Auf der Strasse Gott kennen lernen

«Gott hat mich geknackt»

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Stefanie will sich dort einsetzen, wo ihr selber geholfen wurde: auf der Strasse.
«Dann schafft er das auch bei anderen», ist die 18-jährige Stefanie Hertig aus Thun überzeugt. Durch einen Strasseneinsatz von anderen jungen Leuten fand sie zu einem eigenen Glauben an Jesus. Sie lebt seitdem anders und will das nicht mehr für sich behalten.

Wann hast du zum ersten Mal von Vision 200 gehört?

Im Sommer 2003, da war ich in Thun mit meinen beiden Kollegen Chris und Tobi unterwegs. Zwei mit einem Fragebogen haben uns angesprochen und ausgefragt. Einige Tage später sind wir dann auf ein weiteres Team gestossen. Auch mit denen haben wir wieder diskutiert.

Wie liefen diese Gespräche ab?
Beim ersten Gespräch lief in mir ein innerer Kampf ab! Ich wollte nicht zuhören, deshalb setzte ich mich ab, um mir ein Bier zu holen und auf die Toilette zu gehen. Ich hatte gehofft, sie wären dann weg. Aber das war leider nicht so. Eigentlich wusste ich genau, dass das, was sie sagten, richtig war! Mir ging’s in dieser Zeit sehr schlecht. So oft wie möglich war ich im Ausgang und suchte eine Ablenkung. Ich dachte immer, ich könne so meine Probleme im Alkohol ertränken. Doch immer wenn ich in meinem Bett lag, erkannte ich, dass mein Leben keinen Sinn macht. Ich hatte nichts Richtiges, das meinem Leben den Halt gab, den ich brauchte.

In diesen Sommerferien ergaben sich sehr viele „göttliche Begegnungen“. Ich lernte z.B. Elsbeth kennen, die mit mir über meine Schwierigkeiten diskutierte und auch betete. Immer wieder sprachen Chris, Toby und ich über den Glauben und unser eigentlich sinnloses Leben. Dann trafen wir zum zweiten Mal auf Visiönler. Diesmal waren wir schon etwas offener, so beteten sie für uns und gaben uns einen Flyer für eine Konferenz in Thun mit Walter Heidenreich.

Wie ist es nach dem Gespräch weitergegangen?
Wir drei gingen an die Konferenz, wo wir uns dann alle auch für ein Leben mit Jesus Christus entschieden haben. Danach führten Elsbeth und Marcel einen Step-by-Step-Kurs mit uns durch; es ging um die Grundlagen des Glaubens. Wir sind jetzt alle bei jemandem in der Jüngerschaft. Wir haben also jemanden, der uns hilft den Glauben in unserem Alltag umzusetzen.

Gehst du jetzt in eine Kirche?
Ich gehe in den Livegroove, den Elsbeth leitet. Das ist eine Hausgemeinde, die zum Netzwerk der GPMC ** gehört. Es war sehr wichtig, dass andere sofort bei uns dran geblieben sind, und wir sind froh für alle, die sich in unser Leben investiert haben.

Was hat sich seit diesen Gesprächen in deinem Leben verändert?
Mein Leben ist jetzt ganz anders. Es hat plötzlich Sinn, Hoffnung und Perspektive bekommen, denn ich weiss jetzt, dass ich mit Gott einen Vater habe, der mich liebt und mein Herz kennt und der für mich einen guten Weg hat. Ein Satz, der mir wichtig wurde, lautet: Du verlierst, um zu gewinnen! – Darum habe ich auch keine Angst mehr vorm Loslassen. Ich weiss, Gott wird mir mehr als genug geben.

Du bist ein Jahr später selber mit Vision 200 unterwegs gewesen. Wieso?
Irgendwie hat mich Gott geknackt. Ich weiss zwar bis heute nicht, wie er das genau gemacht hat, aber wenn er das bei mir geschafft hat, dann wird das auch bei vielen anderen gehen. Deshalb will ich mich einsetzen, dass noch ganz viele Jesus kennenlernen können!

Was hast du durch den Einsatz gelernt?
Sehr vieles, was ich über den Glauben gelernt hatte, hat sich mir während des Einsatzes bestätigt und in mir festgemacht; zum Beispiel, Gott in jeder Situation zu vertrauen und mit seiner Allmacht zu rechnen. Es gab ab und zu auch Zerbrüche, aber die haben mich immer nur noch näher an sein Herz gebracht. Ich habe ein ganz grosses Vertrauen auf unseren Gott gewonnen!

Steckbrief von Stefanie Hertig
Geboren: 21. September 1987
Beruf: im 1. Lehrjahr der Ausbildung zur Pflegefachfrau
Lieblingsessen: Spinat und Fisch
Hobbies: boarden, gsprächle, sünnele, singen
Lieblingskaugummi: Airwaves Menthol

Links:
Vision 200: 10 Wochen auf Schweiz-Tournee
www.vision200.ch
www.gpmc.ch

** GPMC ist die Abkürzung der Hausgemeinde-Bewegung in der Region Thun

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Quelle: Livenet.ch

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