen, nahm Jesus ein Stück Brot, sprach das Dankgebet, teilte das Brot und gab jedem seiner Jünger ein Stück davon: «Nehmt und eßt! Das ist mein Leib!» 23 Anschließend nahm er einen Becher Wein, dankte Gott und gab den Becher seinen Jüngern. Sie tranken alle daraus. 24 Jesus sagte: «Das ist mein Blut, mit dem der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt wird. Es wird zur Vergebung der Sünden vergossen. 25 Ich sage euch: Von jetzt an werde ich keinen Wein mehr trinken, bis ich ihn wieder mit euch im Reich Gottes trinken werde.» 26 Nachdem sie das Danklied gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

Übersetzung: Hoffnung für Alle

Kommentar

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14,17-21 Am selben Abend kam "er mit den Zwölfen" in das Obergemach, das vorbereitet worden war. Als sie sich niederliessen und assen, kündigte Jesus an, dass einer der Jünger ihn verraten würde. Sie alle erkannten, dass ihre eigene Natur zu allem fähig war. Mit einem gesunden Misstrauen gegenüber sich selbst fragte jeder, ob er der Schuldige sei. Jesus offenbarte dann den Täter als den, der mit ihm das Brot in den Fleischsaft eintauchte, .d. h. dem er das Brotstück reichte. "Der Sohn des Menschen" ging wie vorausgesagt auf seinen Tod zu, doch das Schicksal des Verräters würde fürchterlich sein, so fürchterlich, dass "jenem Menschen gut wäre, wenn er nicht geboren wäre".

14,22-25 Nachdem Judas das Brot gegessen hatte, ging er hinaus in die Nacht (Joh 13,30). Jesus setzte dann das Herrenmahl ein. Seine Bedeutung wird durch drei Worte wunderbar umrissen:

1. 1. er nahm - das Menschsein auf sich,
2. 2. er brach - bald würde sein Leib am Kreuz gebrochen werden,
3. 3. er gab - sich selbst für uns.

Das Brot stand für seinen hingegebenen Leib, der Kelch für sein vergossenes Blut. Durch sein Blut unterzeichnete er den neuen Bund. Für ihn würde es keine Festfreude mehr auf Erden geben, bis er auf die Erde zurückkehrte, um sein Reich aufzurichten.

14,26 Nun sangen sie ein Loblied - wahrscheinlich einen Teil des "grossen Hallel" - die Psalmen 113-118. Dann verliessen sie Jerusalem, überquerten den Kidron und kamen "zum Ölberg".


Quelle: Kommentar zum Neuen Testament - William McDonald

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