Bibelreport: Die Schlacht gegen die Amalekiter

Wenn Moses seine Arme hochhält, gewinnt seine Armee. Nimmt er die Arme runter, geht seine Armee unter. Moses - der Kampf-Choreograf.

Wieder kämpft Moses mit einer aussergewöhnlichen Strategie. Dieser neue Kampf knüpft nahtlos an die Moses-Pharao-Wasserspiele am Schilfmeer an. Doch von vorn: Die Amalekiter belagerten die Hebräer. Die Amalekiter - ein kampferprobtes Volk, das von Esau abstammt. Einige von ihnen leben als kriegerische Nomaden von Überfällen auf Nachbarstämme. Nun rüsteten die Amalekiter zwecks Broterwerb gegen die Hebräer, die ihrerseits bereits die ägyptische Streitmacht im Schilfmeer versenkt hatten.

Sieg dank Assistenten


Die Amalekiter griffen an. Angeführt von Josua hielten die Hebräer dagegen. Moses schaute der Schlacht zu. Immer wenn er seine Arme hoch streckte, siegte sein Team. Nahm er sie runter, gewannen die Amalekiter die Überhand.

Er hatte den Ausgang dieser Schlacht buchstäblich in seinen Händen. Klar, dass er seine Hände immer nach oben hielt. Doch dann wurden ihm die Arme schwer und kamen von selbst runter - Vorteil Amalek. «Aber wir wollten unsere gute Ausgangslage nicht verscherzen», sagt «Moses National» hinterher. «Darum setzte ich mich hin. Zwei Assistenten stellten sich neben mich und hielten meine Arme hoch.» In der Folge liessen die Hebräer nichts mehr anbrennen und landeten einen Kantersieg.

Nächstes Mal mit Trompeten?


Ein Militärattaché zur BIBLE DAILY: «Ich will gar nicht wissen, wie die nächste Schlacht geschlagen wird. Dem trau ich noch zu, dass er uns mit Blasinstrumenten gegen Stadtmauern kämpfen lässt!»

BIBLE DAILY-TV-Tipp

TV-Diskussionsendung «Arena»

Thema: «Moses und seine unglaublichen Militärtaktiken.»

Mit dabei:

  • Siegfried Schnellschuss, Militärhistoriker; kommt aus einem halbwegs freundlich gesinnten Land und spricht Moses jegliches taktische Verständnis ab.
  • Ingo Inkognito, Militärstratege; bezeichnet Moses als Inkompetent.
  • Gulli At, mässig intelligenter, heimlicher Späher der Philister; wir sind ihm egal, er und sein «mächtigstes Volk der Welt» will uns in ein paar Jahrhunderten «alle niedermachen».
  • Piff-Paff Peng, asiatischer Militärattaché; würde seine Armeen gerne ähnlich siegen sehen.
  • Hau Degen, Soldat mit Tapferkeitsmedaille; ist aus unseren Streitkräften nicht wegzudenken.
  • Josua, Haudegen und Generalstabschef der israelischen Armee; hält die Moses-Taktiken für göttlich inspiriert.

Gulli At: Wir kommen und machen euch alle nieder. Aber das ist noch geheim!

Siegfried Schnellschuss: So wie Moses bisher gewerkelt hat, stellt er euch sicher einen singenden Schafhirten gegenüber ...

Josua: Es gibt an Moses nichts auszusetzen. Wenn er will, dass eine violett bemalte Kuh die Vorhut bildet, senden wir die!

Gulli At: Au ja, das wäre fein. Das gäbe einen leckeren Braten ...

Hau Degen: ... und hinterher wärst du so vollgefressen und unbeweglich dass wir dich in der Luft zerreisen würden.

Piff-Paff Peng: Brillant, brillant. Könnten wir unsere Feinde auch mit Pekingenten überlisten?

Schnellschuss: Also bitte. So kann man keine Kriege führen! Aber diese Gesprächsrunde zeigt, wie Armeemitglieder sprechen, wenn ihr Anführer keine militärische Ausbildung hat. Ihr könnt euch in keine Schlacht mehr führen lassen.

Gulli At: Lieber Herr Peng, könnten sie mir die eine oder andere ihrer Regiments-Pekingenten zukommen lassen?

Schnellschuss: Ruhe! Sie haben kein Verständnis für eine gut geführte, saubere Schlacht.

Josua: So? Wie hätten Sie denn am Schilfmeer reagiert?

Schnellschuss: Ich hätte mich dem Feind gestellt. Es wäre eine heroische Schlacht geworden. Helden wären entstanden ...

Hau Degen: ... Quatsch. Wir waren alles Zivilisten. Keiner hätte die Wucht der ägyptischen Armee überlebt!

Schnellschuss: Nun mal nicht so schnell. War Moses je auf einer Militärakademie?

Piff-Paff Peng: Herr Schnellschuss, bei uns werden die Moses-Strategien an unseren Militärakademien gelehrt. Werden Ihre Gedanken auch irgendwo gelehrt?

Schnellschuss: ...

Gulli At: Isst man Pekingenten mit Curry oder Tartar-Sauce?

Schnellschuss: Barbar!

Gulli At: Barbar? Isst man Pekingenten mit Barbar? Klingt herrlich. Was ist Barbar?

Hau Degen: Herr Schnellschuss, was nützen ihre «sauberen Taktiken», wenn wir am Schluss untergehen?

Schnellschuss: Also bitte. Es zählt nicht allein das Resultat.

Hau Degen: Sondern?

Schnellschuss: Äh, naja, es geht auch um Stil, um Kampfkunst und man kann ja auch mal mit wehenden Fahnen untergehen. Das macht sich in der Geschichtsschreibung gut. Niederlagen in heroischen Schlachten, davon handeln die waren Novellen.

Josua: Quatsch mit Sauce. Wenn wir untergehen, kräht kein Hahn mehr nach uns. Denn wenn wir einmal mit wehenden Fahnen untergehen, existieren wir ganz einfach nicht mehr.

Ingo Inkognito: (zieht seine Mundwinkel ein klein wenig nach oben und nickt leicht, sagt aber nichts.)

Gulli At: Das wäre dumm, dann könnt ihr keinen Braten, äh ich meine, keine Kuh als Vorhut schicken.

Schnellschuss: Nun man muss schon sehen, mit diesen lächerlichen Taktiken habt ihr bloss für Heiterkeit gesorgt. Das Meer teilen und mitten hindurch gehen. Das war ja irgendwie noch witzig. Aber dann der Sieg, wegen den erhobenen Händen eures Staatschefs, das sorgte bei uns nur noch für Gelächter.

Josua: Wir können uns ja gerne Mal vor euren Stadttoren aufstellen. Moses wird sich sicher für euch etwas besonderes ausdenken.

Schnellschuss: Äh, na ja ... nun das ist äh ... wirklich nicht nötig, so sehr wir das auch zu schätzen wüssten. Aber wir haben gerade einen vollen Terminkalender. Nicht dass wir euch nicht gerne besiegen würden aber wir haben gerade keine Zeit.

Hau Degen: Doch, doch, wir kommen gern. Neulich hat Moses glaube ich etwas mit Killer-Kürbiskernen ausprobiert ...

Schnellschuss: Nein, dass ist bestimmt nicht nötig, äh doch nein, zu freundlich, äh ...

Gulli At: Dass wir euch angreifen, sollte noch geheim bleiben. Eure Fernsehzuschauer sind doch vertrauenswürdig und verschwiegen?

Piff-Paff Peng: Wissen Sie, Herr Gulli At, wer Ingo Inkognito ist?

Gulli At: Nein.

Piff-Paff Peng: Er steht neben Ihnen und ist Gesprächsteilnehmer dieser Runde.

Gulli At: Ach so, der Typ mit Hut, weitem Mantel und Sonnenbrille. Der scheint keine Ahnung zu haben. Er will Stratege sein und hat noch nicht einmal gesagt, wen seine Nation als nächstes angreifen will.

Ingo Inkognito: (zieht seine Mundwinkel erneut leicht nach oben, sagt aber nichts.)

Josua: Sie haben recht Herr Gulli At. Ingo Inkognito handelt dumm, wenn er hier seine Taktiken nicht preisgibt. Sie sind da sicher klüger.

Gulli At: Aber natürlich.

Josua: Sie haben sicher einen sehr spannenden Angriffsplan, denn Sie sich sehr gescheit ausgedacht haben.

Gulli At: (strahlt tief geschmeichelt, fast gerührt übers ganze Gesicht) Ja der ist ganz toll. Und er ist noch geheim und zwar auf Alarmstufe rot.

Josua: Geheim auf Alarmstufe rot?

Gulli At: Äh ja, so habe ich mir das ausgedacht. Gut nicht?

Josua: (nickt anerkennend) Ja, das ist sehr gut. Wissen Sie was das bedeutet?

Gulli At: Nein!

Josua: Pläne dieser Sicherheitsstufe können Sie dem Feind, also in diesem Fall uns, offen anvertrauen und sobald ihr angreift tun wir dann so, als wüssten wir von nichts. Das gehört zu dieser Alarmstufe.

Gulli At: Äh wirklich? Das habe ich gar nicht gewusst.

Josua: Sehen Sie. Wir sind eben gute Feinde und darum helfen wir euch, indem wir euch erlauben, uns eure militärischen Geheimnisse zu verraten. So müssen wir dann keine Spione zu euch senden. Das macht es für beide Seiten einfacher.

Gulli At: Ach so, da scheint etwas dran zu sein. Dann sollte ich wohl sagen, wie unser Geheimangriff aussieht; nicht?

Josua: Ja genau. Damit begeben Sie sich übrigens auf die Ebene der gehobenen Kampftaktiken. Das ist für sie und ihre Nation ein grosser Schritt.

Gulli At: Ganz toll!

Josua: Und wie werdet Ihr uns nun angreifen?

Gulli At: Ach so, äh nun denn ... es ist aber etwas kompliziert.

Jousa: Da bin ich sicher. Sie haben sich wohl ein paar ganz kluge Schachzüge ausgedacht.

Gulli At: Schachzüge?

Josua: Ach nicht so wichtig. Wie sieht der Geheimplan nun aus?

Gulli At: Wir stehen in eine Reihe und brüllen laut. Dann habt ihr Angst. Dann überrennen wir euch und machen alles platt.

Josua: Das ist äh, genial.

Piff-Paff Peng: Herr Gulli At, sagen sie es uns auch, bevor ihr uns angreift?

Gulli At: Aber dann könntet ihr euch ja auf unseren Angriff vorbereiten.

Piff-Paff Peng: Nein, dies sei ferne. Wir würden die Ankündigung nur dazu verwenden, um Ihnen die Pekingenten als Vorhut zu senden.

Gulli At: Ach so. Da melde ich mich natürlich gerne vorher.

Piff-Paff Peng: Am besten schon ein halbes Jahr vor ihrem Geheimangriff. Dann können wir die Enten richtig toll füttern und der Braten würde umso grösser.

Gulli At: (klatscht begeistert in die Hände) Sehr gut, sehr gut. Das ist wirklich sehr gut. Das machen wir so.

Die Geschichte ist nachzulesen in der Bibel unter 2. Mose, Kapitel 15 und 17.
Datum: 08.11.2008
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Jesus.ch

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