Nach Krebsleiden

Gospel-Legende Edwin Hawkins gestorben

Der «Oh Happy Day»-Komponist Edwin Hawkins ist im Alter von 74 Jahren gestorben. «Ich hatte nie geplant, ins Musikgeschäft zu gehen», sagte die Gospel-Legende einst. Nun ist es er einem Bauchspeicheldrüsenkrebs erlegen.

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Edwin Hawkins an der «Amazing Praise Night»
«Ich hatte nie geplant, ins Musikgeschäft zu gehen», sagte Edwin Hawkins einst, wie die «New York» Times berichtet. Gekommen ist es bekanntlich anders. Der Erfolg seiner Platte – damals waren CD- und MP3-Player bekanntlich eher ein seltenes Gut – veränderte seine Lebensbahn jedoch in Richtung Musikbusiness.

«Oh Happy Day» belegte 1969 in den Charts die besten Positionen, in der Schweiz und Deutschland landete der Song jeweils auf Rang 1. Weltweit verkauften sich sieben Millionen Singles, was damals erheblich war. Elvis Presley und Glenn Campbell spielten Cover-Versionen und im Film «Sister Act» erfolgte ebenfalls eine eigene Interpretation.

Den ersten seiner vier Grammys erhielt Hawkins 1970. Daneben wurde er 19 weitere Male für die wichtigste Auszeichnung der Musikindustrie nominiert.

Er vermittelte Hoffnung

Sein Lied «Oh Happy Day» komponierte er vor fast 50 Jahren, anno 1969. Schon im Kindesalter machte der 1943 in Kalifornien geborene Edwin Hawkins Gospelmusik. Eigentlich sei es ein altes Kirchenlied gewesen, das er in einem alten Gesangbuch gesehen hatte. «Mein Talent war, solche Lieder neu zu arrangieren.» Zu Livenet sagte Edwin Hawkins: «Es war nicht wirklich ein besonderes Lied für uns. Der Text ist aus dem 18. Jahrhundert und wir haben ihn etwas aufgepeppt.»

Seine Familie lässt verlauten: «Er wird weltweit sehr vermisst. Doch durch seine Musik gibt er eine Botschaft von Liebe, Leben und Ermutigung weiter. Und die Hoffnung, dass es einst ein Wiedersehen geben wird und wir gemeinsam ‘Oh Happy Day’ singen werden.»

«Wir singen Jesus Christus»

Gegenüber Livenet sagte Edwin Hawkins über das Gospel-Singen: «Gospelmusik ist nicht nur eine bestimmte Musikrichtung, das Wort 'gospel' (engl. für Evangelium) heisst 'Jesus Christus'. Wenn wir also Gospel singen, singen wir Jesus Christus.»

Der Bezug zum Glauben sei ihm wichtig, hielt er damals fest: «Ich versuche den Sängern jeweils bewusst zu machen, dass sie das Evangelium von Jesus Christus singen und weise sie darauf hin, dass es einfach ist, den Glauben an Gott zu empfangen. Es wäre eigentlich wichtig, dass die Sänger verstehen, was sie singen. Oft tun das die Leute hier aber nicht; sie singen nur Gospel, weil ihnen die Musik gefällt und weil sie es gern singen.»

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Datum: 17.01.2018
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Blick / NZZ / Spiegel

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