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Simson

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Simson hat einen neuen Job. Er herrscht nicht mehr über eine Nation. Seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit gilt jetzt der lokalen Kornmühle in Gaza.

«Bronzemedaille» für Simson: Früher war er nicht zu bändigen, in allen Lebenslagen war er die uneingeschränkte Nummer eins. Der schillernde, ruhmreiche hebräische Volksheld lehnte sich erfolgreich gegen die Unterdrückung der Philister auf. Nach seiner spektakulären Gefangennahme ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Statt Gold oder Silber trägt er nun Bronze – und dies nicht um den Hals sondern um die Beine: Mit Bronzeketten gefesselt, stapft er mürrisch seine Kreise in der Kornmühle. Öffentlich vorgeführt. Verspottet. Gefallen.

Im Kreis gedreht

«Wir Philister blicken nach vorn, während sich die Führungsspitze der Israeli wortwörtlich im Kreis dreht», schwadroniert Gazas wohlgenährter Bürgermeister Goli Ata zum Gaudi seiner Ratskumpanen.

Stetig wächst nun auch Simsons Haar wieder, seine Leistung in der Mühle scheint sich dadurch aber nicht zu verbessern. Hat ein einziger Haarschnitt seine Kraft für immer gebrochen?

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Die neue S-Klasse

Das Simson-Sonnenblumen-Brot

Simson ist gebändigt. Früher verbrannte er unsere Felder. Jetzt nährt er uns mit der Kornmühle.

Kulinarische Köstlichkeit mit extraviel Schrot und Korn: Das Simson-Sonnenblumen-Brot. Mit Mehl, das Simson in der Kornmühle mühsam erstapfte.

Garantiert kein Haar in der Suppe, oder im Brot, dieses wurde schliesslich abrasiert.

Simson-Sonnenblumen-Brot weckt den Biest-Bezwinger in Dir.

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Seine letzte Rache

Simson wurde als Tanzbär angeschleppt – er ging als Rächer

Tragödie am Philister-Fest. Simson wurde öffentlich gedemütigt – da riss er die Säulen des Gebäudes ein und damit mehr Philister mit in den Tod, als er vorher je umgebracht hatte.

Die Fürsten der Philister hatten sich zur Gala des grossen Dagon versammelt – so heisst ihr Gott. Diesem schrieben die Machthaber zu, dass Simson ergriffen wurde. Als die Stimmung ihren Höhepunkt erreichte, riefen etliche freudetrunken: «Holt Simson! Er soll uns etwas vorführen!»

So wurde der Simson aus dem Gefängnis hergebracht und verhöhnt. Der Mann, vor dem die ganze Nation zitterte, wurde zwischen zwei Säulen gestellt. Ein Junge musste ihn führen, und diesen bat Simson: «Lass mich einmal kurz los! Ich möchte nach den Säulen tasten, die das Dach tragen, und mich etwas an sie lehnen.»

3000 waren auf dem Dach

Das Gebäude war voller Menschen. Allein vom Dach aus sahen etwa dreitausend Leute zu, wie Simson verspottet wurde. Simson betete nun: «Herr, mein Gott, erinnere dich an mich! Bitte gib mir noch dies eine Mal so viel Kraft wie früher! Ich will mich dafür rächen, dass sie mir meine Augen ausgestochen haben.»

Dann fasste Simson die beiden mittleren Säulen, auf denen das Dach ruhte und stemmte sich dagegen. «Sollen die Philister mit mir sterben!», schrie er und riss die Säulen mit aller Kraft um. Das Gebäude brach über den Philistern und ihren Fürsten zusammen. Dabei starben mehr Menschen, als Simson in seinem ganzen Leben getötet hatte.

Simson wurde von seinen Angehörigen zwischen Zora und Eschtaol beigesetzt. Zwanzig Jahre lang hatte Simson das Volk Israel geführt. Seine Liebe zu den schönen Philisterinnen wurde ihm – und vor allem den Philistern – zum Verhängnis.

Diese Ereignisse sind nachzulesen in der Bibel, im Buch Richter, Kapitel 16, Verse 21 bis 31.

Wie würden Journalisten über die biblischen Ereignisse schreiben, wenn sie live vor Ort wären? Der Weltbestseller Bibel in Schlagzeilen, das ist die Serie «Bible Daily». Egal ob Gott in einem Akt nie da gewesener Kreativität die Erde erbaut, ob der Turm von Babel fällt oder Ägyptens schöne Herrscherin dem jungen Josef an die Wäsche will – die Reporter von «Bible Daily» sind immer am Schauplatz dabei.

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Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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