«Hello, My Name Is»

Geschichte eines Drogensüchtigen als Inspiration für Song

Das Lied «Hello, My Name Is» von Matthew West hat eine starke Aussage: Unsere Identität wird nicht durch Erfolge und Misserfolge bestimmt, sondern durch unsere Identität als Kinder Gottes. Noch mehr berührt die Geschichte, die dahinter steckt.

Zoom
Matthew West
Auf seiner Webseite erzählt der christliche Musiker, was ihn zum Song «Hello, My Name Is» inspiriert hat: Ein junger Mann namens Jordan schickte ihm seine Geschichte. Er begann mit dem Satz «Hallo, ich heisse Jordan und ich bin drogensüchtig.» In der Nachricht erklärte er, dass er sich jahrelang so vorgestellt hatte und das dies lange sein Selbstbild war – bis er die lebensverändernde Kraft von Gottes Liebe erlebte.

From «hero to zero»

Zoom
Jordans Geschichte inspirierte Matthew West zum Song
Als Top-Athlet an der Highschool bekam Jordan ein Stipendium für Leichtathletik und Fussball an einer Universität in Kentucky. Als er in die 10. Klasse kam, brach er sich den Knöchel und bekam Oxycontin verschrieben. Damit nahm die Sucht seinen Anfang, die ihn schnell im Griff hatte und dazu führte, dass er die Kontrolle über sein Leben verlor. Er konnte nicht mehr Fussball spielen oder laufen, und verlor damit seine Würde. Davor hatte er nie getrunken oder Drogen genommen, nie geraucht und nichts Schlimmes getan. Aber ohne den Sport wusste er nicht mehr, wer er war und dachte, er würde nie mehr die Person sein, die er gewesen war. Er hatte sich quasi damit abgefunden, dass er immer so bleiben würde. Er hatte sich aufgegeben. Nach zwei positiven Drogentests schmiss ihn die Universität raus und zog seine Stipendien zurück. So hatte Jordan alles verloren, wofür er gearbeitet hatte. Als dies passierte, hatte er Angst, es seinen Eltern zu erzählen, und versuchte, sich umzubringen. Gott sei Dank schaffte er es jedoch nicht.

Der Ausweg

Daraufhin landete er an einem christlichen Drogenrehabilitationszentrum für Teenager («Teen Challenge» in North Carolina), das zum Ziel hat, das Leben der Teenager mit der Kraft von Jesus Christus wiederherzustellen. Als seine Mutter ihn dorthin fuhr, flehte er sie an, ihn nicht dort zu lassen und meinte: «Du liebst mich doch, wie kannst du mich dann hier lassen?» Und sie antwortete: «Nein, ich liebe dich zu sehr, als dass ich dich wieder nach Hause nehmen kann.»

Kurz nach seiner Ankunft im Teen Challenge-Zentrum schrieb er einen Brief an seine Eltern. Sie antworteten und so gingen vier Monate lang Briefe hin und her, sie konnten wieder eine Beziehung zueinander aufbauen und wurden wieder eine richtige Familie. Im Zentrum erkannte er auch, dass er eine persönliche Beziehung zu Jesus in seinem Leben brauchte und begann, die Scherben seines Lebens wieder zusammenzufügen.

Ein neues Leben

Während der Zeit bei Teen Challenge begann Jordan zu verstehen, dass Gott mit ihm noch nicht fertig war, und dass all die vernichtenden Titel wie zum Beispiel «süchtig» ihn nicht sein ganzes Leben bestimmen mussten. Seine Geschichte war noch lange nicht fertig. Nach der Therapie ging er zurück zu der Uni, von der er verwiesen worden war, und machte einen Master-Abschluss. Jetzt ist er Lehrer, Coach und frisch verheiratet. Und seit Kurzem hat er das Gefühl, dass Gott ihn in den vollzeitlichen Dienst beruft. Heute hat sich sein Selbstbild völlig geändert und Jordan stellt sich anders vor als früher: «Hallo, ich heisse Jordan und ich bin ein Kind des einen wahren Gottes.»

Die Vergangenheit bestimmt uns nicht

Zoom
Das Cover der Single
Matthew Wests Reaktion auf die Geschichte war: «Was für ein starkes Beispiel von einem Leben, das Gott von Grund auf verändert hat. Als ich die Geschichte las, fragte ich mich, wie viele Menschen auf der Welt sich wohl über ihr Versagen und vergangene Fehler definieren und die Lüge glauben , dass sie niemals ihre alten Gewohnheiten oder die Fehler von gestern überwinden können. Jordans Geschichte ist ein starkes Beispiel dafür, dass wir uns nicht von der Vergangenheit bestimmt lassen müssen. Gott kann wiederherstellen, frei machen und unsere Herzen und Leben erneuern. Er kann neue Wege bereiten, die uns zu Zielen führen, die viel schöner sind als das, was wir Zuhause nennen.»

Die Geschichte erinnerte ihn an den Vers in der Bibel: «Wenn also jemand in Christus ist, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.» (Die Bibel, 2. Korinther, Kapitel 5, Vers 17) Jordan steht im Licht eines Neuanfangs, vergisst, was hinter ihm ist und schaut nach vorne und darauf, was die Zukunft mit seinem neuen Namen bringt.

Am Ende des Videos zur Geschichte hinter dem Song sagt Matthew West: «Wie Jordan haben wir alle bestimmte 'Namensschilder', die mit unserer Geschichte zusammenhängen. So oft lassen wir uns von unseren Fehlern und falschen Entscheidungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, und der Scham und Reue fälschlicherweise bestimmen, wer wir sind. Das ist genau, was der Teufel will und wo er versucht, in unser Gehirn einzuprägen, dass wir davon unsere Identität bestimmen lassen. Und manchmal will die Welt uns auch weismachen, dass wir jemand anderes sind, als was Gott über uns denkt. Aber für jede Lüge über unsere Identität vom Teufel und der Welt gibt es eine Wahrheit, die lauter spricht als die Lügen. Dies bezeugt auch 1. Johannes, Kapitel 3, Vers 1: 'Seht, wie gross die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heissen Kinder Gottes und wir sind es. Die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.'»

Musikvideo «Hello, My Name Is»

Zur Webseite:
Matthew West
Musikvideo mit Jordans Geschichte und Matthew West Statement (Englisch)

Zum Thema:
«American Idol»-Star: Colton Dixon verlässt sich auf den Anker, der wirklich hält
Casting Crowns: «Mehr als nur Überleben»
Nummer-1-Album als Remix: TobyMac lässt Hits neu aufleben
«Newsboys» auf Rang 1: Christliche Musik hoch im Kurs
«No Other Name»: Spitzenplatz für Hillsong-Album
Weder Beatles noch Jackson: Chris Tomlin ist der am meisten nachgesungene Musiker
Hip-Hop, der aufbaut: Billboard: «Christliche Rapper erreichen Mainstream»

Datum: 29.01.2015
Autor: Florian Wüthrich / Anja Janki
Quelle: Livenet / matthewwest.com

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Anzeige