Ein Drogendealer findet Jesus

«Mein Leben hat jetzt einen Sinn»

Er dealte mit Drogen, landete im Gefängnis und schaffte es auch danach nicht, auf die gerade Bahn zu kommen. Doch immer wieder begegnet Josh Sourwine Menschen, die ihm von Jesus erzählen. Als der junge Mann eines Tages versteht, dass es Gott wirklich gibt, verändert sich sein Leben komplett.

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Josh Sourwine
Alle meine Freunde aus Kindertagen nahmen inzwischen Drogen. Auch ich. Und ich hatte herausgefunden, dass sich mit dem Verkauf von Narkotika gutes Geld machen liess. Einmal hatte ich im Drogenrausch einen schlimmen Streit mit einer Freundin, die daraufhin die Polizei rief. Bei mir angekommen, durchsuchten die Polizisten meine Wohnung und fanden alle Drogen, die ich bei mir im Haus lagerte. Sie fanden Dinge, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie dort hatte. Ich war erst 20 Jahre alt und auf mich wartete eine saftige Haftstrafe.

Der Versuch, ein normales Leben zu führen

Nachdem ich meine Zeit im Knast abgesessen hatte, versuchte ich einen neuen Weg einzuschlagen. Ich hatte wirklich vor, mich zu ändern, aber ich fiel zurück in die alten Muster. Einige Zeit war ich clean, aber dann fing ich wieder an, Pot zu rauchen und Pillen einzuwerfen. Als ich meinen Job verlor, begann ich erneut, mit Drogen zu dealen. Ich brauchte Geld und konnte keine andere Arbeit finden. Und ich wusste, wie gut man mit Drogen verdienen kann.

Doch gleichzeitig, wollte ich eigentlich nicht mehr so leben. Ich wusste, dass es mein Ende war, wenn ich wieder rückfällig werde und in diesen Teufelskreis gerate. Ich wollte raus aus dem ganzen Mist!

Alles oder nichts

Ich wusste, dass ich eine Entscheidung treffen musste. Hier konnte ich mich nicht ändern. Ich wollte an einem anderen Ort neu anfangen. Irgendwo, wo mich niemand kannte und wo ich niemanden kannte. Und so verkaufte ich meinen Jeep, packte mir einen Rucksack und stieg in einen Bus. Mein Geld reichte für ein Ticket bis nach Phoenix und von dort aus trampte ich nach Kalifornien.

Leben als Obdachloser

Während der Reise schnorrte ich mich durch. Dabei fiel mir eine Sache besonders auf: Die meisten Leute, die mir Geld gaben, damit ich mir Essen kaufen konnte, waren Christen. Und jedes Mal erzählten sie dabei etwas von Jesus.

Eines Morgens ging ich zum Frühstücken in ein Obdachlosenheim in Lagunas Main Beach. Es war eine Woche vor Ostern und ein Mann predigte. Er sagte: «Wer sein Leben verändern will, muss ein verändertes Herz haben.» Und während ich diesem Mann zuhörte, wurde mir mit einem Mal klar, dass ich mich aus eigener Kraft niemals werde ändern können. Irgendwie spürte ich, dass ich diesen Jesus bitter nötig hatte.

Nach dem Frühstück ging ich zu dem Prediger und unterhielt mich mit ihm. Und je mehr er mir von Jesus erzählte, desto mehr Hoffnung spürte ich tief in mir aufkommen. Es war, als hätte jemand in mir ein Licht angezündet.

Gott ist real

Ich verabschiedete mich und setzte mich ans Meer. Ich dachte über alles nach, was ich gehört hatte und mir wurde immer stärker bewusst, dass Gott real ist. Es war, als könnte ich in den Wellen des Meeres seinen Atem hören. Ich war berührt von diesem Gedanken und ich wollte auch zu diesem Jesus gehören.

Trotz der neuen Erkenntnisse spürte ich nach wie vor menschliche Bedürfnisse. Ich hatte Hunger und fing wieder an zu betteln. Ein Mann, den ich um einem Dollar bat, fragte mich nach meinem Namen. Und als ich ihm sagte, dass ich Joshua heisse, sagte er: «Oh, das ist ein schöner Name. In der Bibel bedeutet er: 'Gott ist Rettung'.»

Ich erzählte ihm von meinen Erlebnissen und dass ich seit heute auch an Gott glaube. Da lud mich der Mann zu sich nach Hause zum Abendessen ein. Und nach dem Essen boten mir seine Frau und er an, dass ich bei ihnen wohnen könnte.

Neues Leben

In ihrem Haus lernte ich mehr und mehr, wer Jesus ist. Ihre herzliche Liebe mir – einem fremden Obdachlosen – gegenüber, berührte mich. Ihre Art zu leben und wie sehr sie das tun wollten, was Gott gefällt, beeindruckte mich. Gemeinsam lasen wir in der Bibel. Sie waren für mich wie eine Familie. Mein Leben hatte sich komplett verändert. In mir war es hell geworden, aber auch äusserlich schien alles heil zu werden. Ich wusste, ich war dank Jesus angekommen: in meinem neuen Leben. Voller Sinn, Leben und Freude.

Zum Thema:
Den kennenlernen, der neues Leben schenkt

Datum: 22.06.2013
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Godreports.com

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