Bibelstudium: Markus 11,20-26

Von der Kraft des Glaubens

20 Am nächsten Morgen, als sie wieder an dem Feigenbaum vorbeikamen, sahen sie, dass er völlig abgestorben war. 21 Petrus dachte daran, was Jesus gesagt hatte. «Siehst du», meinte er, «der Baum, den du verflucht hast, ist vertrocknet.» 22 Da antwortete Jesus: «Ihr müsst Gott ganz vertrauen! 23 Denn das ist sicher: Wenn ihr glaubt und nicht im geringsten zweifelt, könnt ihr zu diesem Berg hier sagen: 'Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!' und es wird geschehen. 24 Es ist wirklich so: Alles, worum ihr im festen Glauben betet, wird Gott euch geben. 25 Aber wenn ihr ihn um etwas bittet, sollt ihr vorher den Menschen vergeben, die euch Unrecht getan haben. Dann wird euch der Vater im Himmel eure Schuld auch vergeben. 26 Wenn ihr ihnen aber nicht vergeben wollt, dann wird euch Gott eure Schuld auch nicht vergeben.»

Übersetzung: Hoffnung für Alle

Kommentar

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11,20-23 Am Morgen nach der Verfluchung des Feigenbaumes kamen die Jünger dort auf ihrem Weg nach Jerusalem vorbei. Er war von den Wurzeln bis in die Spitzen verdorrt. Als Petrus das vor dem Herrn erwähnte, sagte dieser einfach: "Habt Glauben an Gott!" Aber was haben diese Worte mit dem Feigenbaum zu tun? Die folgenden Verse zeigen, dass Jesus den Glauben der Jünger stärken wollte, damit sie ein Mittel hätten, Schwierigkeiten zu überwinden. Wenn Jünger an Gott glauben, dann können sie das Problem der Unfruchtbarkeit beseitigen und berghohe Hindernisse überwinden.

Dennoch geben uns diese Verse nicht die Vollmacht, um Wunderkräfte zur eigenen Selbstdarstellung oder Bestätigung zu bitten. Jeder Glaubensakt muss in den Verheissungen Gottes begründet sein. Wenn wir wissen, dass es Gottes Wille ist, eine bestimmte Schwierigkeit wegzunehmen, dann dürfen wir im Gebet darauf vertrauen, dass es geschieht. Wir können voller Gewissheit alles erbitten, so lange wir sicher sind, dass es dem Willen Gottes, wie er in der Bibel oder durch das innere Zeugnis des Geistes offenbart ist, entspricht.

11,24 Wenn wir wirklich im engen Kontakt mit dem Herrn leben und beten, dann können wir die Gewissheit der Gebetserhörung bereits erhalten, ehe die Antwort wirklich da ist.

11,25.26 Aber eine der Grundbedingungen für ein erhörliches Gebet ist ein vergebungsbereiter Geist. Wenn wir eine harte, unversöhnliche Haltung anderen gegenüber pflegen, dann können wir von Gott nicht erwarten, dass er uns erhört. Wir müssen vergeben, wenn uns vergeben werden soll. Das bezieht sich jedoch nicht auf die Vergebung der Sünden zur Zeit der Bekehrung, wo wir uns selbst verurteilt haben. Diese Vergebung ist eine Angelegenheit der Gnade durch Glauben. Es bezieht sich auf Gottes väterliches Handeln mit seinen Kindern. Hat ein Gläubiger einen unversöhnlichen Geist, so ist die Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel unterbrochen und der Zufluss neuen Segens wird verhindert.


Quelle: Kommentar zum Neuen Testament - William McDonald

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