NFL-Coach Jeff Fisher

«Gott hilft mir, meine Verantwortung zu tragen»

Jeff Fisher ist Head Coach der St. Louis Rams in der Nationalen Football-Liga der USA. Obwohl er als Trainer eine steile Karriere hinter sich hat, fehlte ihm immer etwas – doch nie hatte er Zeit, sich dieser Lücke zu stellen. Bis ihn ein Freund ganz direkt fragte…

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Jeff Fisher
Eigentlich hatte sich Jeff Fisher immer als Christ bezeichnet. Doch er hielt Gott eher auf Distanz. Mit der Kirche und Gott persönlich hatte er nicht viel zu tun – seit diesem einschneidenden Erlebnis in seiner Kindheit: «Ich war sieben oder acht Jahre alt und sass in der Kirche. Wir spielten mit dem Sonnenlicht, dass durch die bunten Glasfenster auf uns fiel. Mit einem Mal kam der Monsignore zu unserer Bank, packte uns am Kragen und sagte: 'Mit euch werde ich noch ein Wörtchen reden!' Ich hatte unendlich grosse Angst, es war ein Schock für mich. Und damit begann die Reise», die ihn immer weiter von Gott entfernte.

Erfolg – auf der ganzen Linie?

Doch eigentlich brauchte er Gott in seinem Leben gar nicht. Er spielte bereits an der Schule American Football, spielte später vier Saisons bei den Chicago Bears und erhielt 1985 sogar einen Super-Bowl-Ring. Bald darauf startete er seine Karriere als Co-Trainer bei den Philadelphia Eagles, 1994 kam er als Haupttrainer zu den Houston Oilers, die bald später zu den Tennessee Titans wurden. In 17 Saisons erlangte er 142 Siege – Erfolg auf der ganzen Linie, so sah es nach aussen hin aus.

Fehlende Antworten

Doch seine Familie sah ihn nur selten. «Eines der schwierigsten Dinge ist die Zeit. Entweder, du läufst mit 100 Meilen pro Stunde, oder du schläfst. Dazwischen gibt es nichts.» Doch trotz des Erfolgs spürte Fisher, dass sein Leben nicht komplett war. «Etwas fehlte. Aber in meiner Welt hat man nie genug Zeit, um herauszufinden, was einem fehlt. Ich verpasste die Chance, ein guter Vater zu sein und das war echt hart für mich. Es gab einfach keine Antworten…»

Fragen auf der Brücke

2010 bekam der heute 57-Jährige Besuch von einem Freund. Während sie über Fishers Farm fuhren, ergab sich ganz unerwartet ein tiefgehendes Gespräch. «Ich hielt das Auto an … und er fragte: 'Glaubst du wirklich, dass Jesus Christus der Herr und dein Heiland ist?' Ich sagte: 'Ja.' Aber er bohrte weiter: 'Glaubst du das wirklich?' Ich sagte wieder: 'Ja.' Und dann fragte er: 'Was bedeutet das denn?' Die Frage konnte ich nicht beantworten…»

Obwohl er sich selbst immer als Christ bezeichnet hatte, hatte er nie verstanden, was es bedeutet, Jesus Christus das eigene Leben zu übergeben. «Wir hatten ein langes Gespräch und während des Gesprächs an dem Tag auf der Brücke, würde ich sagen, nahm ich den Herrn für immer in mein Leben auf.»

«Mein Vater sucht immer mein Bestes»

Die Antworten, nach denen er irgendwie immer gesucht hatte, waren mit einem Mal da. Der Stress, der Druck fiel weg. «Es war ein sehr friedlicher, cooler Moment in dem ich spürte, dass ich nicht mehr Vater sein musste. Ich war ein Sohn geworden und das macht die alltäglichen Dinge so viel einfacher. Ich konnte meine Verantwortung viel besser tragen, weil ich weiss, dass ich einen Vater im Himmel habe, der sich um mich kümmert und der immer das Beste für mich sucht.»

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Datum: 31.08.2015
Autor: Rebekka Schmidt
Quelle: Livenet / Christianpost.com

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