Basketball mit Gebetserhörung

Wenn dem Sport die Halle fehlt…

Mindestens einmal jährlich bietet «Athleten in Aktion» in Berlin ein Basketballcamp an. Dazu melden sich Teens und Jugendliche aus der Region an. Für ein paar Tage erhalten sie ein Training durch christliche Profispieler aus den USA. Aber was geschieht, wenn kein Raum zur Verfügung steht?

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«Athleten in Aktion» bietet mindestens einmal jährlich ein Basketballcamp an.
Es waren nur noch fünf Tage bis zum Basketballcamp. Kevin Wood (44) und sein Team freuten sich auf die gemeinsame Zeit mit den angemeldeten Teens und Jugendlichen. Viele waren überhaupt nicht christlich geprägt. Das würde sicher eine gute Zeit werden. Die Mitarbeiter von «Athleten in Aktion», der Sportlerarbeit von Campus für Christus, hatten wieder einmal ihre internationalen Kontakte genutzt und einen hochkarätigen Basketballspieler aus den USA als Trainer angefragt. Eigentlich war alles klar, da erreichte sie überraschend die Absage der Stadt Berlin: Das zuständige Amt für Sport erklärte, dass sie die praktisch schon zugesagte Sporthalle nicht nutzen könnten. Zu viele Hallen wurden gerade anderweitig gebraucht, zum Beispiel zur Unterbringung von Flüchtlingen. Da war kein Raum mehr für ein Basketballcamp.

Kein Zurück

Ein echtes Zurück war nicht mehr möglich. Dabei waren die 40 gedruckten Teilnehmershirts noch das kleinste Problem. Denn es lagen 32 Anmeldungen von jungen Leuten mit grossen Erwartungen auf dem Tisch. Und der Trainer sass bereits im Flugzeug. Nun war Glaube gefragt. Das Team der Athleten in Aktion und die Helfer aus den beteiligten Kirchen und Gemeinden der Umgebung knieten sich zum Beten hin. Und dann klingelte das Telefon…

Ein Bekannter erzählte Kevin Wood von einer Sportanlage, die gerade ein Basketballcamp mangels Teilnehmern streichen musste. Das Campus-Team konnte die komplette Halle mit acht Körben bekommen – optimal für das Camp. Einzige Bedingung war, dass sie die acht dort angemeldeten Teilnehmer «übernehmen» sollten. Kevin musste lachen: «Gerne doch!» Jetzt hatten sie auch noch für jedes T-Shirt einen Träger.

Beten mit Auswirkungen

Das Basketballcamp wurde ein voller Erfolg. Die Teens und Jugendlichen trainierten, spielten, verbesserten ihre Leistungen – und natürlich hörten sie alle die Geschichte, wie ihr Camp doch noch zustande gekommen war. Dass dies die Kids schwer beeindruckte, wurde immer wieder deutlich. Zum Beispiel, als der Trainer sie einmal fragte, was man vor keinem Spiel vergessen sollte. Dabei kam nicht die erwartete Antwort «Aufwärmen», sondern «Beten».

Hier einige Impressionen vom Basketballcamp 2016:

 

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Datum: 25.04.2018
Autor: Hauke Burgarth
Quelle: Livenet

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