Zwischen «mad» und «sad»

Nachhaltig kreativ bleiben – aber wie?

Haben Sie sich für 2016 vorgenommen, das Beste aus Ihrem Leben zu machen? Aber schwanken Sie zwischen «mad - himmelhoch jauchzend» und «sad - zu Tode betrübt» hin und her? Dr. Robi Sonderegger gibt Tipps, wie man nachhaltig kreativ sein kann.

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Dr. Robi Sonderegger
Viele fassen über den Jahreswechsel gute Vorsätze und versuchen einen frischen Start im Leben oder im Glauben. Müssen diese Vorsätze unbedingt in Rauch und Asche aufgehen? Oder gibt es einen Weg, nachhaltig und stabil kreativ zu bleiben und das Beste aus seinem Leben zu machen? Der australische Psychologe Dr. Robi Sonderegger gab an der EXPLO 15 überraschende Einblicke – und zeigt Wege auf, dass 2016 zu Ihrem besten Jahr überhaupt werden könnte.

Die 65/85-Regel: im grünen Bereich leben

Die Bibel beginnt immer mit einem Paradox: Um gefüllt zu werden, muss man leer sein. Das ist unsere erste Haltung vor Gott: Gott liebt leere Menschen, die Er mit seinem Geist füllen kann. Und wir sollen sowohl Empfangende sein als auch Menschen, die anderen aus ihrer Fülle weitergeben. Wer weitergibt, macht Platz für neue Fülle Gottes.

Aber man kann zu voll sein. Anhand eines randvollen Glases Wasser demonstrierte Dr. Sonderegger, dass man aus einem vollen Glas nicht sauber weitergiessen kann. Der richtige Winkel ist nicht möglich, der Inhalt wird verschüttet. Darum gab er den wichtigen Rat, das Leben nicht zu sehr zu füllen: «Das ideale Mass, kreativ zu sein und zu bleiben, ist, das Leben zwischen 65 und 85 Prozent zu leben.» Wenn man zwischen 6 und 8,5 Stunden pro Tag schläft, hat man 65-85 Prozent des Tages zur Verfügung. «Wer zu viel schläft oder unter 65 Prozent seines Lebens arbeitet, ist unproduktiv. Wer zu wenig schläft und dauernd über 85 Prozent krampft, wird ineffektiv.» Gott habe mit dem Ruhetag bewusst ein Siebtel unseres Lebens der Ruhe und der Regeneration gewidmet. Auch in vielen anderen Bereichen gelte diese 65/85-Regel. Sogar bei einem Baseball-Schläger liege der «Sweet spot» (der beste Punkt zum Schlagen) zwischen 65 und 85 Prozent der Länge.

Drei Lebensprinzipien für 2016

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Dr. Robi Sonderegger an der Explo 15.
Dr. Sonderegger führte anhand der Bibel drei Prinzipien vor, die dazu führen können, dass wir nachhaltig kreativ das Jahr 2016 leben können.

1. Sage Ja zu Gott und bleibe in Bewegung
«Wenn du in der richtigen Position sein willst, Menschen zu dienen und ein kreatives und produktives Leben zu führen, ist es Zeit, Ja zu sagen zu Gott.» Die Bibel ist voll von Geschichten von Menschen, die Gott begegnet sind – und sich in Bewegung setzten. «Was wir vor allem brauchen, ist eine lebendige Beziehung zu Gott. Und wenn Gott uns eine Berufung gibt, müssen wir aufstehen und gehen!», sagt Sonderegger. Gott begegnen und «aufstehen und gehen» sind oft zwei Seiten der gleichen Bewegung.

Aber wir können und sollen unsere Aufgaben nicht in eigener Kraft erfüllen:

2. Ruhe gut
Es bringt nichts im Leben, wenn man seine Kräfte planlos einsetzt. Die richtige Positionierung ist wichtig, beispielsweise beim Golfspiel oder beim Kampfsport. «Positionierung ist wichtiger als Stärke», sagt Dr. Sonderegger und konkretisiert: «Das bedeutet, dass wir bei immer wieder Zeit im Gebet verbringen und so bei Jesus zur Ruhe kommen. Ein Mensch, der nie auf seinen Knien ist, wird nicht lange stehen.» «Kommt her zu mir alle, die ihr müde und beladen seid… ich will euch Ruhe geben», sagte Jesus (Die Bibel, Matthäus-Evangelium, Kapitel 11, Vers 28). Gerade kreativen Menschen kämen in Ruhepausen oft die besten Ideen.

3. Sei grosszügig und gib
«Geben ist besser als Nehmen», sagt die Bibel, und: «Die Welt des Grosszügigen wird grösser und grösser». Sonderegger erklärt: «Wenn du viel einnehmen willst, konzentriere dich auf deine Ausgaben. Wenn du dich um Gottes Anliegen sorgst, wird Gott sich um deine Anliegen kümmern. Das ist nicht amerikanisches Wohlstands-Evangelium, sondern einfach gute Physik: Wenn dir Energie fehlt, geh raus und verbrauche Energie, dann bekommst du neue. Jeder Sportler weiss das!» Ein Leben der Vergebung, der Dankbarkeit und des Gebens sei der beste Weg, um selbst erfüllt und beglückt zu werden.

Zum Thema:
Robi Sonderegger: Quantenphysik weist auf Jesus als «Licht der Welt» hin
Dossier: Explo 15

Datum: 13.01.2016
Autor: Reinhold Scharnowski
Quelle: Jesus.ch

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